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Das Bild Griechenlands zwischen Fremd- und Selbstwahrnehmung

  • Kartonierter Einband
  • 204 Seiten
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Im Vorfeld der Olympischen Spiele 2004 in Athen schlugen die Wogen der Kritik an den Ausrichtern in den deutschen Medien zeitweise... Weiterlesen
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Beschreibung

Im Vorfeld der Olympischen Spiele 2004 in Athen schlugen die Wogen der Kritik an den Ausrichtern in den deutschen Medien zeitweise hoch. Die vorliegende Arbeit bietet eine detaillierte Analyse des Griechenlandbildes in der deutschen und der griechischen Presseberichterstattung während der Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele 2004. Es wird außerdem der Frage nachgegangen, ob das derzeitige Image Griechenlands ausschließlich auf der Grundlage der aktuellen Ereignisse konstruiert oder mit durch ältere Images determiniert ist. Zum Autor Denise Busch, 1980 in Koblenz geboren, hat an der Universität Erfurt Kommunikationswissenschaft und Geschichtswissenschaft und an der Università degli Studi di Siena Kulturmanagement studiert. Derzeit arbeitet die Autorin für eine Marketing-Agentur in Köln und Verona.

Leseprobe
EMPIRISCHER TEIL (S. 73-74) 9 Methodik 9.1 Forschungsfragen Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, das in der Presseberichterstattung über die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele 2004 in Athen bestehende Griechenlandbild darzustellen und zu analysieren. Dabei sollen sowohl das deutsche Fremdbild Griechenlands als auch das griechische Selbstbild ermittelt werden. Die zentrale Forschungsfrage dieser Arbeit lautet daher: Welches Medienimage besitzt Griechenland in der deutschen und in der griechischen Presseberichterstattung über die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele 2004 in Athen? Dieser Frage wird anhand einer Inhaltsanalyse deutscher und griechischer Pressemedien nachgegangen. Dabei ist nicht nur die Erhebung von Teilelementen des Griechenlandbildes wie z.B. Stereotypen sinnvoll. Auch die Struktur der Berichterstattung ermöglicht Rückschlüsse auf den Aufbau des nationalen Bildes. So kann beispielsweise analysiert werden, ob die von den Zeitungen genutzten Informationsquellen das mediale Griechenlandimage unterschiedlich prägen. Einen Schwerpunkt bildet der Vergleich der von den einzelnen Medien entworfenen Bilder . Jedes Medium konstruiert entsprechend seiner redaktionellen Linie seine eigene mediale Realität und folglich auch sein eigenes Griechenlandbild. Es ist daher zu vermuten, dass nicht nur ein mediales Selbstbild bzw. Fremdbild existiert, sondern für jedes Medium ein eigenes. Um dem nachzugehen, werden als Untersuchungsmaterial unterschiedliche Pressemedien ausgewählt, die Kriterien hierzu sind in Kapitel 9.2 näher beschrieben. Sollten Unterschiede zwischen den Selbstbildern und den Fremdbildern Griechenlands erkennbar sein, wird versucht, diese unter Bezug auf die Nachrichtenauswahltheorien und im Falle der deutschen Medien auf die Strukturmerkmale der Auslandsberichterstattung zu erklären. Es ist außerdem ein Ziel, Aussagen über den Wirklichkeitsgrad der entworfenen Griechenlandbilder zu treffen . Aufschluss hierüber geben nach der Theorie des Rekonstruktivismus Übereinstimmungen und Differenzen der Konstruktionen. Übereinstimmungen lassen dabei einen hohen Wirklichkeitsgrad vermuten, Differenzen einen niedrigen. Im Zentrum des Interesses steht des Weiteren die Frage, ob Teile der Tiefenstruktur des Griechenlandbildes im medialen Griechenlandbild während der Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele 2004 erkennbar sind. Zur Beantwortung der Frage werden die Ergebnisse der Inhaltsanalyse mit den in der Darstellung der historischen Entwicklung des Griechenlandbildes gefundenen Bildelementen gegenübergestellt und nach Parallelen gesucht. 9.2 Auswahl des Untersuchungsmaterials Wie in den Forschungsfragen deutlich geworden ist, soll die Presseberichterstattung in Deutschland und Griechenland bezüglich der Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele 2004 in Athen untersucht werden. Da aus forschungsökonomischen Gründen nicht die gesamte Presse analysierbar ist, muss man hier eine Auswahl treffen. Für die deutsche Presse fiel die Wahl auf die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), auf den Spiegel und auf die BILD. Alle drei verbreiten ihre Produkte überregional156 und haben eine hohe Auflagenzahl, was ihnen eine hohe Reichweite garantiert. Gleichzeitig stellen sie unterschiedliche Genres dar und bedienen unterschiedliche Leserschaften, weshalb sich hier Differenzen in der Darstellung Griechenlands vermuten lassen. Die FAZ und der Spiegel sind zwar beide überregionale Qualitätszeitungen, doch ergeben sich für die FAZ als Tageszeitung andere Möglichkeiten der Berichterstattung als für den Spiegel als Wochenzeitung. Während erstere tagesaktuell und in einem breiteren Nachrichtenstrom berichtet, setzt der Spiegel inhaltliche Schwerpunkte und vertieft diese in analys

Inhalt
1;Vorwort zur Buchreihe Internationale und interkulturelle Kommunikation ;6 2;Danksagung;8 3;Inhaltsverzeichnis;10 4;Einleitung;14 5;THEORETISCHER TEIL;20 5.1;1 Terminologie der Einstellungsforschung;20 5.1.1;1.1 Image;21 5.1.2;1.2 Nationenbild;22 5.1.3;1.3 Stereotyp;24 5.1.4;1.4 Vorurteil;25 5.2;2 Konstruktivismus;28 5.2.1;2.1 Basisannahmen des Konstruktivismus;28 5.2.2;2.2 Massenmedien und Konstruktivismus;29 5.3;3 Sozial- und kulturwissenschaftlicher Rekonstruktivismus;31 5.4;4 Selektionsmechanismen der Medienberichterstattung: Nachrichtenauswahltheorien;34 5.4.1;4.1 Gatekeeper-Forschung;34 5.4.2;4.2 News-Bias-Forschung;36 5.4.3;4.3 Nachrichtenwerttheorie;36 5.4.4;4.4 Framing-Konzept;38 5.5;5 Strukturmerkmale der Auslandsberichterstattung;40 5.6;6 Die Rolle von Massenmedien bei der Konstruktion von Nationenbildern;44 5.7;7 Fazit;46 5.8;8 Die historische Entwicklung des Griechenlandbildes;49 5.8.1;8.1 Das Nord-Süd Gesetz und das West-Ost Gesetz;50 5.8.2;8.2 Der Wandel des Griechenlandbildes in Deutschland: Eine chronologische Darstellung;52 5.8.2.1;8.2.1 Die langsame Abkehr vom Feindbild: Das 18. Jahrhundert;52 5.8.2.2;8.2.2 Die Zeit des Philhellenismus: Wende zu und Beginn des 19. Jahrhunderts;53 5.8.2.3;8.2.3 Das 19. Jahrhundert;54 5.8.2.3.1;8.2.3.1 Das Land der Griechen mit der Seele suchend 122: Reiseberichte deutscher Autoren;54 5.8.2.3.2;8.2.3.2 Griechenland als Teil des Balkans;55 5.8.2.4;8.2.4 Der Balkan: Das Pulverfass Europas. Die Wahrnehmung Griechenlands zu Beginn des 20. Jahrhunderts;56 5.8.2.5;8.2.5 Das Griechenlandbild vor und während des Zweiten Weltkrieges: Die Griechen als Untermenschen;57 5.8.2.6;8.2.6 Das Griechenlandbild nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute;57 5.8.2.7;8.2.7 Analyse von Konversationslexika;59 5.8.2.8;8.2.8 Zusammenfassung der Analyseergebnisse;68 5.8.3;8.3 Das Selbstbild Griechenlands;70 6;EMPIRISCHER TEIL;74 6.1;9 Methodik;74 6.1.1;9.1 Forschungsfragen;74 6.1.2;9.2 Auswahl des Untersuchungsmaterials;75 6.1.2.1;9.2.1 Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ);76 6.1.2.2;9.2.2 Der Spiegel;76 6.1.2.3;9.2.3 BILD;77 6.1.2.4;9.2.4 Athener Zeitung;79 6.1.2.5;9.2.5 Samplebildung;80 6.1.3;9.3 Untersuchungsdesign;81 6.1.3.1;9.3.1 Allgemeine Inhaltsanalyse;81 6.1.3.1.1;9.3.1.1 Themenanalyse;81 6.1.3.1.2;9.3.1.2 Kategorienschema;83 6.1.3.2;9.3.2 Fokussierte qualitative Inhaltsanalyse;86 6.2;10 Datenauswertung;88 6.2.1;10.1 Prüfung der Datenqualität;88 6.2.2;10.2 Quantitative Datenauswertung;90 6.2.2.1;10.2.1 Gesamtzahl relevanter Artikel;90 6.2.2.2;10.2.2 Umfang;90 6.2.2.3;10.2.3 Berichtsform;92 6.2.2.4;10.2.4 Informationsquelle;92 6.2.2.5;10.2.5 Land/Handlungsort;96 6.2.2.6;10.2.6 Landesbezug;97 6.2.2.7;10.2.7 Akteur/Handlungsträger;98 6.2.2.8;10.2.8 Themen der Berichterstattung;101 6.2.2.9;10.2.9 Berichterstattungstrend;102 6.2.2.10;10.2.10 Bewertung;103 6.2.2.10.1;10.2.10.1 Trend Ereignisvalenzen;103 6.2.2.10.2;10.2.10.2 Negativitätsanalyse;104 6.2.2.10.3;10.2.10.3 Objektivitätsanalyse;105 6.2.2.10.4;10.2.10.4 Neutralitätsanalyse;106 6.2.3;10.3 Qualitative Datenauswertung;109 6.2.3.1;10.3.1 Qualitative Auswertung der Daten zum Thema Vorbereitungen für Athen 2004 ;109 6.2.3.2;10.3.2 Qualitative Auswertung der Daten zum Thema Bewerbung um die Olympischen Spiele 2004 ;123 6.2.3.3;10.3.3 Qualitative Auswertung der Daten zum Thema Wirtschaft ;132 6.2.3.4;10.3.4 Qualitative Auswertung der Daten zum Thema Sicherheit ;142 6.2.3.5;10.3.5 Qualitative Auswertung der Daten zum Thema Kultur ;151 6.2.4;10.4 Zusammenfassende Darstellung der Stereotype in der Berichterstattung der vier untersuchten Zeitungen;158 6.2.5;10.5 Vergleich des Medienbildes Griechenlands während der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2004 mit den historischen Griechenlandbildern;164 7;Abschließende Betrachtungen;168 8;Bibliografie;177 9;Online-Quellen;187 10;Anhang;188 10.1;Anhang I: Weitere Graphiken zur quantitativen Datenauswertung;189 10.2;Anha

Produktinformationen

Titel: Das Bild Griechenlands zwischen Fremd- und Selbstwahrnehmung
Untertitel: Eine Untersuchung der deutschen und der griechischen Presseberichterstattung über die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele 2004 in Athen
Autor:
EAN: 9783865960399
Format: Kartonierter Einband
Hersteller: Frank & Timme
Genre: Politikwissenschaft
Anzahl Seiten: 204
Gewicht: 260g
Größe: H210mm x B11mm x T148mm
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