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Wald

  • Kartonierter Einband
  • 128 Seiten
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Wälder gelten immer noch als das Außen der Kultur. Und wenn die Römer nicht irgendwann mit dem Limes eine Lichtung in den Wald ges... Weiterlesen
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Beschreibung

Wälder gelten immer noch als das Außen der Kultur. Und wenn die Römer nicht irgendwann mit dem Limes eine Lichtung in den Wald geschlagen hätten, fänden sich hierzulande nicht einmal denkende und dichtende Oberförster auf den Holzwegen im Wald zurecht. Von Ernst Jünger über Martin Heidegger bis zur RAF wird der Wald, symbolisch aufgeladen, zum bevorzugten Ort einer kryptisch individualistischen Partisanenlyrik mit echten Waffendepots und wirklichen Hinrichtungen. Das war der Wald - zumindest der deutsche - schon auf Caspar David Friedrichs Gemälde Der Chasseur im Walde von 1813. Man wird allerdings bei allen Genannten das Gefühl nicht los, dass sie einem den Wald nicht zeigen wollen, sondern dass sie lieber allein darin bleiben, ganz im Sinne der Bedeutung des lateinischen Verbs forestare: fernhalten, den Zutritt verwehren, ausschließen. Es ist aber an der Zeit, in den Wald zu gehen, um selbst zu schauen, was im Wald los ist, auch auf die Gefahr hin des Holzfrevels verdächtigt zu werden. Es geht darum zu sehen, wie etwa im Foret de Compiegne das cartesische Denken Wald geworden ist, wie in den tasmanischen Kaltregenwäldern das Spiel von Licht, Wasser und Moos ein ganz eigenes Grün hervorbringt und wie mit der Wanderpalme (Socratea exorrhiza) der tropische Regenwald Costa Ricas das Laufen lernte. Es geht in Wald also um die Wirklichkeit der Wälder unterhalb ihrer Symbole und Metaphern.

Autorentext
Cord Riechelmann, Biologe, Journalist, lebt in Berlin.

Klappentext

Wälder gelten immer noch als das Außen der Kultur. Und wenn die Römer nicht irgendwann mit dem Limes eine Lichtung in den Wald geschlagen hät¬ten, fänden sich hierzulande nicht einmal denkende und dichtende Oberförster auf den Holzwegen im Wald zurecht. Von Ernst Jünger über Martin Heidegger bis zur RAF wird der Wald, symbolisch aufgeladen, zum bevorzugten Ort ei¬ner kryptisch individualistischen Partisanenlyrik mit echten Waffendepots und wirklichen Hinrichtungen. Das war der Wald - zumindest der deutsche - schon auf Caspar David Friedrichs Gemälde "Der Chasseur im Walde" von 1813. Man wird allerdings bei allen Genannten das Gefühl nicht los, dass sie einem den Wald nicht zeigen wollen, sondern dass sie lieber allein darin bleiben, ganz im Sinne der Bedeutung des lateinischen Verbs forestare: fernhalten, den Zutritt verwehren, ausschließen. Es ist aber an der Zeit, in den Wald zu gehen, um selbst zu schauen, was im Wald los ist, auch auf die Gefahr hin des Holzfrevels verdächtigt zu werden. Es geht darum zu sehen, wie etwa im Foret de Compiegne das cartesische Denken Wald geworden ist, wie in den tasmanischen Kaltregenwäldern das Spiel von Licht, Wasser und Moos ein ganz eigenes Grün hervorbringt und wie mit der Wanderpalme (Socratea exorrhiza) der tropische Regenwald Costa Ricas das Laufen lernte. Es geht in Wald also um die Wirklichkeit der Wälder unterhalb ihrer Symbole und Metaphern.

Produktinformationen

Titel: Wald
Autor:
EAN: 9783883962412
ISBN: 978-3-88396-241-2
Format: Kartonierter Einband
Hersteller: Merve
Herausgeber: Merve Verlag GmbH
Genre: Sonstige Philosophie-Bücher
Anzahl Seiten: 128
Größe: H170mm x B170mm
Jahr: 2015
Untertitel: Deutsch

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