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Der Volksgerichtshof: Im Namen des Volkes?

  • Kartonierter Einband
  • 80 Seiten
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Leseprobe
Befasst man sich mit der Zeit des Nationalsozialismus, stößt man unweigerlich auch auf den Volksgerichtshof. Eine Vielzahl von Pub... Weiterlesen
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Beschreibung

Befasst man sich mit der Zeit des Nationalsozialismus, stößt man unweigerlich auch auf den Volksgerichtshof. Eine Vielzahl von Publikationen und Filmen gibt es zu diesem Thema. Mit dem Volksgerichtshof verbindet man die Verhandlungen gegen die Geschwister Scholl und die Verschwörer rund um Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Man hat die Bilder vor Augen, wie Roland Freisler in seiner roten Robe im Gerichtssaal vor Hakenkreuzfahnen und der Büste Hitlers stand und Urteile sprach, die für ein Drittel der Verurteilten mit dem Tode endeten. Der Volksgerichtshof sprach seine Urteile "im Namen des Volkes" aus. Diese Formel, welche auch bei heutigen Urteilsverkündungen verwendet wird, soll Ausdruck dafür sein, dass die Rechtsprechung vom Volk ausgeht. Die vorliegende Untersuchung liefert die praktische Darstellung, was in der Zeit des Nationalsozialismus unter Recht und Gerechtigkeit verstanden wurde. Dabei wird notwendigerweise auf die weltanschaulichen Grundgedanken der Nationalsozialisten im Zusammenhang mit den Reformen im Strafrecht eingegangen. Die Reformen werden aufzeigen, aus welcher Intention heraus der Gesetzgeber diese initiierte. Der Volksgerichtshof war zur Aburteilung von Hoch- und Landesverratssachen geschaffen worden. Ein geschichtliches Ereignis ist mit der Gründung verbunden: der Reichstagsbrandprozess 1933. Dieses Buch wird die Gründungsmotive des Volksgerichtshofs liefern und explizit die Historie des Volksgerichtshofs von den Anfängen 1934 bis zu seinem Ende 1945 darstellen. Ein weiteres Ereignis ist untrennbar mit dem Volksgerichtshof verbunden: das gescheiterte Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944. Der strafrechtliche Umgang mit den gescheiterten Verschwörern wird offenbaren, inwieweit der Volksgerichtshof mit dem Nationalsozialismus und deren Rechtsanschauung verbunden waren. Dazu wird exemplarisch das Verfahren gegen den Kaplan Wehrle analysiert. Die "Stunde Null" am 8./9. Mai 1945 bedeutete das Ende des Nationalsozialismus in Deutschland. Was die Alliierten mit der "Demokratisierung" des Strafrechts erreichen wollten und wie der spätere bundesdeutsche Gesetzgeber mit den Strafnormen aus der Zeit des Nationalsozialismus umging, wird untersucht werden. Außerdem wirft die vorliegende Analyse auch einen Blick auf den Umgang mit dem Nationalsozialismus nach 1945. Was geschah mit den Richtern und Staatsanwälten des VGH? Wie ging die deutsche Justiz mit ihrer Vergangenheit um?

Autorentext

Der Autor Danny Köpke, Jahrgang 1979, wurde in Neustrelitz geboren und lebt seit 2005 in Berlin. Nach der erfolgreichen Berufsausbildung zum Industriemechaniker diente er vier Jahre bei der Bundeswehr. Danach studierte der Autor an der Technischen Fachhochschule Wildau den Studiengang "Verwaltung und Recht" und schloss diesen 2009 erfolgreich mit dem akademischen Grad Diplom-Verwaltungswirt (FH) ab. Schon vor dem Studium entfaltete der Autor ein besonderes Interesse an der historischen Entwicklung des Nationalsozialismus im 20. Jahrhunderts. Durch den 65. Jahrestag des gescheiterten Hitlerattentats am 20. Juli 1944 inspiriert, entschied der Autor, sich der Thematik des vorliegenden Buches zu widmen.

Produktinformationen

Titel: Der Volksgerichtshof: Im Namen des Volkes?
Untertitel: Eine Analyse im Kontext der Neuordnung der Justiz im nationalsozialistischen Deutschland
Autor:
EAN: 9783842857650
ISBN: 978-3-8428-5765-0
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Diplomica Verlag
Genre: 20. Jahrhundert (bis 1945)
Anzahl Seiten: 80
Gewicht: 140g
Größe: H220mm x B155mm x T5mm
Jahr: 2011