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Das technische Bild

  • Fester Einband
  • 231 Seiten
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Wissenschaftliche Bilder prägen die Ergebnisse und Einsichten, welche sie darstellen, immer auch konstruktiv. Die Wiedergabe einer... Weiterlesen
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Beschreibung

Wissenschaftliche Bilder prägen die Ergebnisse und Einsichten, welche sie darstellen, immer auch konstruktiv. Die Wiedergabe einer Beobachtung mittels Bildern mag noch so mechanisch oder überindividuell in ihrer Erscheinung anmuten, immer zeigen sich in ihr auch Stile einer Zeit, eines Geräts, eines Denkens, eines Forscherkollektivs. Naturwissenschaftler, Mediziner und Techniker lassen ein spezifisches Wissen und Können in ihre Bilder einfließen, das auf Wirkung von Bildern und Erkenntnis durch sie, auf Evidenz angelegt ist und auf der originären Logik der bildlichen Form gründet. Das Buch zeigt einerseits, inwiefern kunsthistorische Methoden und Begriffe für eine Betrachtung wissenschaftlicher Bildwelten fruchtbar gemacht werden können. Andererseits werden die kunsthistorischen Ansätze anhand von Leitbegriffen und Methoden der aktuellen Wissenschaftsforschung überprüft und ergänzt. In der vielstimmigen Debatte der letzten Jahre um epistemische Bilder sucht der Band Begriffe zu entwickeln, die nicht theoretisch deduziert, sondern am Material der Bilder selbst entwickelt sind. Hierdurch erweist sich, wie unterschiedlich die Leistungsmerkmale von Bildern in den jeweiligen Zeiten, Disziplinen und Funktionen sind und welche vielfältigen Möglichkeiten sie liefern, Erkenntnisse, Beobachtungen oder Theorien sowohl zu erzeugen wie auch evident zu machen. Hierzu vereint der Band themenübergreifende Artikel, Begriffsbestimmungen und stichprobenartige Fallstudien zu einem Handbuch. Die Fallstudien zu fünfhundert Jahren Bildgeschichte in den Wissenschaften reichen von Sammlungszeichnungen des 16. Jahrhunderts über Darstellungen von Musikautomaten und frühe Röntgenbilder bis zur Nanomikroskopie und den Interfaces von Computern. Verfasst von der Forschergruppe "Das Technische Bild" der Humboldt-Universität zu Berlin, stellt der Band zugleich auch die Ergebnisse der im Jahr 2000 gegründeten Abteilung in gebündelter Form vor.

Autorentext
Horst Bredekamp, Jahrgang 1947, ist Professor für Kunstgeschichte an der Universität Hamburg, seit 1993 an der Berliner Humboldt-Universität und seit 2003 Permanent Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Er war Fellow des Institute of Advanced Study in Princeton, des Wissenschaftskollegs in Berlin, des Getty Center in Los Angeles und des Collegiums Budapest. Er wurde 2000 mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa ausgezeichnet.

Klappentext

Wissenschaftliche Bilder prägen die Ergebnisse und Einsichten, welche sie darstellen, immer auch konstruktiv. Die Wiedergabe einer Beobachtung mittels Bildern mag noch so mechanisch oder überindividuell in ihrer Erscheinung anmuten, immer zeigen sich darin auch Stile einer Zeit, eines Geräts, eines Denkens, eines Forscherkollektivs. Naturwissenschaftler, Mediziner und Techniker lassen ein spezifisches Wissen und Können in ihre Bilder einfließen, das auf Wirkung von Bildern und Erkenntnis durch sie, auf Evidenz angelegt ist und auf der originären Logik der bildlichen Form gründet. Das Buch zeigt einerseits, inwiefern kunsthistorische Methoden und Begriffe für eine Betrachtung wissenschaftlicher Bildwelten fruchtbar gemacht werden können. Andererseits werden die kunsthistorischen Ansätze anhand von Leitbegriffen und Methoden der aktuellen Wissenschaftsforschung überprüft und ergänzt. In der vielstimmigen Debatte der letzten Jahre um epistemische Bilder sucht der Band Begriffe zu entwickeln, die nicht theoretisch deduziert, sondern am Material der Bilder selbst entwickelt sind. Hierdurch erweist sich, wie unterschiedlich die Leistungsmerkmale von Bildern in den jeweiligen Zeiten, Disziplinen und Funktionen sind und welche vielfältigen Möglichkeiten sie liefern, Erkenntnisse, Beobachtungen oder Theorien sowohl zu erzeugen wie auch evident zu machen. Hierzu vereint der Band themenübergreifende Artikel, Begriffsbestimmungen und stichprobenartige Fallstudien zu einem Handbuch. Die Fallstudien zu fünfhundert Jahren Bildgeschichte in den Wissenschaften reichen von Sammlungszeichnungen des 16. Jahrhunderts über Darstellungen von Musikautomaten und frühe Röntgenbilder bis zur Nanomikroskopie und den Interfaces von Computern. Verfasst von der Forschergruppe "Das Technische Bild" der Humboldt-Universität zu Berlin, stellt der Band zugleich auch die Ergebnisse der im Jahr 2000 gegründeten Abteilung in gebündelter Form vor.

Zusammenfassung
"The compendium functions as an eye-opener for the impact of technology on scientific images and deserves a wide readership." Sabine Brauckmann, in: History of Philosophy and Life Sciences, 34 (2012) 4, S. 638-640 "The large quantity and fine quality of illustrations, most of which colour, makes the book a variegated encyclopedia, a sort of scientific image atlas, coming from different fields of research, periods and disciplines. Moreover the high quality of texts and the rich and updated bibliography make the volume an important instrument for all the scholars interested in the problem of images, whether scientists or art historians, philosophers or scientists." Elena Canadelli in: NUNCIUS - Journal of the History of Science, vol. XXV (2010) 1, S. 164f. "Der Band zeichnet sich durch eine Homogenität der Beiträge und die Erweiterung der Perspektive bei der Betrachtung visueller Dokumente aus." Sigrid Gaisreiter in: Kunstbuchanzeiger, 16. März 2011 "In der Verbindung methodologischer Reflexion, Skizzierung zentraler Analyseinstrumentarien und Fallstudien ermöglicht der Band nicht nur einen umfassenden Einblick in die Forschungsperspektiven und -ergebnisse des Berliner Projekts, sondern kann zudem als Nachschlagewerk wie auch als Materialsammlung für die Lehre zu naturwissenschaftlichen Visualisierungen dienen." Christine Hanke in: ZfM - Zeitschrift für Medienwissenschaft, Heft 2, 1/2010 "exzellent bebildert, materialreich und bietet interessante Beispiele quer durch die Wissenschaftsgeschichte" Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3. Juni 2009

Leseprobe
Bilddiskurse. Kritische Überlegungen zur Frage, ob es eine allgemeine Bildtheorie des naturwissenschaftlichen Bildes geben kann (S. 30-31) Gabriele Werner Es gibt keine allgemeine Bildtheorie des naturwissenschaftlichen Bildes, aber auch kein anderer Gegenstand ist vergleichbar geeignet, um die Anliegen dieser Universalisierung kritisch zu kommentieren. Unter den Visualisierungen aus den Bereichen der Naturwissenschaften ist schon die Bezeichnung "Bild" für viele Formen der nicht-schriftlichen Wissensvermittlungen wenig mehr als ein Stellvertreterbegriff. Informationen werden über Präparate und Modelle ebenso wie über Diagramme, über Zeichnungen oder über eine Fotografie, über Computergrafiken ebenso wie über Animationen vermittelt, und sie werden von der Wissenschaftsgeschichte als Teil der materiellen Kultur der Wissensproduktion verstanden. Deshalb ist die Funktion dieser visuellen Dokumente, und damit zusammenhängend die Art der Information, die sie vermitteln sollen, abhängig von dem Kontext, in dem sie erscheinen. Sie können Werkzeug oder Lehrmittel, Werbung oder (als historischer Bestand) Kunststück ebenso sein wie Dokumente eines Wissensstreits oder Zeugnisse einer Wissensgeschichte, sie können Vermittlungsobjekte zwischen einem Fachdiskurs und seiner populären Nacherzählung sein oder aber temporären Gebrauchswert in der Zirkulation von Wissen in Laboratorien und Forschungseinrichtungen haben. Es gibt dauerhafte, mittelfristige und flüchtige Wissensträger, abhängig von den materiellen, technischen und technologischen Mitteln der Bilderzeugung. Verändern sich die Mittel der Darstellung, wandelt sich das Aussehen einer Sache – und die Frage, ob sich dann auch die Sache selbst verändert, führt mitten hinein in das Problem. Der vorherrschende Anspruch an naturwissenschaftliche Bilder ist, dass sie keine reinen Schöpfungen des menschlichen Geistes sind, sondern auf Naturerkenntnis oder Naturbeobachtung verweisen. Von ihnen wird eine begründete Referenz auf eine Theorie, eine experimentelle Praxis, eine Technik oder Technologie und auf einen Wissensdiskurs erwartet, weil naturwissenschaftlichen Bildern und Objekten Evidenz unterstellt wird. Sie zeigen etwas oder machen etwas sichtbar, das sowohl außerhalb ihrer selbst existiert als auch durch sie entsteht. Na- turwissenschaftliche Bilder und Objekte repräsentieren, und dies eben nicht nur in der Wortbedeutung des Herstellens, sondern auch des Darstellens, weshalb sie mit der Erwartung gesehen werden, dass die gezeigten Informationen für andere überprüfbar und wiederholbar sowie hinsichtlich ihres gestischen, apparativen und theoriegeleiteten Zustandekommens nachvollziehbar sind. In diesem Sinne sind naturwissenschaftliche Bilder und Objekte immer technisch. Stand der Bildtheorien ... Die Fülle der heutigen Bildtheorien lässt sich ohne die sie begleitende Rede über die "turns" nicht verstehen. Der Grund liegt nicht darin, dass es zur rhetorischen Notwendigkeit geworden ist, Bildtheorien mit einem Verweis auf eine ikonische oder piktorale Wende oder eine Wende zur Sichtbarkeit einzuleiten. Vielmehr haben die Erläuterungen dazu, welches Phänomen mit dem jeweils verwendeten Begriff von einem "turn" oder von "Sichtbarkeit" beschrieben werden soll, die Theorien zum Bild hervorgebracht. Während also mit der modischen Rede über eine Wende zum Bildlichen oder zur phänomenologisch verstandenen Sichtbarkeit verkürzend das generelle und unübersichtlich gewordene Anwachsen von Bildmassen beschrieben wird, geht es um weit mehr. Mit den "turns" wird ein Bildbegriff konstituiert, der das Wesen des Bildl

Inhalt
1;Inhaltsverzeichnis;7 2;Editorial: Das Technische Bild;9 3;Methodik;14 3.1;Bildbefragungen. Technische Bilder und kunsthistorische Begriffe;15 3.2;Bilddiskurse. Kritische Überlegungen zur Frage, ob es eine allgemeine Bildtheorie des naturwissenschaftlichen Bildes geben kann;31 3.3;Bildbeschreibungen. Eine Stilgeschichte technischer Bilder?;37 3.4;Zellbilder. Eine Kunstgeschichte der Wissenschaft;55 4;Fallstudien;68 4.1;Interaktion mit Bildern. Digitale Bildgeschichte am Beispiel grafischer Benutzeroberflächen;69 4.2;Bildtradition und Differenz. Visuelle Erkenntnisgewinnung in der Wissenschaft am Beispiel der Rastertunnelmikroskopie;87 4.3;Bilderreihen der Technik. Das Projekt Technik im Bild um 1930 am Deutschen Museum;101 4.4;Interpretation und Illusion. Pro- bleme mit teleskopischen Bildern am Beispiel der Marskanäle;121 4.5;Röntgenblick und Schattenbild. Zur Spezifik der frühen Röntgenbilder und ihren Deutungen um 1900;137 4.6;Mikrofotografische Beweisfüh- rungen. Max Lautners Neubau der holländischen Kunstgeschichte auf dem Fundament der Fotografie;154 4.7;Zeichnen mit der Camera lucida. Von instrumenteller Wahrhaftigkeit und riesenhaften Bleistiften;169 4.8;Programmierte Bilder. Notationssysteme der Weberei aus dem 17. und 18. Jahrhundert;183 4.9;Frühneuzeitliche Bilder von Musikautomaten. Zu Athanasius Kirchers Trompe- l oreille- Kontemplationen in den Quirinalsgärten von Rom;199 4.10;Zeichnung und Naturbeobachtung. Naturgeschichte um 1600 am Beispiel von Aldrovandis Bildern;213 5;Bibliografie;225 6;Die Autoreninnen und Autoren;231

Produktinformationen

Titel: Das technische Bild
Untertitel: Kompendium zu einer Stilgeschichte wissenschaftlicher Bilder
Editor:
EAN: 9783050044965
ISBN: 978-3-05-004496-5
Format: Fester Einband
Herausgeber: Akademie Verlag GmbH
Genre: Kunst
Anzahl Seiten: 231
Gewicht: 687g
Größe: H245mm x B195mm x T20mm
Veröffentlichung: 22.10.2008
Jahr: 2008
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