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Sektorenübergreifende Versorgung durch klinikgestützte Gesundheitszentren

  • Kartonierter Einband
  • 135 Seiten
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Die Schaffung und Sicherstellung eines bedarfsgerechten Versorgungsangebotes für alle Bürgerinnen und Bürger sollte zentrales Ziel... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Schaffung und Sicherstellung eines bedarfsgerechten Versorgungsangebotes für alle Bürgerinnen und Bürger sollte zentrales Ziel eines patientenorientierten Gesundheitssystems sein. Die Erreichung dieses Ziels wird allerdings durch die strikte Trennung der Sektoren und eine daraus resultierende unterschiedliche Sicherstellungs- bzw. Versorgungsverantwortung vielfach gefährdet. Deshalb erscheint eine Überwindung der Sektorengrenzen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung durch eine integrierte Versorgung und Lösung von Schnittstellenproblemen durchaus sinnvoll. Vor dem Hintergrund zukünftiger Herausforderungen für das deutsche Gesundheitssystem sind innovative Modelle gefragt, um die Gesundheitsversorgung - insbesondere in ländlichen Regionen - langfristig zu sichern. International sind sektorenübergreifende Versorgungsstrukturen bereits erfolgreich etabliert. In Deutschland ist mit dem Gesundheitszentrum Glantal in Rheinland-Pfalz im Jahr 2015 das erste klinikgestützte sektorenübergreifende lokale Gesundheitszentrum entstanden. Das vorliegende Buch berichtet von ersten Erfahrungen und untersucht potenzielle Erfolgsfaktoren sektorenübergreifender Gesundheitsmodelle. Darüber hinaus werden Wege aufgezeigt, wie Krankenhäuser gemeinsam mit weiteren Gesundheitsakteuren der Region als Knotenpunkte regionaler Versorgungsstrukturen agieren können.

Autorentext

Daniel Böhm, M.A., wurde 1988 in Torgau geboren. Sein Studium der Gesundheitsökonomie an der Hochschule Ludwigshafen am Rhein schloss er im Jahr 2013 erfolgreich ab. Durch seine Tätigkeit im rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium sammelte der Autor bereits während des Studiums umfassende praktische Erfahrungen im Gesundheitswesen. Sein berufsbegleitendes Masterstudium im Bereich "Management von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen" beendete er im Jahr 2017. Heute arbeitet der Autor in leitender Tätigkeit im Krankenhausbereich und gilt als anerkannter Experte für sektorenübergreifende Gesundheitsversorgung auf dem Land.



Leseprobe
Textprobe: Kapitel 3. Nationale Ansätze gegen regionale Unterversorgung Nachdem im vorangegangenen Kapitel ausführlich auf die Probleme in den einzelnen Sektoren eingegangen wurde, sollen nun erste, bereits existierende Lösungsansätze vorgestellt werden. Mögliche Maßnahmen werden eingeteilt in solche, die beabsichtigen, die Versorgung innerhalb der Grenzen des ambulanten oder stationären Sektors zu optimieren, und solche, die mithilfe von sektorenübergreifenden Neustrukturierungen versuchen, eine tragbare Versorgungssituation zu erreichen (vgl. SVR, 2014, S. 347). Dem Autor ist dabei durchaus bewusst, dass auch außerhalb Deutschlands bereits viele Maßnahmen erfolgreich etabliert sind. Da sich jedoch die Ausgangslage dieser Länder hinsichtlich ihrer Gesundheitssysteme, Wohlfahrtskultur und Siedlungsstruktur von den hierzulande vorherrschenden Problemlagen unterscheidet, bleiben diese Modelle hier ungenannt (vgl. Schaeffer et al., 2015, S. 12). Bei der Auswahl der folgenden Modelle wurde darauf geachtet, dass sie Merkmale enthalten, die für eine Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in ländlichen strukturschwachen Räumen von Bedeutung sein können. Dabei sind die genannten Beispiele nicht als Empfehlung zu verstehen, noch soll die Nicht-Nennung von Projekten oder Initiativen als Abwertung verstanden werden. Die Inhalte dieses Kapitels entstammen dem Projekt "Innovative Gesundheitsmodelle" (InGe), welches 2012 am Institut für Allgemeinmedizin (IfA) der Goethe-Universität Frankfurt (unter Förderung der Robert Bosch Stiftung) entstand. Ziel dieses Projektes ist es, die nationalen innovativen Gesundheitsmodelle zu identifizieren, ihre Besonderheiten, sowie Erfolgsfaktoren und Barrieren bei der praktischen Umsetzung zu beschreiben und zu veröffentlichen (IfA, 2015). 3.1 Praxisgestützte, primär ambulante Modelle Um bestehende Lösungsansätze transparent zu machen, wurde vom Institut für Allgemeinmedizin der Universität Frankfurt mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung das Projekt "Innovative Gesundheitsmodelle" ins Leben gerufen. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, Ideen und Erfahrungen erfolgreicher Modelle zu veröffentlichen, um Unentschlossene zur Nachahmung zu ermutigen. Dazu wurden bundesweit Interviews mit innovativen Gesundheitsmodellen geführt und für jedes Modell Ausgangssituation, Konzept, Organisationsform, Finanzierung und innovative Elemente dargestellt (IfA, 2015). Im Rahmen dieser Untersuchung ist es allerdings nur möglich, Auszüge aus der umfangreichen Datenbank zu präsentieren. Bei der Auswahl wurde Wert darauf gelegt, die Unterschiede der verschiedenen Ansätze darzustellen und mittels eines Beispiels zu beschreiben. Bei der Analyse der koordinierenden Versorgungsmodelle fällt auf, dass praxisgestützte, primär ambulante Formen von Gesundheitsmodellen bislang am verbreitesten sind. Insbesondere die Weiterentwicklung von Berufsausübungsgemeinschaften, Praxisgemeinschaften bzw. Ärztehäusern und Medizinischen Versorgungszentren sind hier ausschlaggebend. 3.1.1 Arzt- und Gesundheitsnetze Praxis-, Arzt- oder Gesundheitsnetze sind i.d.R. kooperative Zusammenschlüsse von niedergelassenen Haus- und Fachärzten, die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen. Durch die Vernetzung der Akteure wird eine gezielte Lenkung von Leistungen mit effizientem Ressourceneinsatz verwirklicht, wodurch das Ziel einer koordinierten Gesundheitsversorgung auf örtlicher und regionaler Ebene realisiert werden soll. Auch wenn die Mehrzahl der regionalen Arztnetze Schwerpunkte in der wohnortnahen und fachgebietsübergreifenden Versorgung setzt, kann die Zusammenarbeit innerhalb der Netze generell betriebswirtschaftlich, interessenpolitisch oder fachlich ausgerichtet sein (vgl. SVR, 2014, S. 567 f.). Das Gesundheitsnetz Qualität und Effizienz (QuE) ist ein solches arztbezogenes Modell, welches 2005 in Nürnberg (Bayern) gegründet wurde bzw. aus dem Praxisnetz Nürnberg-Nord hervorging und

Produktinformationen

Titel: Sektorenübergreifende Versorgung durch klinikgestützte Gesundheitszentren
Untertitel: Herausforderungen an die bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen
Autor:
EAN: 9783961465927
ISBN: 978-3-96146-592-7
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Bedey Media GmbH
Genre: Allgemeines & Lexika
Anzahl Seiten: 135
Gewicht: 212g
Größe: H213mm x B151mm x T17mm
Veröffentlichung: 01.01.2018
Jahr: 2018