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Die Freiheit der Einbildungskraft. Von der ,Spontaneität des Denkens' über die ,Willensfreiheit' zur ,ästhetischen Reflexionsfreiheit'

  • Kartonierter Einband
  • 382 Seiten
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In der Philosophie Kants bleibt das Problem der Freiheit letztlich unbewältigt, fixiert im Dualismus von reinem Moralgesetz und em... Weiterlesen
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Beschreibung

In der Philosophie Kants bleibt das Problem der Freiheit letztlich unbewältigt, fixiert im Dualismus von reinem Moralgesetz und empirischer Natur. Wie Schiller dieses Problem aufgreift, es als das einer verlorenen Einheit deutet und in einer eigenständigen, jedoch als bedeutsame philosophische Leistung noch zu wenig gewürdigten Theorie des Schönen einer originellen Lösung zuführt, ist Thema dieses Buches. In eingehenden Analysen wird Schillers produktive Aneignung und Umbildung des Kantischen Lehrgebäudes verfolgt, um ein vertieftes Verständnis seines entmoralisierten Freiheitsbegriffs zu gewinnen, wie er sich etwa in Schillers berühmter Formel von der Schönheit als "Freiheit in der Erscheinung" ausdrückt. Die Autorin setzt dabei einen neuen Forschungsakzent, indem sie herausarbeitet, wie Schillers ästhetische Freiheitstheorie sich nicht auf die Kunst oder das Naturschöne als besondere Bereiche beschränkt, sondern in Fortführung der Kantischen Transzendentalphilosophie in die Grundlagen unseres objektiven Erkennens hineinreicht. Im Schönen spiegelt und realisiert sich jene Freiheit der Reflexionsfähigkeit und Einbildungskraft, die an jedem systematischen Erkennen bereits beteiligt ist.

Leseprobe
Textprobe: Kapitel 2.2: Erster Kalliasbrief vom 25. Januar 1793: Schillers Abgrenzung von Kant und anderen ästhetischen Theorien seiner Zeit. Der sinnlich-objektive Grund des Schönen: Schon in dem ersten der Reihe von Briefen an seinen Freund Christian Gottfried Körner, die nach seinem Tod unter dem Titel Kallias, oder Briefe über die Schönheit veröffentlicht wurden, verkündet Schiller sein Programm. Er will über die sogenannte Subjektivität von Kants Geschmacksurteil hinaus und einen objektiven Grund desselben a priori aufstellen. Allerdings nicht nur von Kant, sondern auch von den anderen relevantesten ästhetischen Theorien seiner Zeit versucht sich Schiller in diesem ersten Brief abzuheben. "Es ist interessant zu bemerken", schreibt er, "dass meine Theorie eine vierte mögliche Form ist, das Schöne zu erklären". Die Erfahrung der Schönheit sei nämlich bis jetzt entweder subjektiv oder objektiv gedeutet worden. Subjektiv wurde sie von Burke und von Kant gedeutet. Die Empiristen wie Burke urteilen über das Schöne bloß empirisch a posteriori, d.h. nach der Wirkung des betrachteten Gegenstandes auf das subjektive bloß privatgültige Gefühl des Angenehmen oder Unangenehmen. Als sinnlich-subjektiv bezeichnet Schiller von daher die Erfahrung der Schönheit nach der Auffassung der Empiristen. In seiner subjektiven Deutung des Schönen würde sich Kant von ihnen dadurch unterscheiden, dass es sich bei ihm um keine sinnliche, sondern um eine rationale Subjektivität handele. Sein in der Kritik der reinen Vernunft aufschlussreich ausgelegter transzendentaler Ansatz würde die Kantische rationale Subjektivität vor jeder Verwechselung mit der objektiven Rationalität eines Baumgarten oder eines Mendelssohn sicherstellen. Als rational-objektiv bezeichnet Schiller die ästhetischen Theorien von Baumgarten, Mendelssohn "und der ganzen Schar der Vollkommenheitsmänner". Rational objektiv deswegen, weil Baumgarten und seine Schule irreführend die Schönheit in eine anschauliche Vollkommenheit zu setzen gedacht hätten. Ist das Vollkommene dem Bereich des Logischen bzw. des Teleologischen zuzuschreiben, so ist sein objektiver Grund immer auffindbar, nämlich in einem Begriff des Verstandes, d.h. in einem rationalen Prinzip. Solch ein objektiver Grund wäre aber dann, so Kants und Schillers Kritik an den Rationalisten, nicht mehr der eines Geschmacksurteils bzw. eines als schön bewerteten Gegenstandes. Er wäre der objektive Grund bloß eines Erkenntnisurteils. Damit würde das Urteil über das Schöne mit einem Erkenntnisurteil ganz übereinstimmen. Die Ästhetik wäre keine eigenständige Disziplin mehr. Bereits das perfekte Gegenteil von dem, was Schiller wollte, der einer Position wie der Kantischen "den großen Nutzen" zuerkannt hatte, eben "das logische von dem ästhetischen zu scheiden". Objektiv nennt er nun eigentlich auch seine Art, das Schöne zu erklären, aber sie unterscheidet sich dadurch von derjenigen von Baumgarten, dass sie keine rationale, sondern eine sinnlich objektive sei. Nun stellt sich die Frage, was Schiller mit dieser Formel, d.h. was er unter seinem Begriff von Objektivem, meint. Aus den Erörterungen in Kallias ergibt sich, dass er den Begriff des Objektiven offensichtlich auf zweierlei Art versteht. Einmal heißt objektiv das, was aus der Natur der Vernunft a priori gefolgert wird. Dann heißt es das, was aus der Natur des Gegenstandes auch a priori gefolgert werden kann bzw. gefolgert werden sollte. Im ersteren Fall hält er sich an den Kantischen transzendentalen Sinn von Objektivität des Geschmacksurteils. Objektiv im ästhetischen Sinne ist bei Kant das, was intersubjektiv allgemeingültig und notwendig ist. Allgemeingültig und notwendig kann wiederum nur dasjenige sein, was sich nicht aus dem zufällig Erfahrbaren herleitet, sondern gänzlich in der Vernunft seinen Ursprung hat, auch wenn es dann als Prinzip nicht für den Vernunftgebrauch, sondern für die Reflexion der Urteilskra

Produktinformationen

Titel: Die Freiheit der Einbildungskraft. Von der ,Spontaneität des Denkens' über die ,Willensfreiheit' zur ,ästhetischen Reflexionsfreiheit'
Untertitel: Der Weg von Kant zu Schiller
Autor:
EAN: 9783959354936
ISBN: 978-3-95935-493-6
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: disserta verlag
Genre: Sonstiges
Anzahl Seiten: 382
Gewicht: 608g
Größe: H221mm x B159mm x T27mm
Veröffentlichung: 01.03.2019
Jahr: 2019