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Über die Wahrsagung / De divinatione

Cicero
  • Leder-Einband
  • 420 Seiten
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Der im Frühjahr 44 v. Chr. Entstandene Dialog "Über die Wahrsagung" versteht sich zunächst als Ergänzung zu Schrift "Vom Wesen der... Weiterlesen
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Beschreibung

Der im Frühjahr 44 v. Chr. Entstandene Dialog "Über die Wahrsagung" versteht sich zunächst als Ergänzung zu Schrift "Vom Wesen der Götter", d.h., er geht der Frage nach, ob die Götter - ihre Existenz einmal vorausgesetzt - sich der Menschen in der Weise annehmen, daß sie ihnen die Zukunft eröffnen. Gegen diese stoische Position, wie sie im 1. Buch von ciceros Bruder Quintus entwickelt wird, zieht im 2. Buch der Autor selbst zu Felde, höchst geistreich und im wesentlichen dem neuakademischen Skeptiker Karneades folgend. Obschon der Text mit einem Bekenntnis zur vorsichtigen Zurückhaltung im Urteilen ausklingt, hat ihn die Nachwelt überwiegend in "aufklärerischem" Sinne verstanden: zumal das 18. Jahrhundert beschäftigte sich intensiv damit und fand in Cicero einen frühen Kronzeugen für die eigene Auffassung, daß alle Formen der Zukunftserhellung auf reinem "Aberglauben" beruhten. Tatsächlich stellen sich die Verhältnisse insofern verwickelter dar, als "Wahrsagung" aus dem antiken öffentlichen und privaten Leben überhaupt nicht wegzudenken ist; auch Cicero will dies nicht, und seine eigene Haltung dem überwältigendem und befremdlichen Phänomen gegenüber ist eher durch Zweifel als durch einfache Ablehnung gekennzeichnet. Letztlich läßt der Umstand, daß die Astrologie noch heute in Blüte steht, auf ein urmenschliches Bedürfnis schließen, dem man mit Vernunftgründen kaum beikommt. Aus dem reichen Schrifttum der Antike, das dem Gegenstand gilt, ist allein Ciceros Werk erhalten geblieben. Sein religionsgeschichtlicher Wert ist unschätzbar, weit über die Alte Welt hinaus. Anschaulich und anhand vieler Beispiele führt es die verschiedenen Formen der Wahrsagung vor: griechische Orakel, ekstatisches Sehertum, Träume, Lose, Astrologie, römische Auspizien und etruskische Haruspizien.

Mit Einführung, Anmerkungen und Literaturhinweisen.

Autorentext
Marcus Tullius Cicero (106-43 v. Chr.) römischer Staatsmann, Redner und Philosoph, studierte Recht, Rhetorik, Literatur und Philosophie in Rom. Sein Durchbruch als Anwalt und Politiker gelang ihm 70 v. Chr. im Prozess gegen Verres, 64 v. Chr. wurde er gegen Catilina zum Konsul gewählt. Als dieser einen Staatsstreich zum Sturz der Regierung organisierte, deckte Cicero die Verschwörung auf und ließ Angehörige der Gruppe hinrichten. Nach einjährigem Exil wurde er von Pompeius nach Rom zurückgerufen. Cicero wurde am 7. Dezember 43 v. Chr. ermordet.

Klappentext

Erkundung der Zukunft scheint einem urmenschliches Bedürfnis zu entsprechen; davon zeugt allein schon der Umstand, dass etwa die Astrologie auch heute noch durchaus in Blüte steht. In der Antike haben sich ernsthafte Seher und Priester ebenso wie gerissene Scharlatane einer Vielzahl von Praktiken bedient. Die Philosophenschulen anderseits versuchten, dem befremdlichen Phänomen der ,Wahrsagung' rational auf den Grund zu gehen. Deren Diskussion hat der Skeptiker Cicero souverän zusammengefasst: Er illustriert sie mit einer Fülle anschaulicher Beispiele und argumentiert mit dem weit über die eigene Zeit hinausweisenden Anspruch des Aufklärers, einen finsteren Aberglauben auszuleuchten.

Produktinformationen

Titel: Über die Wahrsagung / De divinatione
Untertitel: Lateinisch - Deutsch
Autor:
Cicero
Schöpfer:
Editor:
EAN: 9783050054094
ISBN: 978-3-05-005409-4
Format: Leder-Einband
Herausgeber: Gruyter, de Akademie
Genre: Allgemeines & Lexika
Anzahl Seiten: 420
Jahr: 2014
Untertitel: Deutsch, Latein
Auflage: Neuaufl.