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Deutsche und Polen: Erinnerung im Dialog

  • Kartonierter Einband
  • 170 Seiten
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Der 1989 begonnene nachbarschaftliche Dialog über die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat nicht nur zur Verbesserung der bilateral... Weiterlesen
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Beschreibung

Der 1989 begonnene nachbarschaftliche Dialog über die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat nicht nur zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen in Europa beigetragen, sondern auch tief gehende Spannungen hervorgerufen. Die Debatten zwischen den benachbarten Nationen haben deutlich gemacht, wie schwer es Deutschen und Polen sowie anderen Europäern fällt, eine gemeinsame Interpretation der jüngsten Geschichte zu erarbeiten, wie sehr die historischen Erfahrungen immer noch einen trennenden Faktor darstellen. So hat sich trotz politischer und ökonomischer Partnerschaft in den letzten Jahren gezeigt, dass die Unterschiedlichkeit der Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg und die Teilung des Kontinents nach 1945, die unterschiedliche Fokussierung auf Ereignisse und Probleme den bilateralen politischen Dialog erschwert. Der vorliegende Band versammelt Beiträge über kollektive Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg und die Teilung des Kontinents sowie über die geschichtspolitischen Diskussionen in Polen und Deutschland nach 1989. Die Autoren analysieren nicht nur den Verlauf der jeweiligen nationalen Geschichtsdebatten, sondern erörtern auch die Frage, ob die Mehrheit der Polen und Deutschen heute an einem Dialog über ihre historischen Erfahrungen überhaupt interessiert ist und wie dieser Erfahrungsaustausch geführt werden kann. Diskutiert wird auch, ob sich trotz der in vielen EU-Ländern zu beobachtenden Rückbesinnung auf die nationale Geschichte eine europäische Identität entwickeln wird oder ob dieser Prozess - entgegen den nach 1989 aufgekommenen Hoffnungen - einer Art "europäischem Kulturkampf" weichen wird. Das Buch dokumentiert eine von der Stiftung Genshagen organisierte Tagung, an der im Februar 2006 Experten aus Deutschland und Polen teilgenommen haben.

Autorentext

ANNA HOFMANN, geb. 1978, Politikwissenschaftlerin, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Genshagen. BASIL KERSKI, geb. 1969, ist Chefredakteur des Deutsch-Polnischen Magazins DIALOG und ehrenamtlicher Geschäftsführer der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bundesverband.



Klappentext

Der 1989 begonnene nachbarschaftliche Dialog über die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat nicht nur zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen in Europa beigetragen, sondern auch tief gehende Spannungen hervorgerufen. Die Debatten zwischen den benachbarten Nationen haben deutlich gemacht, wie schwer es Deutschen und Polen sowie anderen Europäern fällt, eine gemeinsame Interpretation der jüngsten Geschichte zu erarbeiten, wie sehr die historischen Erfahrungen immer noch einen trennenden Faktor darstellen. So hat sich trotz politischer und ökonomischer Partnerschaft in den letzten Jahren gezeigt, dass die Unterschiedlichkeit der Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg und die Teilung des Kontinents nach 1945, die unterschiedliche Fokussierung auf Ereignisse und Probleme den bilateralen politischen Dialog erschwert. Der vorliegende Band versammelt Beiträge über kollektive Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg und die Teilung des Kontinents sowie über die geschichtspolitischen Diskussionen in Polen und Deutschland nach 1989. Die Autoren analysieren nicht nur den Verlauf der jeweiligen nationalen Geschichtsdebatten, sondern erörtern auch die Frage, ob die Mehrheit der Polen und Deutschen heute an einem Dialog über ihre historischen Erfahrungen überhaupt interessiert ist und wie dieser Erfahrungsaustausch geführt werden kann. Diskutiert wird auch, ob sich trotz der in vielen EU-Ländern zu beobachtenden Rückbesinnung auf die nationale Geschichte eine europäische Identität entwickeln wird oder ob dieser Prozess ? entgegen den nach 1989 aufgekommenen Hoffnungen ? einer Art »europäischem Kulturkampf« weichen wird. Das Buch dokumentiert eine von der Stiftung Genshagen organisierte Tagung, an der im Februar 2006 Experten aus Deutschland und Polen teilgenommen haben. ANNA HOFMANN, geb. 1978, Politikwissenschaftlerin, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Genshagen. BASIL KERSKI, geb. 1969, ist Chefredakteur des Deutsch-Polnischen Magazins DIALOG und ehrenamtlicher Geschäftsführer der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bundesverband.

Inhalt
Aus dem Inhalt: Anna Hofmann / Basil Kerski: Vorwort; Persönliche Erinnerung und kollektives Gedächtnis. Laura Hölzlwimmer und Wojciech Szczypka im Gespräch mit Bronislaw Geremek und Richard von Weizsäcker; Markus Meckel: Erinnerung und Aufarbeitung von Geschichte als europäische Aufgabe; Andrzej Przewoznik: Historische Debatten in Polen; Marcin Kula: Polnische Geschichtsdebatten; Feliks Tych: Polnische Geschichtsdebatten, die es nicht gibt; Leon Kieres: Rechtliche Aspekte der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Der Fall Polen 1989-2000; Hermann Schäfer: Erinnern für die Zukunft. Die deutsch-polnischen Kulturbeziehungen im Europa des 21. Jahrhunderts; Matthias Weber: Erinnerung im Dialog. Aktuelle Geschichtsdebatten in Deutschland und Polen; Irena Lipowicz: Das"Zentrum gegen Vertreibungen"- eine Sackgasse; Tanja Dückers: Der 8. Mai 1945 und die jüngere Generation in Deutschland; Malgorzata Dzieduszycka-Ziemilska: Menschen einer Stadt: Breslauer - Wroclawianie; Peter Oliver Loew: Zerstörung, Kontinuität, Erdichtung.Das Kriegsende und der neue Anfang einer alten Stadt; Sebastian Kleinschmidt: Das Tableau der Erinnerung Adam Zagajewski: Erinnern und vergessen. Reflexionen Rudolf von Thadden: Geschichte aus der Perspektive eines Zeitzeugen und Historikers. Persönliche Erfahrungen.

Produktinformationen

Titel: Deutsche und Polen: Erinnerung im Dialog
Editor:
EAN: 9783938400272
ISBN: 978-3-938400-27-2
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Fibre Verlag
Genre: Zeigeschichte (1946 bis 1989)
Anzahl Seiten: 170
Gewicht: 260g
Größe: H214mm x B149mm x T15mm
Veröffentlichung: 01.05.2007
Jahr: 2007