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Italowestern im Wandel der Zeit: Vom Gewaltfilm zur Komödie
Dirk Wilske

Seit Beginn der Filmgeschichte ist der Western ein beliebtes Genre. Überwiegend die Westernfilme aus Hollywood beherrschten den Ma... Weiterlesen
Kartonierter Einband (Kt), 80 Seiten  Weitere Informationen
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Beschreibung

Seit Beginn der Filmgeschichte ist der Western ein beliebtes Genre. Überwiegend die Westernfilme aus Hollywood beherrschten den Markt. Europäische Nachahmer konnten zunächst nicht mithalten. Erst mit dem Erfolg von Per un pugno di dollari (Für eine Handvoll Dollar, 1964) wurde die Dominanz amerikanischer Western durchbrochen. Besonders die damals kriselnde italienische Filmindustrie wurde wieder belebt und konnte mit den dominierenden amerikanischen Filmen konkurrieren. Über 500 italienische Western wurden in der Zeit von 1960 bis 1975 gedreht, meist in Südspanien und in der Nähe von Rom. Die italienischen Helden waren brutaler und zynischer als alle anderen Filmhelden zuvor. Sie kannten kein Mitleid, außer es war zu ihrem finanziellen Vorteil. Gesellschaftlich und politisch waren die 1960er und 1970er Jahre von einer Vielzahl von Umbrüchen geprägt. Diese Entwicklungen wirkten sich auch auf das Verhalten der Filmzuschauer aus. Die Leute wollten keine Gewalt im Kino sehen, die ihnen im Alltag so oft begegnete. Etwas Neues musste den Italowestern am Leben halten: Komödiantische Western.

Klappentext

Seit Beginn der Filmgeschichte ist der Western ein beliebtes Genre. Überwiegend die Westernfilme aus Hollywood beherrschten den Markt. Europäische Nachahmer konnten zunächst nicht mithalten. Erst mit dem Erfolg von 'Per un pugno di dollari' (Für eine Handvoll Dollar, 1964) wurde die Dominanz amerikanischer Western durchbrochen. Besonders die damals kriselnde italienische Filmindustrie wurde wieder belebt und konnte mit den dominierenden amerikanischen Filmen konkurrieren. Über 500 italienische Western wurden in der Zeit von 1960 bis 1975 gedreht, meist in Südspanien und in der Nähe von Rom. Die italienischen Helden waren brutaler und zynischer als alle anderen Filmhelden zuvor. Sie kannten kein Mitleid, außer es war zu ihrem finanziellen Vorteil. Gesellschaftlich und politisch waren die 1960er und 1970er Jahre von einer Vielzahl von Umbrüchen geprägt. Diese Entwicklungen wirkten sich auch auf das Verhalten der Filmzuschauer aus. Die Leute wollten keine Gewalt im Kino sehen, die ihnen im Alltag so oft begegnete. Etwas Neues musste den Italowestern am Leben halten: Komödiantische Western.



Leseprobe
Textprobe: Kapitel 3, Das Westerngenre: 3. 1, Die Westerngeschichte: 1894 begann die Geburt des Western als Film. Der Engländer W. K. L. Dickson dreht die ersten Filme für das Filmstudio Thomas A. Edisons Kinetograph Theatre . Diese Filme sind rund 15 Meter lang und laufen ca. 30 Sekunden. Die bekanntesten Streifen zeigen Buffalo Bill in seiner Wild West Show (Buffalo Bill, the noted proprietor of the Wild West , 1894). Die meisten Western spielen in der Zeit zwischen 1865 und 1890, in der die Zivilisation immer weiter voranschreitet und Rückzugsmöglichkeiten für den Westernhelden immer seltener werden. Die klassischen Western haben Bezug auf drei Epochen der realen Geschichte Amerikas: die Eroberung des Landes und der grausame Kampf gegen die Indianer; die Zeit der Inbesitznahme des Landes mit dem Aufbau von Städten und schließlich die Zivilisierung des Westens mit Rivalitäten zwischen den Farmern und Viehzüchtern oder zwischen Zivilisierten und Outlaws. Western sind oft naive Filme über das Leben an der Grenze zur Wildnis. Unabhängig von der geschichtlichen Einbettung bildete sich in den Filmen der Typus des Westernhelden. Männer mit Pistolen im Gürtel bewegen sich auf Pferden durch weite, oft raue und karge Landstriche. Geraten sie in einen Konflikt, zeigen sie durch ihr Handeln, wer und was sie sind. Sie nutzen ihre gesamten Fähigkeiten, um sich gegen Anfeindungen zu wehren oder werden durch die Ablehnung und den Hass, auf die sie stoßen, so tief verletzt, dass sie sich mit der eigenen Moral dem wilden, oft gesetzlosen Tun entgegenstellen. Ihre Taten wirken als ein Signal und die Westernhelden gewinnen dadurch Identität, Mut und Würde. Westerner sind Helden, die zwischen ihrem Sinn für die Gemeinschaft und ihrer Tendenz zu Alleingängen agieren. Am Anfang der Filme befinden sie sich häufig an einem Wendepunkt. Sie suchen nach neuen Trails (z.B. The Covered Wagon, 1923), wollen sich rächen (z.B. Stagecoach, 1939; The Searchers, 1956) oder versuchen, ein ruhiges Leben zu führen (z.B. Shane, 1952). Meist gelingen die geplanten Veränderungen nicht, weil Gegenspieler sie herausfordern oder in etwas hineinziehen, was ihren Plänen entgegenwirkt. Damit werden sie zum Handeln gezwungen. Der klassische Westerner ist häufig ein Einzelgänger, introvertiert und wortkarg. Zu seinem Kodex gehören Werte wie Freundschaft und Ehre. Die Figuren im Western und ihre Bewegungen sind vorgegeben. Beide sind leicht zu erkennen und ihre nächsten Schritte sind oft vorhersehbar. Die Attraktivität der Filme besteht in der nur leichten Modifikation eines festen Schemas. 3. 1. 1, Die neun zentralen Erzählungen des Genres: Das Western Genre lässt sich in neun Abschnitte untergliedern, welche die historischen Situationen der damaligen Zeit zeigen. 1, Entdeckung neuer Grenzen: Siedler brechen auf, um neues Land zu entdecken und dort eine neue Heimat zu finden (z. B. The Covered Wagon, 1923; Wagonmaster, 1950). Sie sorgen für eine zivilisatorische Verbindung durch Postkutschenlinien, Eisenbahn- und Telegrafenbau (z. B. The Iron Horse, 1924; Pony Express, 1925; Union Pacific, 1939; Western Union, 1941) oder finden neue Wege, um ihre Viehherden gen Osten zu bringen (z. B. The Big Trail, 1930) oder die Akteure suchen Gold, z. B. in Kalifornien (z. B. Sutter s Gold, 1936). 2, Der Krieg gegen die Indianer: Weiße Siedler bauen am Rande der Wildnis ihre Farmen und setzen ihre eigene Vorstellung von Zivilisation gegen den Willen der Indianer durch, was zu Konflikten führt (z. B. Stagecoach, 1939; The Plainsmen, 1937; River of no Return, 1954; Jeremiah Johnson, 1972) oder die Kavallerie eilt ihnen zu Hilfe und sorgt für Recht und Ordnung (z. B. They died with their boots on, 1941; Fort Apache, 1948; Rio Grande, 1950; Ulzana s Raid, 1972). 3, Prozess der Zivilisierung: Die wilden Zeiten der Besiedlung sind noch nicht ganz vorüber, aber man versucht, die Konflikte mit friedlichen Mitteln zu lösen. Die Siedlungen der we

Produktinformationen

Titel: Italowestern im Wandel der Zeit: Vom Gewaltfilm zur Komödie
Autor: Dirk Wilske
EAN: 9783842899148
ISBN: 978-3-8428-9914-8
Format: Kartonierter Einband (Kt)
Herausgeber: Diplomica Verlag GmbH
Genre: Fotokunst
Anzahl Seiten: 80
Gewicht: 147g
Größe: H221mm x B151mm x T10mm
Jahr: 2014
Auflage: Erstauflage

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