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Robert Musil und James Joyce. Das Leib-Seele-Problem als kreativer Ansporn in "Törless" und "A Portrait of the Artist"

  • Kartonierter Einband
  • 52 Seiten
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Magisterarbeit aus dem Jahr 1995 im Fachbereich Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Université de Ge... Weiterlesen
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Beschreibung

Magisterarbeit aus dem Jahr 1995 im Fachbereich Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Université de Genève (Universität Genf), Sprache: Deutsch, Abstract: "Ist es ein allgemeines Gesetz, das etwas in uns ist, das stärker, größer, schöner, leidenschaftlicher, dunkler ist als wir? Worüber wir so wenig Macht haben, dass wir nur ziellos tausend Samenkörner streuen können, bis aus einem plötzlich eine Saat wie eine dunkle Flamme schießt, die weit über uns hinauswächst?" Diese Überlegung, die der junge Törless mit einer Erinnerung an den Gesang einer italienischen Schauspielerin verbindet, folgt einem Augenblick größter Erregung, dem "Gefühl, dass etwas in ihm wie ein toller Kreisel aus der zusammengeschnürten Brust zum Kopfe hinaufwirble". Zustände, die sich der sprachlichen Wiedergabe entziehen, überwältigen den Knaben, fordern ihn aber gerade durch ihre 'Unsagbarkeit' auf, sie sezierend zu bändigen und ihnen ein gedankliches Substrat abzugewinnen. Die "noch unbeschriebenen Beziehungen des Lebens", die ihn als dunkle prima materia erschrecken und verunsichern, erfährt er gleichzeitig als erotische Verlockung, an der sein innerstes Ich zu wachsen sucht. Robert Musil (1880-1942), der Rationales und Irrationales nicht als unversöhnliche Gegensätze begriff , sondern beide Dimensionen aus wissenschaftlicher Sicht dichterisch miteinander verknüpfte, schildert in seinem ersten Roman Die Verwirrungen des Zöglings Törless (1906) geistige und körperliche Grenzüberschreitungen, die den Protagonisten dazu führen, "Dinge, Vorgänge und Menschen als etwas Doppelsinniges zu empfinden". Das so entstandene Spannungsfeld fördert in Törless eine kreative Betrachtungsweise, die sich von gesellschaftlicher Wohlanständigkeit distanziert, dafür aber eine Selbstfindung ermöglicht, die unbewusste Zonen integriert und ihnen deshalb nicht zu verfallen braucht. In der Konzentration auf die Innerlichkeit eines Jugendl

Autorentext

1970 Übersetzer-Diplom Dolmetscherschule Zürich (Fachgebiet Kultur/Presse: Dt, Franz., Engl.); 1971-1990 Übersetzerin und Redaktorin in Genf (internat. Organisation, Free-lance), Verlags-Vertretung; 1989 Certificate of Proficiency in English, Universität Cambridge; 1990-1995 Studium der Germanistik, Anglistik und Assyriologie, Genf; 1995 Lizentiat an der Philosoph. Fakultät I der Universität Genf; 1995-1996 Etudes Féminines, Genf; 1996 Diplôme d'Etudes Supérieures: Etudes Féminines; 1997-2003 Dissertation über die Funktion der Vaterfigur in der Literatur von Frauen um 1900, Lausanne; Seit 2005 freie Literaturwissenschaftlerin

Produktinformationen

Titel: Robert Musil und James Joyce. Das Leib-Seele-Problem als kreativer Ansporn in "Törless" und "A Portrait of the Artist"
Untertitel: Vergleichende Untersuchung mit Ausblick auf das spätere Werk
Autor:
EAN: 9783656625421
ISBN: 978-3-656-62542-1
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: GRIN Publishing
Genre: Allgemeine und vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 52
Gewicht: 90g
Größe: H211mm x B149mm x T7mm
Jahr: 2014
Auflage: 1. Auflage