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Yan Chi Gong

  • Kartonierter Einband
  • 251 Seiten
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Leseprobe
Die Wiederentdeckung einer alten Shaolin-Tradition Im Jahre 1963 beschloss Großmeister Dàomíng Xióng, sein Wissen über das Yàn Chí... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Wiederentdeckung einer alten Shaolin-Tradition Im Jahre 1963 beschloss Großmeister Dàomíng Xióng, sein Wissen über das Yàn Chí Gng schriftlich festzuhalten. Im Jahre 2012 gestattete Li Zhènghuá, Meister Xióngs geistiger Erbe, die Erstveröffentlichung des Manuskripts in deutscher Sprache. Sein Schüler Maik Albrecht übersetzte den Text und kommentierte ihn gemeinsam mit Frank Rudolph. Das Yàn Chí Gng ist ein in sich geschlossenes Übungssystem (gng bzw. qìgng), das anderthalb Jahrtausende lang nur Eingeweihten im Shaolin-Kloster bekannt war und schließlich fast vollkommen in Vergessenheit geriet. Es zielt darauf ab, eine nachhaltige innere Stärke von Körper und Geist und lebenslange Gesundheit zu entwickeln. Die Übungen werden im Buch auf nachvollziehbare Weise in Text und Bild dargestellt. Die einfacheren Übungen sind für Menschen, die einen Ausgleich zu vorwiegend sitzenden Tätigkeit suchen, bestens geeignet. Darüber hinaus ist das Yàn Chí Gng ein hocheffektives, über Jahrhunderte erprobtes Trainingssystem für Kampfkünstler, das den Körper als Ganzes trainiert - einschließlich der inneren Organe und des Bindegewebes -, ohne ihn dabei zu verschleißen, wie oft im Leistungssport der Fall. Der Körper gewinnt durch die Übungen an Ausdauer, Kraft und Geschmeidigkeit. Neben den eigentlichen Übungen wird auch das dahinterstehende Gedankengebäude des Daoismus tiefgründig erläutert, von der Schöpfungslehre über Medizin bis hin zur Sexualkunde.

Autorentext

"Dàomíng Xióng (ca. 1900-1986) war ein Großmeister der chinesischen Kampfkünste (Wushu). Er entstammte einer sehr armen Familie. Im Alter von fünf Jahren ließen ihn seine Eltern im Stich, und er musste sich als Straßenkind zu behaupten lernen. Eines Tages bettelte er einen Mann an, der sich später als einer der letzten Xiákè des alten China, ein "fahrender Ritter", entpuppte. Sein Name war Yáng Zu?nkuí. Diesem gefiel das Selbstbewusstsein des Kindes, und er nahm ihn als Schüler in seinen kleinen Begleittrupp auf. Yáng Zu?nkuí war nicht nur ein außerordentlicher Meister der alten Kampfkünste, sondern darüber hinaus ein universell gebildeter Mann. Er war bewandert in Religion, Philosophie, Heilkunde, Kalligraphie und selbst in der Kochkunst. Er und sein Schülertrupp waren auf dem Gebiet des Begleitschutzes tätig. Zu den wertvollsten Dingen, die er Dàomíng Xióng lehrte, gehören das Trainingssystem und die Philosophie des Yàn Chí G?ng. Nach dem Tode seines Meisters ließ Xióng sich in Wuhan nieder. Dort wurde er der Lehrer Li Zhènghuás (geb. 1953), der seinerseits seit 2001 der Lehrer von Maik Albrecht ist. Maik Albrecht, Jahrgang 1981, praktiziert seit mittlerweile zwei Jahrzehnten die verschiedensten östlichen und westlichen Kampfkünste. Mit 20 Jahren ging er nach China und studierte dort chinesische Kampfkunst bei den letzten noch lebenden Meistern des alten Wushu. 2006 gewann er als einziger Ausländer in der chinesischen Profigruppe eine Goldmedaille bei der Wushu-Weltmeisterschaft in Zhengzhou. Im selben Jahr erhielt er den 4. Meistergrad (Wushu Duan) und war zu dieser Zeit der jüngste Ausländer mit einer solch hohen Graduierung. Albrecht besitzt einen Abschluss in Sinologie von der Universität Wuhan, die zu den besten der Welt gehört. Maik Albrecht ist heute einer der führenden Chinaexperten und Kenner der chinesischen Kampfkünste weltweit. Er trainierte als einer der ersten Ausländer in China sogar Chinesen, unter anderem Mitglieder chinesischer SWAT-Einheiten. Das ARD hat 2008 einen Dokumentarfilm über sein Leben in China gedreht: "Herr Albrecht macht Wushu - Ein Deutscher kämpft in China." In China, wo er selbst von den Meistern der alten Generation als Kenner und Könner des Wushu anerkannt wird, gibt es zahlreiche Veröffentlichungen über ihn. 2009 drehte das chinesische Staatsfernsehen eine mehrteilige Dokumentation über sein Leben mit der Kampfkunst. Maik Albrecht lebt in Wuhan, China. Er ist mit der Tochter seines Shifu (Lehrer-Vater) Li Zhenghua verheiratet. Frank Rudolph, Jahrgang 1969. Nach mehreren Ausbildungen absolvierte er von 1993 bis 1996 ein Journalistikstudium. Tätigkeit als freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen und Magazinen. Seit 1992 Veröffentlichungen über Philosophie, Geschichte, Kampfkunst und Kultur mit den Schwerpunkten Asien und vergleichende Geschichte. Mehrere Studienreisen führten ihn nach China. Er verfasst Belletristik, Lyrik und Essays, des weiteren Biographien und Fachtexte zu den unterschiedlichsten Themen. Er lebt in Wolfsburg. Frank Rudolph praktiziert verschiedene europäische und asiatische Kampfkünste. Gemeinsam mit Maik Albrecht gründete er das Albrecht-Rudolph Institute of Martial Arts Research (ARIOMAR)."



Leseprobe
Über das allgemeine Ziel der Übungen schreibt Xióng Dàomíng: Der menschliche Körper sollte ein straffes, elastisches und einheitliches Gewebe sein, bei dem jede Sehne und jedes Band bis in die letzte Faser gedehnt ist. Das Blut kann dann auch im Alter frei bis in die Spitzen der Gliedmaßen fließen. Und über die Gruppe der Übungen 1 bis 7, die den ersten Teil des Yàn Chí Gng ausmachen, schreibt er: Es geht darum, die Schlüsselfunktionen der Haut und des Gewebes zu stärken und Haut und Gewebe gesund zu machen. Der Nutzen dieser Übung sind das Stärken der Knochen und das Ernähren der Haut und des Muskelgewebes. Der erste Teil des Yàn Chí Gng verhindert ein Schwinden und Verkalken der Knochen und hält das gesamte Knochensystem und den Bewegungsapparat gesund und stark, so dass man auch Schläge aushalten kann. Interessant an diesem Text ist die Tatsache, dass der Körper als einheitliches Gewebe betrachtet wird, das es zu dehnen, zu stärken und zu ernähren gilt. Was die Wissenschaft im Westen heute erst langsam versteht, ist in China schon seit langem bekannt. Die wirkliche Kraft kommt aus dem Bindegewebe (den Faszien). Besonders augenfällig wird dies bei Tieren, die viel springen, wie Springmäuse, Gazellen, Känguruhs. Diese erreichen manchmal unglaubliche Höhen und Weiten, die sich allein durch Muskelkraft nicht erklären lassen. Diese Tiere speichern die für den Sprung erforderliche Energie in ihren Sehnen und Bändern. Die Muskeln geben den Impuls, diese Kraft freizugeben. Nur so sind diese Leistungen zu erreichen. Auch Katzen sind geschmeidig und schnell, weil sie mit ihrem Bindegewebe arbeiten und Frösche springen so hoch, weil ihr Gewebe stark ist. Alle wildlebenden Tiere sind uns - zumindest relativ betrachtet - körperlich überlegen, weil ihre Bindegewebe besser trainiert sind. Wir Menschen verlieren durch unsere Lebensweise viel von unseren Fähigkeiten. Dies kann nur durch ein regelmäßiges Training des Bindegewebes kompensiert werden. Die Stellung wòyú (), welche der Großmeister Xióng Dàomíng auf Foto 170 ausführt, kann ein Mensch ohne trainierte, geschmeidige Faszien unmöglich einnehmen, schon gar nicht in vorgerücktem Alter. Man kann gut erkennen, dass der Meister ein sehr sehniger Mann war und keine großen Muskelpakete besaß. Die chinesischen Meister haben schon vor langer Zeit verstanden, dass die Faszien der entscheidende Kraftleiter sind. Durch die Übungen des Yàn Chí Gng wird die Dermis gestärkt und gesund erhalten. In der Dermis sind die Blut- und Lymphgefäße eingebettet. Die Haarwurzeln, Hautdrüsen und Sinnesrezeptoren befinden sich ebenfalls direkt innerhalb der Dermis. Auch Abwehrzellen sind in ihr enthalten. Die elastischen Fasern, aus denen sie besteht, sind für die Geschmeidigkeit und Anpassungsfähigkeit der Haut verantwortlich. Im Alter lässt ihre Elastizität stark nach. Außerdem bewirkt die Spannung der Faserbündel, dass bei Verletzungen der Haut die Wundränder auseinander klaffen. Bei alten Menschen sieht man in der Haut oft sogenannte Besenreiser. Die Haut trocknet aus, und das Transportsystem funktioniert nach und nach immer schlechter. Doch selbst bei jüngeren Menschen, die auf ungesunde Weise leben, lässt sich so etwas oft beobachten. Über die Haut scheiden wir "Abfallprodukte" des Körpers aus (Schweiß), und ein - wenn auch sehr geringer - Teil der Atmung erfolgt über sie. Je gesünder unsere Haut ist, desto besser werden wir uns fühlen. Zudem wird durch die Übungen des Yàn Chí Gng die Haut weich und straff; auch die besten Hautpflegeprodukte können ein solches Ergebnis auf Dauer nicht bewirken. Meister des wshù, wie beispielsweise mein Lehrer Li Zhènghuá, bewahren sich bis in Alter eine elastische, gesunde und jugendlich wirkende Haut, starke Sehnen und Adern. Ihre Blutgefäße sind vollkommen intakt. Das liegt keineswegs an einer günstigen Veranlagung, sondern liegt einzig und allein an den richtigen Trainingsmethoden.

Inhalt

"Vorwort Teil 1 - Einleitung G?ng, qìg?ng und Yàn Chí G?ng Meditation Willst du lange leben, lebe langsam Der menschliche Körper und das Universum Teil II - Das Yàn Chí G?ng Vorbemerkung Die Herkunft des Yàn Chí G?ng Für wen und wozu ist Yàn Chí G?ng geeignet? Was heißt Yàn Chí G?ng? Der Inhalt der Tafeln und der Ablauf der Übungen Teil III - Die Kalligraphien von Meister P?n Die Übersetzung der Tafeln"

Produktinformationen

Titel: Yan Chi Gong
Untertitel: Eine fast vergessene Shaolin-Tradition
Autor:
Schöpfer:
Übersetzer:
EAN: 9783938305751
ISBN: 978-3-938305-75-1
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Palisander Verlag
Genre: Kampfsport
Anzahl Seiten: 251
Gewicht: 467g
Größe: H208mm x B146mm x T20mm
Veröffentlichung: 23.09.2014
Jahr: 2014
Auflage: 1. Aufl.
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