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Chroniken der Nachwelt

  • Kartonierter Einband
  • 211 Seiten
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Der Abgrund ist näher, als wir denken... Die Zukunft kann man weder voraussehen noch aufhalten! Der Pfad, den unsere Zivilisation ... Weiterlesen
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Beschreibung

Der Abgrund ist näher, als wir denken... Die Zukunft kann man weder voraussehen noch aufhalten! Der Pfad, den unsere Zivilisation bereits beschritten hat, lässt allerdings nichts Gutes für die Menschheit von morgen erahnen. Die vier Autoren, die sich in dieser Anthologie zusammengefunden haben, blicken auf höchst unterschiedliche Weise nach ...

Autorentext

Detlef Klewer (geboren 1957) verfasst als Autor Fantasy-, Mystery- Horror-, Steampunk- und Sciencefic­tion-Geschichten und ist seit 2015 auch als Herausgeber im Horrorgenre tätig. Zudem arbeitet er als selbstständiger Coverdesigner, Illustrator und Comiczeichner für verschiedene Verlage.



Leseprobe
Menschen antworten. Und sei es nur, um eine Anweisung auszuführen, die befiehlt, auf Funksprüche zu reagieren. Doch das leise Knistern des Hypercoms sprach eine eigene Sprache. Sibley zuckte die Achseln. Der pockennarbige Kommunikator konnte trotz ausdauernder Kontaktversuche zur Forschungsstation hier auf Beleron kein Lebenszeichen entdecken. Keine Reaktion. Von ungebändigten Wetterkräften gespeist, rasten Sturmböen über eine öde Landschaft, die ein Poet sicher als Vorhof zur Hölle beschrieben hätte. Selbst zwölf hydraulikgefederte Räder vermochten die gewaltigen Bodenunebenheiten nicht völlig abzudämpfen. Das Landefahrzeug hatte die Labore fast erreicht. Heftige Windböen zerrten an ihm, aber fünfzehn Tonnen doppelwandigen Stahls trotzten der ungastlichen Witterung. Die Panzerung versprach zwar hochgradigen Schutz, doch die dreizehn Männer der Kompanie lebten in der Gewissheit, dass es keine einhundertprozentige Sicherheit geben konnte. Beruhigend war: Der Hochleistungsmotor erreichte nicht annähernd die Belastungsgrenze, daher entspannte sich die Besatzung, während sich ihr Fahrzeug stetig dem Ziel näherte. Dichter Staub wirbelte vor der Frontscheibe und begrenzte Krugs Sichtweite auf wenige Meter. Der bullige Fahrer verließ sich zur Bestimmung der Fahrtrichtung längst ausschließlich auf das Radargerät. Pneumatische Bremsen zischten, als Krug das Gefährt stoppte. Sergeant Chambers starrte durch die Sichtscheibe. Der Wind hatte etwas nachgelassen und der Staub sich ein wenig verzogen, sodass Umrisse der Station erkennbar wurden. Die kastenförmigen Laborgebäude erinnerten an überdimensionale Bauklötze, die ein des Spielens überdrüssiges Kind achtlos weggeworfen hatte. Die Soldaten überprüften routinemäßig ihre Schutzanzüge, Ausrüstung und Waffen. Verschlüsse schnappten ein, Dichtungen schlossen sich und Riegel wurden entsperrt. "Also gut, gehen wir rein! V-Formation!", befahl der Sergeant und verließ das Panzerfahrzeug als Erster. Seine Männer folgten ihm. Lichtkegel tragbarer Scheinwerfer betasteten wie Geisterfinger mit bleichem Schein die stumpfen Außenwände. Sibley fütterte die Schaltung der Eingangsschleuse mit dem Geheimcode und fluchte, als sich das Tor nicht öffnen wollte. "Zeit für die Robotschweißer", entschied Chambers. Die Männer schafften unförmige Geräte auf Gleitkissen heran und richteten sie ein. Die Hochleistungslaser begaben sich an die Arbeit. Wenige Minuten später donnerte die herausgeschnittene Stahlplatte der Tür in den Innenraum und gab den Blick frei. Die lässige Haltung der Soldaten beim Anblick der arbeitenden Maschinen wich augenblicklich konzentrierter Wachsamkeit. Innen herrschte unheimliches Zwielicht, die Beleuchtung funktionierte nicht. Nur rote Augen der Notbeleuchtung spendeten sirrend Licht und verwandelten den Korridor mit ihrem feurigen Schein in einen Nebeneingang zum Purgatorium. Keinerlei Lebenszeichen. "Hallo? Jemand zu Hause?", fragte eine unsichere Stimme in dem kläglichen Versuch, einen Scherz zu machen. Es klang wie die ängstliche Frage eines Kindes, ob sich ein Monster unter seinem Bett versteckte. Niemand lachte über Oakes' Bemerkung. Der junge Rekrut war noch ein Fremdkörper im eingespielten Team der Kompanie R des 3. Bataillons im 7. Regiment. Erst seit wenigen Wochen dabei, zu unsicher, zu unerfahren. "Falls es einen Vorfall gab, ist hier nichts davon zu erkennen", sagte Krug. "Alles wirkt intakt. Vielleicht haben sie die Energieversorgung gedrosselt, um Strom für die Lebenserhaltung einzusparen. Na ja, jetzt hocken alle in der Lounge, feiern eine Party und warten darauf, dass wir ihre Ärsche retten." In gespannter Aufmerksamkeit, die Waffen feuerbereit im Anschlag, durchquerten sie den langen Gang. Die Lagertüren rechts und links waren verschlossen. Ohne Zwischenfall erreichten sie die Schleusentür zum Headquarter. Sergeant Chambers winkte Sibley, der sich sofort an die Arbeit begab. Konzentriert prüft

Inhalt
1 - Mammons Diener (Detlef Klewer) 2 - Clash of Intelligences (Christian Künne) 3 - Jagamasch! (Thomas Heidemann) 3.1 - Kapitel 1 - Jagamasch 3.2 - Kapitel 2 - Die Prinzengärten 3.3 - Kapitel 3 - Die Läuferin 3.4 - Kapitel 4 - Der Herr der Tiere 3.5 - Kapitel 5 - Zugriff 3.6 - Kapitel 6 - Alpha 3.7 - Epilog - Richters Land 4 - Seelenfresser (Katharina Groth) 4.1 - 1. Sitzung 4.2 - Zwischenspiel 4.3 - 2. Sitzung 4.4 - Endspiel

Produktinformationen

Titel: Chroniken der Nachwelt
Untertitel: Am Rande des Abgrunds
Schöpfer:
Autor:
EAN: 9783946348153
ISBN: 978-3-946348-15-3
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Eridanus Verlag
Genre: Sonstige Literatur
Anzahl Seiten: 211
Gewicht: 214g
Größe: H190mm x B118mm x T25mm
Jahr: 2017
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