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Entwicklung sozialer Kompetenz durch Tiergestützte Therapie: Mit beispielhaftem Konzept einer Kinder- und Jugendfarm

  • Kartonierter Einband
  • 72 Seiten
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Menschen sind während ihres ganzen Lebens auf die Interaktion mit ihren Mitmenschen angewiesen. Entsprechend benötigen sie für ein... Weiterlesen
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Beschreibung

Menschen sind während ihres ganzen Lebens auf die Interaktion mit ihren Mitmenschen angewiesen. Entsprechend benötigen sie für einen gelingenden Kontakt soziale Fähig- und Fertigkeiten, die sie zunächst erwerben müssen. Diese sozialen Kompetenzen sind seit Jahren Gegenstand psychologischer Forschung. Da mangelnde soziale Kompetenzen weitreichende Konsequenzen haben können, werden diverse Trainingsprogramme zur Prävention und Intervention angeboten. Die Autorin setzt sich mit der Frage auseinander, inwiefern Tiere als therapeutische Helfer bei der Entwicklung von sozialen Kompetenzen hilfreich sein können. Der Wunsch nach Tierkontakt ist weitgehend ungebrochen. In diesem Buch wird der Kontakt und vor allem die Beziehung zum Tier in den therapeutischen Kontext gesetzt und an dem Beispiel einer Kinder- und Jugendfarm (exemplarisch in Dortmund) dargestellt. Die über das Tier gelernten Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissensbestandteile der sozialen Kompetenz werden in den Alltag der Kinder und Jugendlichen transferiert und verhelfen ihnen so zu einem sozialen Miteinander.

Autorentext
Cornelia Tillmann-Rogowski studierte Angewandte Sozialwissenschaften und Tierpsychologie. Als Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin und Verhaltensberaterin für Hunde (-HalterInnen) sammelte sie in diversen Bereichen ihre mehrjährige berufliche Erfahrung. In diesem Buch widmet sich die Autorin einem ihrer Interessensschwerpunkte: die Wirkung von Tieren als therapeutische Helfer in der Zusammenarbeit mit Menschen.

Klappentext

Menschen sind während ihres ganzen Lebens auf die Interaktion mit ihren Mitmenschen angewiesen. Entsprechend benötigen sie für einen gelingenden Kontakt soziale Fähig- und Fertigkeiten, die sie zunächst erwerben müssen. Diese sozialen Kompetenzen sind seit Jahren Gegenstand psychologischer Forschung. Da mangelnde soziale Kompetenzen weitreichende Konsequenzen haben können, werden diverse Trainingsprogramme zur Prävention und Intervention angeboten. Die Autorin setzt sich mit der Frage auseinander, inwiefern Tiere als therapeutische Helfer bei der Entwicklung von sozialen Kompetenzen hilfreich sein können. Der Wunsch nach Tierkontakt ist weitgehend ungebrochen. In diesem Buch wird der Kontakt und vor allem die Beziehung zum Tier in den therapeutischen Kontext gesetzt und an dem Beispiel einer Kinder- und Jugendfarm (exemplarisch in Dortmund) dargestellt. Die über das Tier gelernten Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissensbestandteile der sozialen Kompetenz werden in den Alltag der Kinder und Jugendlichen transferiert und verhelfen ihnen so zu einem sozialen Miteinander.



Leseprobe
Textprobe: Kapitel 2.4.2 Bedeutung von Tieren für Kinder: Für Kinder sind Tiere ein fester Bestandteil ihres Lebens. In jedem Kinderzimmer befinden sich Stofftiere und Tierbilderbücher. Nahezu jedes Kind hat ein Lieblingstier. Kinder erleben Tiere als willkommene Spielgefährten, als zuverlässige und anhängliche Freunde, als Beschützer und Bewacher, als "Spaßmacher" (Bergler, 1994, S. 14) und sie erfüllen einen Teil des kindlichen Bedürfnisses nach körperlicher Nähe und Geselligkeit (Bergler, 1994; Prothmann, 2008). Kinder wollen und suchen Erlebnisse mit Tieren und reden gerne darüber. Für Kinder ist es leicht, sich gerade an die ersten Tiererlebnisse zu erinnern. Anhand ihrer Erzählungen zeigt sich, wie genau sie Tiere beobachten, wie intensiv das Erleben ist und wie nachhaltig sich alles schon im kindlichen Gedächtnis niederschlägt. Tiere schulen dementsprechend die Beobachtungsfähigkeit, trainieren das Gedächtnis und das Sprachvermögen (Bergler, 1994). Nach Bergler (1994) und Prothmann (2008), wissen Kinder darüber hinaus, dass Tiere ihnen etwas geben können, wozu Erwachsene nicht immer in der Lage sind: Tiere haben Zeit, schicken sie nicht weg, sie sind da wenn sie gebraucht werden, sie widersprechen und schimpfen nicht, sie haben keine schlechte Laune, sind geduldige Zuhörer, sind ehrlich, sie sind nicht so gemein und hinterhältig wie Menschen es sein können, sie akzeptieren das Kind ohne Bedingungen, wollen nicht erziehen, stellen keine Fragen und bieten Schutz und Sicherheit. Es zeigt sich, dass die Tiere für Kinder auch über Eigenschaften verfügen, die sie sich von Erwachsenen wünschen. Insbesondere zu Hunden entwickeln Kinder eine besondere Beziehung. Hunde werden als Familienmitglied gesehen. Kinder mit einem Hund in der Familie fühlen sich nicht allein gelassen, der Hund ist immer da wenn es von der Schule nach Hause kommt, er tröstet und ist ein sicherer Partner. Der Hund kommt den kindlichen Bedürfnissen nach Abwechslung, nach Spielen, nach Eroberung der Umwelt nach und vermittelt dem Kind Erfolgserlebnisse (zum Beispiel beim Eintrainieren kleiner Kunststücke). Somit erfüllen Hunde eine Vielzahl kindlicher Bedürfnisse, die für die Entwicklung elementar sind. Darüber hinaus vermitteln sie ein Optimum kindlicher Lebensqualität, da sie die Phantasie der Kinder anregen, sie fördern Bewegung und Sport und lassen keine Langeweile aufkommen. Hunde sind für Kinder enge Freunde, sie sind gerade bei Kummer und Sorgen der ideale Gesprächspartner. Sie können ihnen alles Erlebte anvertrauen, ohne dass persönliche Konsequenzen drohen, da Tiere das Erzählte nicht weitergeben können und sie sicher sind, dass der Hund sie versteht (Bergler, 1994; Prothmann, 2008). So überrascht es nicht, dass sich der intensive Wunsch des Kindes nach einem eigenen Haustier schon früh entwickelt. 3.3 Entwicklung der Tiergestützten Therapie: Die Berichte über den Einsatz von Tieren für therapeutische Zwecke gehen bis in das 8. / 9. Jahrhundert zurück. Bereits im 9. Jahrhundert wurde in Belgien eine "therapie naturelle" durchgeführt, bei der vorrangig darum ging, Menschen durch Landarbeit mit Tieren eine bessere Lebensbasis mit einer höheren Lebenszufriedenheit zu geben. Im 18. Jahrhundert wurde in England das "York Retreat" gegründet. Um einen humaneren Umgang mit geisteskranken und emotional gestörten Menschen zu finden, wurden die Patienten mit Tieren zusammengebracht. In Deutschland entstand im 19. Jahrhundert das Epileptikerzentrum in Bethel, welches einen natürlichen Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanzen gleichermaßen bieten sollte.(McCulloch, 1983; Olbrich, 1997; Greiffenhagen, 2011). Für die wissenschaftliche Erforschung waren diese Versuche allerdings ohne Wert, da sie nicht dokumentiert wurden oder teilweise zunächst in Vergessenheit gerieten. 1942 errichtete das Army Air Corps in Pawling (USA) ein "Convalescent Hospital". Dieses bot Möglichkeiten zur Erholung von Krieg

Produktinformationen

Titel: Entwicklung sozialer Kompetenz durch Tiergestützte Therapie: Mit beispielhaftem Konzept einer Kinder- und Jugendfarm
Autor:
EAN: 9783959347891
ISBN: 978-3-95934-789-1
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Diplomica Verlag GmbH
Genre: Soziologie
Anzahl Seiten: 72
Gewicht: 133g
Größe: H221mm x B156mm x T10mm
Jahr: 2015
Auflage: Erstauflage