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Dialog über Grenzen

  • Fester Einband
  • 224 Seiten
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Während seiner beruflichen Tätigkeit als Journalist war Hans-Peter Riese in Bonn, Prag, Moskau und Washington täti... Weiterlesen
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Beschreibung

Klappentext

Während seiner beruflichen Tätigkeit als Journalist war Hans-Peter Riese in Bonn, Prag, Moskau und Washington tätig. In allen Ländern hat er seit vierzig Jahren Kunst gesammelt und sich intensiv mit der Kunstszene dieser Länder auseinandergesetzt. So ist eine Sammlung von über 200 Objekten der Malerei und Skulptur sowie über 1oo Blatt Grafik und Collagen zusammengekommen. Der Schwerpunkt seines Interesses lag auf der Konkreten/Konstruktiven Kunst, aber die Sammlung umfasst das Informel ebenso wie die Figuration. Wichtige Künstler, von Böhm, Hohlweck, Uecker und Staudt in Deutschland, Sykora, Kolar und Kubicek in Tschechien, Steinberg und Tschesnokow in Russland, sowie schließlich De Koning und Warhol aus den USA sind in der Sammlung vertreten. Die Klassiker des 20. Jahrhunderts werden durch Malewitsch, Puni, Sujetin und Rojak vertreten. Die Sammlung konzentriert sich mehrheitlich auf die Kunstentwicklung der sechziger und siebziger Jahre. In Deutschland war das die Zeit der konkreten Kunst und der Op-Art. Die Künstler hinter dem "Eisernen Vorhang" erhielten nur spärliche Informationen. Im Rückblick erst wird deutlich, dass es in all den Jahren einen heimlichen Dialog über geschlossene Grenzen gegeben hat. Frühe Op-Art-Experimente von Milan Dobes in Bratislava unterstreichen das ebenso wie die Computer-Kunst von Zdenek Sykora in Prag. Die Nonkonformisten in der UdSSR hatten es hinsichtlich der Kommunikation am schwersten. Ihre Kunst ist in der Sammlung durch herausragende Künstler, wie Steinberg, Bruskin u. a. vertreten und stellt die Eigenständigkeit dieser Kunst eindrucksvoll unter Beweis. Querverbindungen, wie sie zwischen den Künstlern in Ost und West in diesen Jahren bestanden, sind bisher noch nie Gegenstand einer systematischen Untersuchung gewesen, in der Sammlung von Hans-Peter Riese werden sie unmittelbar erkennbar. Die Sammlung ist durch den Sammler und seine Interessen sehr individuell geprägt und gibt dennoch einen breiten Überblick über eine Kunstentwicklung auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs, wie er in kaum einem Museum zu sehen ist. Ihren besonderen Charme erhält die Sammlung durch die Freundschaften, die der Sammler mit nahezu allen Künstlern geschlossen hat, und die naturgemäß seine Auswahl geprägt haben. Eduard Beaucamp, der sich in seiner Zeit als Kunst-Ressort-Leiter der FAZ intensiv um die Kunst der DDR und der Mittel-Ost-Europäischen Staaten gekümmert hat, ordnet in seinem einleitenden Essay die Sammlung in den kunsthistorischen Kontext der Zeit ein, der Sammler selber gibt in einem Interview mit der Direktorin des Leopold Hoech Museums in Düren und Herausgeberin des Kataloges, Renate Goldmann, ausführlich Auskunft über seine Zeit in den Ländern, aus denen die meisten Künstler der Sammlung stammen. Die Grafik wird von Roman Zieglgänsberger, Kurator am Museum Wiesbaden, vorgestellt. Im Kunstforum-Ostdeutsche Galerie in Regensburg hat Hans-Peter Riese eine umfangreiche Sammlung von konkreter Kunst bereits im Rahmen der Michaela Riese Stiftung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dieser Katalog und die Ausstellung, die er begleitet, sollen erneut auf eine Zeit aufmerksam machen, in der Dialoge über nahezu geschlossene Grenzen keineswegs zur Selbstverständlichkeit gehört haben.

Produktinformationen

Titel: Dialog über Grenzen
Untertitel: Die Sammlung Riese
Editor:
EAN: 9783868320497
ISBN: 978-3-86832-049-7
Format: Fester Einband
Herausgeber: Wienand Verlag & Medien
Genre: Kunst
Anzahl Seiten: 224
Gewicht: 1010g
Größe: H248mm x B200mm x T28mm
Veröffentlichung: 01.06.2011
Jahr: 2011
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