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Das uti possidetis-Prinzip

  • Kartonierter Einband
  • 331 Seiten
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Die Autorin geht der Frage nach, ob ein Satz des Völkerrechts existiert, der nach dem Zerfall einer völkerrechtlichen Einheit die ... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Autorin geht der Frage nach, ob ein Satz des Völkerrechts existiert, der nach dem Zerfall einer völkerrechtlichen Einheit die Grenzen der neu entstehenden Staaten regelt. Im Jugoslawien-Konflikt hatten die europäischen Staaten das im 19. Jahrhundert in Lateinamerika entwickelte Prinzip des "uti possidetis" verwendet, das die vom spanischen Kolonialherrn gezogenen Binnengrenzen nach der Unabhängigkeit der lateinamerikanischen Kolonien zu deren Außengrenzen erklärte.

Ausgehend von Lateinamerika wird durch Auswertung von Staatenpraxis und Rechtsüberzeugung neuentstehender Staaten überprüft, ob, zwischen welchen Staaten und in welcher Rechtsqualität sich das "uti possidetis" durchsetzt. Dabei werden alle neu entstandenen Staaten auch in Afrika, Asien, dem Nahen Osten und jüngst Europa einbezogen. Dies ergibt, daß sich das "uti possidetis" vom Konsensprinzip ohne praktische Durchsetzung (Lateinamerika) über das partikuläre (Afrika, Asien, Naher Osten) zum universell geltenden Völkergewohnheitsrecht (Europa) folgenden Inhalts entwickelt: Zerfällt eine Zentralmacht (ein Kolonialreich, ein Staat), so folgen die gegenseitigen internationalen Grenzen der auf seinem Territorium neu entstehenden Staaten den zum Zeitpunkt der Unabhängigkeit bereits bestehenden administrativen Grenzen.

Klappentext

Die Autorin geht der Frage nach, ob ein Satz des Völkerrechts existiert, der nach dem Zerfall einer völkerrechtlichen Einheit die Grenzen der neu entstehenden Staaten regelt. Im Jugoslawien-Konflikt hatten die europäischen Staaten das im 19. Jahrhundert in Lateinamerika entwickelte Prinzip des "uti possidetis" verwendet, das die vom spanischen Kolonialherrn gezogenen Binnengrenzen nach der Unabhängigkeit der lateinamerikanischen Kolonien zu deren Außengrenzen erklärte. Ausgehend von Lateinamerika wird durch Auswertung von Staatenpraxis und Rechtsüberzeugung neuentstehender Staaten überprüft, ob, zwischen welchen Staaten und in welcher Rechtsqualität sich das "uti possidetis" durchsetzt. Dabei werden alle neu entstandenen Staaten auch in Afrika, Asien, dem Nahen Osten und jüngst Europa einbezogen. Dies ergibt, daß sich das "uti possidetis" vom Konsensprinzip ohne praktische Durchsetzung (Lateinamerika) über das partikuläre (Afrika, Asien, Naher Osten) zum universell geltenden Völkergewohnheitsrecht (Europa) folgenden Inhalts entwickelt: Zerfällt eine Zentralmacht (ein Kolonialreich, ein Staat), so folgen die gegenseitigen internationalen Grenzen der auf seinem Territorium neu entstehenden Staaten den zum Zeitpunkt der Unabhängigkeit bereits bestehenden administrativen Grenzen.



Inhalt

Inhaltsübersicht: A. Einleitung: Das Problem - Entwicklung des Grenzbegriffes - Methoden der Gebietsgewinnung - Der rechtliche Hintergrund der Figur "uti possidetis" - Dogmatische Vorüberlegungen - B. "uti possidetis" in Lateinamerika: Historischer Hintergrund - Einführung von "uti possidetis" zur Grenzregelung - Ergebnis: Das lateinamerikanische "uti possidetis" - C. "uti possidetis" in Afrika: Historischer Hintergrund - Phase der Dekolonisierung - Exkurs: Selbstbestimmungsrecht der Völker: Verhältnis des afrikanischen "uti possidetis" zum universellen Völkerrecht - Grenzprobleme nach der Unabhängigkeit - Ergebnis: Das afrikanische "uti possidetis" (im Vergleich zum lateinamerikanischen "uti possidetis") - D. "uti possidetis" in Asien: Historischer Hintergrund - Grenzziehung in der Dekolonisierung - Grenzprobleme nach der Unabhängigkeit - Ergebnis: "uti possidetis" in Dekolonisierungssituationen - E. "uti possidetis" im Nahen Osten: Historischer Hintergrund - Theorien zur Staatenbildung im arabischen Raum - Grenzziehung nach Ende der Fremdherrschaft - Ergebnis: "uti possidetis" in Fremdherrschaftssituationen - F. "uti possidetis" in Europa: Grenzen in Europa bis 1989 - Situation seit 1989 - Ergebnis: "uti possidetis" bei unabhängig werdenden Territorialnationen - G. "uti possidetis" als Regel des universellen Völkergewohnheitsrechts: Wandel von partikulärem zu universellem Völkergewohnheitsrecht - Wandel des "uti possidetis" zu universellem Völkergewohnheitsrecht - Ausblick - H. Zusammenfassung - Literaturverzeichnis - Quellen- und Zeitungsberichte, Entscheidungen Internationaler Gerichte - Register

Produktinformationen

Titel: Das uti possidetis-Prinzip
Untertitel: Zur Grenzziehung zwischen neu entstandenen Staaten
Autor:
EAN: 9783428095667
ISBN: 978-3-428-09566-7
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Internationales Recht
Anzahl Seiten: 331
Gewicht: 447g
Größe: H233mm x B159mm x T17mm
Veröffentlichung: 01.12.1998
Jahr: 1998

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