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Ein Mann, der wurde, was er konnte

  • Kartonierter Einband
  • 176 Seiten
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Im September 2011 jährte sich der Todestag Dag Hammarskjölds zum 50. Mal. Der vorliegende Band sucht diese bemerkenswerte Gestalt ... Weiterlesen
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Beschreibung

Im September 2011 jährte sich der Todestag Dag Hammarskjölds zum 50. Mal. Der vorliegende Band sucht diese bemerkenswerte Gestalt und ihr mannigfaches Schaffen aus der Perspektive des beginnenden 21. Jahrhunderts kritisch zu würdigen. Dabei steht einerseits Hammarskjölds Wirken als zweiter UN-Generalsekretär und Staatsmann im Mittelpunkt. Andererseits nimmt der Band den Menschen und Mystiker Dag Hammarskjöld in den Blick, wie er der Nachwelt insbesondere in seinem posthum veröffentlichten Tagebuch "Zeichen am Weg" entgegentritt.

2011 jährte sich der Todestag Dag Hammarskjölds, des zweiten Generalsekretärs der Vereinten Nationen, zum 50. Mal. Der vorliegende Band dreht sich nicht um die bis heute ungeklärten Umstände, unter denen Hammarskjöld in der Nacht vom 17. zum 18. September 1961 nach einem Flugzeugabsturz auf dem Gebiet des heutigen Sambia ums Leben kam. Vielmehr geht es um eine kritische Würdigung der facettenreichen Persönlichkeit und des mannigfachen Schaffens Hammarskjölds aus der Perspektive des beginnenden 21. Jahrhunderts.

Dementsprechend werden zunächst zwei Eckpunkte beleuchtet, die Hammarskjölds Denken und Handeln entscheidend geprägt haben: einerseits seine schwedischen Wurzeln, seine Jugend und familiären Bindungen in Uppsala und sein beruflicher Aufstieg in Stockholm, andererseits das Amt des UN-Generalsekretärs und damit des "ersten Bürgers" der Vereinten Nationen, das Hammarskjöld zwar unverhofft zugefallen war, in dem er aber dennoch seine spezifische Berufung als Diener der internationalen Gemeinschaft sah.

Einer der Schwerpunkte der Untersuchung stellt das Wirken Hammarskjölds als UN-Generalsekretär und Staatsmann dar. Hammarskjöld verstand es, in geschickter und nachhaltiger Weise das im Generalsekretärsamt angelegte politische Potenzial zu realisieren und sich dergestalt gegenüber den Großmächten als relevanter Akteur auf der Bühne der Weltpolitik zu etablieren. Dies machte auch entscheidende Innovationen möglich, z.B. in Form der Schaffung friedenserhaltender Missionen.

Parallel dazu wird auch der Mensch und Mystiker Dag Hammarskjöld in den Blick genommen, wie er der Nachwelt namentlich in seinem posthum veröffentlichten Tagebuch Zeichen am Weg entgegentritt. In seinem Ethos des bewussten Einsatzes insbesondere für die Machtlosen und Vergessenen spielen religiöse Motive eine gewichtige Rolle. Erst die Ergänzung des äußeren Bilds des Pragmatikers und "UN-Generals" Hammarskjöld um die innere Dimension macht eine Würdigung dieser schillernden, ja bisweilen widersprüchlichen Persönlichkeit komplett.

Autorentext

Andreas Th. Müller, LL.M. (Yale) ist Assistenzprofessor am Institut für Europarecht und Völkerrecht der Universität Innsbruck. Er hat in Innsbruck, Straßburg und Jerusalem Rechtswissenschaften und Christliche Philosophie studiert. 2008/09 absolvierte er ein Postgraduate-Studium an der Yale Law School. 2009/10 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag für die Richter Abdul G. Koroma und Bruno Simma tätig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des Völkerstrafrechts, des humanitären Völkerrechts, des internationalen und europäischen Menschenrechtsschutzes sowie des europäischen Verfassungsrechts. Jodok Troy ist Lektor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck. Er hat in Innsbruck Geschichte, Theologie und Politikwissenschaft studiert. 2007 war er Gastwissenschaftler an der Georgetown University in Washington, D.C. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich von Religion und Internationalen Beziehungen sowie Militär und Gesellschaft.



Zusammenfassung
"Es ist das Verdienst dieses Tagungsbandes, die vielen Facetten dieses Diplomaten ergründet zu haben. Er ist für zeitgeschichtlich Interessierte ebenso zu empfehlen wie für politische Praktiker und Vertreter völkerrechtlicher Disziplinen." Dr. Christoph Rohde, in: Politische Studien, 446/2012

"Spannende, gut lesbare Texte auf wissenschaftlichem Niveau zu einer phänomenalen Persönlichkeit." Walter Buder, in: Vorarlberger KirchenBlatt, 27.09.2012

Inhalt

Andreas Th. Müller und Jodok Troy Einleitung Zum Geleit Ban Ki-moon Commemorating Fiftieth Anniversary of Dag Hammarskjöld's Death Ban Ki-moon Preventive Diplomacy, a »Constant and Essential Work in Progress« Carl Bildt Dag Hammarskjöld and United Nations Peacekeeping I. Ein kurzes Leben aber ein unsterbliches Erbe: Verdienste und Würdigungen Frederik Löjdquist Dag Hammarskjöld: Ein Schwede im Dienste des Weltfriedens Janos Tisovszky Reflections on a Legacy: Dag Hammarskjöld: from the Perspective of a UN Staff Member Manuel Fröhlich und Henning Melber Die Hammarskjöld - Tradition in der internationalen Politik: Das Vermächtnis des zweiten UN-Generalsekretärs II. Dag Hammarskjöld als UN-Generalsekretär und Staatsmann Andreas Th. Müller »The Most Impossible Job on This Earth«. Dag Hammarskjöld als UN-Generalsekretär und Staatsmann Helmut Tichy Der Beitrag Dag Hammarskjölds zur Entwicklung des Völkerrechts Gerhard Hafner Der Einfluss Dag Hammarskjölds auf die Entwicklung des Amtes des UN-Generalsekretärs Jelka Mayr-Singer »Leave it to Dag«. Dag Hammarskjöld als stiller Diplomat und Schöpfer der Blauhelmmissionen III. Dag Hammarskjöld als Mystiker Jodok Troy Dag Hammarskjöld: Leben als Dienst an der internationalen Gemeinschaft - für all die Anderen Clemens Sedmak Denken und Glauben - Dag Hammarskjöld und das Tiefe des Politischen Wolfgang Palaver »Suche nicht die Vernichtung. Die wird dich finden.« Politik und Opfer im Denken Dag Hammarskjölds Autorenverzeichnis

Produktinformationen

Titel: Ein Mann, der wurde, was er konnte
Untertitel: Dag Hammarskjöld zum 50. Todestag
Editor:
EAN: 9783428137985
ISBN: 978-3-428-13798-5
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Politikwissenschaft
Anzahl Seiten: 176
Gewicht: 258g
Größe: H231mm x B159mm x T18mm
Veröffentlichung: 01.08.2012
Jahr: 2012

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