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Donnerwetter tadellos!

  • Kartonierter Einband
  • 84 Seiten
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Im Märkischen Museum sind seit 2009 zwei original erhaltene Herrenfrisierplätze aus dem Haby-Salon von 1901 wieder dem Publikum zu... Weiterlesen
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Beschreibung

Im Märkischen Museum sind seit 2009 zwei original erhaltene Herrenfrisierplätze aus dem Haby-Salon von 1901 wieder dem Publikum zugänglich. Diese edle Ausstattung aus Mahagoni, Messing und Marmor ist von dem berühmten Jugendstilkünstler Henry van de Velde entworfen worden. Der kaiserliche Frisiersalon gehörte François Haby, der heute einem Prominentenfriseur gleichkäme und ausgesprochen geschäftstüchtig und erfinderisch war. Zu seinen Kreationen gehörte der allseits bekannte Kaiser-Wilhelm-Bart, der zu einer Mode im ganzen deutschen Reich wurde. Anhand dieser legendären Bartmode und ausgehend von dem originalen Relikt aus dem Salon des Erfinders kann ein kulturgeschichtliches Kapitel mit vielen Kuriositäten erzählt werden.

'Donnerwetter tadellos!' soll Kaiser Wilhelm II. seinen Hoffriseur François Haby gelobt haben, als er ihm bei der morgendlichen Toilette im Berliner Schloss den hochgezwirbelten Bart frisiert hatte. So beschreibt es jedenfalls die Legende zum viel gerühmten 'Kaiser-Wilhelm-Bart'. Dieser wohlgeformte Schnurrbart galt nicht nur als unverzichtbares Symbol für Männlichkeit, sondern aufgrund dessen, dass der Kaiser ihn trug, auch als politisches Statement. Das Frisieren der extravaganten Barttracht erforderte Haarwässerchen, Pomaden, spezielle Brennscheren, Kämme, Bürsten und für die Nacht eine formerhaltende Bartbinde. Die Erfindung, Herstellung und geniale Vermarktung diverser Pflegeprodukte sowie gewagte Kreationen der Frisierkunst gehörten zur Geschäftsidee des prominenten Berliner Friseurs Haby. Ebenso berühmt war sein einzigartiger Salon nach Entwürfen des Jugendstilkünstlers Henry van de Velde im ehemaligen Dom-Hotel in der Mittel-/Ecke Friedrichstraße. Ein verloren gegangenes Stück aus dem Alten Berlin? Zum Glück sind einige Teile aus dem Friseurgeschäft in der Sammlung des Stadtmuseums erhalten geblieben und erlauben einen amüsanten Ausflug in die Berliner Gesellschaft der Kaiserzeit.

Autorentext

geb. 1964 in Dresden Studium für Museologie (FH) seit 1983 am Märkischen Museum, jetzt Stiftung Stadtmuseum 1983 - 1990 in der Museumspädagogik tätig seit 1990 im Fachbereich Kunstgewerbe tätig, verantwortlich für die Sammlungen Eisenkunstguss, Möbel, Schmuck, Varia und Friseurhandwerk Mitarbeit an mehreren Ausstellungen zur Berliner Kulturgeschichte 2004 Kuratorin der Ausstellung "Berliner Eisen - Geschichte eines königlichen Unternehmens 1804 bis 1874" 2007 Kuratorin der Ausstellung "Eiserne Zeiten - ein Kapitel Berliner Industriegeschichte" Publikationen zur Berliner Kulturgeschichte und zum Preußischen Eisenkunstguss



Klappentext

François Haby war es, der den Kaiser-Wilhelm-Bart kreierte. Der Berliner Promifriseur ließ 1901 seinen Salon von keinem Geringeren als dem berühmten Jugendstilkünstler Henry van de Velde gestalten. Zwei original erhaltene Herrenfrisierplätze stehen im Märkischen Museum. So elegant und schwungvoll, wie sie anmuten, erzählt dieses Buch von Bärten, ihrer Geschichte und vom Handwerk der Friseure.



Leseprobe
Es muss schlicht ein Ereignis gewesen sein für den Berliner "Mann von Welt", die Haar- und Bartpflege im Salon des Hoffriseurs François Haby im Herzen Berlins zu erleben! Nicht nur die Kunst des Coiffeurs beeindruckte, sondern vor allem das von Henry van de Velde entworfene Interieur des Salons nahe dem Prachtboulevard Unter den Linden im kaiserlichen Berlin. Die erhaltenen Teile dieses exzellenten Jugendstilensembles gehören heute zu unserer Sammlung und sind im Märkischen Museum ausgestellt. Elegante Formen, edle Materialien - vom amerikanischen Mahagoni bis hin zu den dekorativ geschwungenen Linien der Gas- und Wasserrohre - verbinden sich mit Stil, technischer Meisterschaft und Funktionalität zu außergewöhnlichem Design. Der clevere Geschäftsmann Haby bekam von van de Velde die gesamte Innenausstattung für seinen Salon, von Spiegeln, Stühlen bis hin zu den Seifenschälchen. Kongenial verwirklichten beide ihren Traum vom großen Wurf. Dieses Buch lädt Sie ein, zwei ungewöhnliche Persönlichkeiten kennen zu lernen, führt Sie in die Geschichte des Friseurhandwerkes ein und eröffnet Einblicke in die wohlgepflegten Schnurrbart-Moden der Berliner Kaiserzeit ... Franziska Nentwig Herausgeberin

Inhalt

Vorwort
Ein Friseurlehrling in der Kaiserzeit
François Haby - Hoffriseur und Parfümeur Sr. Majestät
Zur Geschichte des Friseurhandwerks
Henry van de Veldes Entwurf eines Luxussalons
Der Friseursalon im Fokus eines Kunstkritikers
Das Friseurgeschaft in der Nachkriegszeit
Der Friseursalon im Depot und Museum
Zur Geschichte der Bartfrisur
Donnerwetter tadellos!
Erläuterung einiger Fachbegriffe
Quellen
Abbildungsnachweise und Impressum

Produktinformationen

Titel: Donnerwetter tadellos!
Untertitel: Kaiser, Hoffriseur und Männerbärte
Editor:
Autor:
EAN: 9783939254140
ISBN: 978-3-939254-14-0
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Verlag M im Stadtmuseum
Genre: Allgemeines & Lexika
Anzahl Seiten: 84
Gewicht: 122g
Größe: H141mm x B124mm x T7mm
Veröffentlichung: 26.07.2013
Jahr: 2013
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