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Der Ring des Nibelungen

  • Fester Einband
  • 104 Seiten
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Leseprobe
Betrachtet man die Figurinen auf den Kostümentwürfen zum "Ring des Nibelungen", die Carl Emil Doepler für die ersten Bayreuther Fe... Weiterlesen
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Beschreibung

Betrachtet man die Figurinen auf den Kostümentwürfen zum "Ring des Nibelungen", die Carl Emil Doepler für die ersten Bayreuther Festspiele von 1876 schuf, sieht man die handelnden Personen der Wagner'schen Musikdramen in der Gestalt, wie sie das späte 19. Jahrhundert gern sah: germanische Helden- und Göttergestalten mit rauschenden Bärten, Speere schwingend und trutzig blickend, die Frauen nicht minder martialisch, nur mit wallenden Gewändern oder - wie im Falle der Rheintöchter - mit allerlei Schlick und Wasserpflanzen dekorativ umwoben. Nicht um eine historisch getreue Wiedergabe des altgermanischen Bekleidungsstils ging es ihm - auch wenn viele Waffen, Geräte und Schmuckstücke nach Vorlagen in den Museen von Kopenhagen, Kiel, Mainz und Berlin gezeichnet wurden -, sondern um die Umsetzung der bildlichen Vorstellungen, die sich das späte 19. Jahrhundert von den Germanen machte. Heute mag vielleicht manches unfreiwillig komisch wirken - die Bedeutung von Doeplers Figurinen ist dennoch kaum zu überschätzen. Sie stellen nicht nur einen Meilenstein in der Geschichte des Kostümbilds dar, sondern haben auch für Jahrzehnte den Aufführungsstil von Ring-Inszenierungen bestimmt und wesentlich zur nationalideologischen Vereinnahmung des Werks beigetragen. Insofern liefert die von Joachim Heinzle besorgte und kommentierte Neuausgabe seines Kostümwerks auch einen Beitrag zur Ideenwelt Richard Wagners (1813-1883) und zum Verständnis der Rezeptionsgeschichte der Ring-Tetralogie.

Autorentext

Carl Emil Doepler (1824-1905) studierte bei Ferdinand Piloty in München und begann 1860 als Kostümzeichner am Theater in Weimar und als Lehrer für Kostümkunde an der dortigen Kunstschule. 1870 wurde er nach Berlin berufen. Er widmete sich vornehmlich der germanischen Mythologie und entwarf mehr als 500 Figurinen für Kostüme zur ersten Inszenierung von Wagners "Ring des Nibelungen" anlässlich der Bayreuther Festspiele 1876.



Klappentext

Betrachtet man die Figurinen auf den Kostümentwürfen zum "Ring des Nibelungen", die Carl Emil Doepler für die ersten Bayreuther Festspiele von 1876 schuf, sieht man die handelnden Personen der Wagner'schen Musikdramen in der Gestalt, wie sie das späte 19. Jahrhundert gern sah: germanische Helden- und Göttergestalten mit rauschenden Bärten, Speere schwingend und trutzig blickend, die Frauen nicht minder martialisch, nur mit wallenden Gewändern oder - wie im Falle der Rheintöchter - mit allerlei Schlick und Wasserpflanzen dekorativ umwoben. Nicht um eine historisch getreue Wiedergabe des altgermanischen Bekleidungsstils ging es ihm - auch wenn viele Waffen, Geräte und Schmuckstücke nach Vorlagen in den Museen von Kopenhagen, Kiel, Mainz und Berlin gezeichnet wurden -, sondern um die Umsetzung der bildlichen Vorstellungen, die sich das späte 19. Jahrhundert von den Germanen machte. Heute mag vielleicht manches unfreiwillig komisch wirken - die Bedeutung von Doeplers Figurinen ist dennoch kaum zu überschätzen. Sie stellen nicht nur einen Meilenstein in der Geschichte des Kostümbilds dar, sondern haben auch für Jahrzehnte den Aufführungsstil von Ring-Inszenierungen bestimmt und wesentlich zur nationalideologischen Vereinnahmung des Werks beigetragen. Insofern liefert die von Joachim Heinzle besorgte und kommentierte Neuausgabe seines Kostümwerks auch einen Beitrag zur Ideenwelt Richard Wagners (1813-1883) und zum Verständnis der Rezeptionsgeschichte der Ring-Tetralogie.

Produktinformationen

Titel: Der Ring des Nibelungen
Untertitel: Carl Emil Doeplers Kostümbilder für die Erstaufführung in Bayreuth
EAN: 9783826230370
ISBN: 978-3-8262-3037-0
Format: Fester Einband
Herausgeber: Reprint Verlag Leipzig
Genre: Bildende Kunst
Anzahl Seiten: 104
Gewicht: 837g
Größe: H324mm x B246mm x T15mm
Veröffentlichung: 01.08.2012
Jahr: 2012
Auflage: Reprint der Originalausgabe Berlin um 1889 08.2012