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Kultur und Strafrecht

  • Kartonierter Einband
  • 424 Seiten
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Kulturelle Konflikte gehören in einer stetig zusammenrückenden, wenngleich nicht notwendigerweise zusammenwachsenden Welt zum Allt... Weiterlesen
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Beschreibung

Kulturelle Konflikte gehören in einer stetig zusammenrückenden, wenngleich nicht notwendigerweise zusammenwachsenden Welt zum Alltag. Für das Strafrecht stellt sich angesichts der zunehmenden Multikulturalität unter anderem die Frage, wie sich die kulturellen Wertvorstellungen des Einzelnen auf seine Strafbarkeit auswirken. Die vorliegende Arbeit untersucht aus rechtsdogmatischer Perspektive, ob und gegebenenfalls wie kulturelle Unterschiede nach der derzeitigen Rechtslage zu berücksichtigen sind.

Berührungen mit anderen Kulturen zählen zum privaten und beruflichen Alltag, verlaufen aber aufgrund der mitunter erheblichen Unterschiede nicht immer friedlich und harmonisch. Die zunehmenden kulturellen Konflikte zu entschärfen und zu verringern, bildet eine der wesentlichen derzeitigen Aufgaben für Politik und Gesellschaft, stellt aber auch für die Rechtswissenschaft eine Herausforderung dar. Die vorliegende Arbeit untersucht insbesondere, wie kulturelle Wertvorstellungen im derzeitigen Recht zu berücksichtigen sind, und nimmt dabei unter anderem Stellung zur Strafbarkeit von Ehrenmorden und zur Zulässigkeit der Zirkumzision. Sie kommt dabei zu dem Ergebnis, trotz oder wegen der gesellschaftlichen Multikulturalität auf einen einheitlichen Bewertungsmaßstab abstellen zu müssen. Bei dessen Anwendung bleiben aber die Vorstellungen des Einzelnen als Bewertungsgrundlage heranzuziehen, soweit dies das geltende Recht durch kulturoffene Merkmale gestattet.

Autorentext

Brian Valerius, Jahrgang 1974, ist Professor für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität Bayreuth. Er studierte Rechtswissenschaft in Würzburg und absolvierte dort das Referendariat, bevor 2004 die Promotion folgte. 2009 wurde ihm aufgrund der Habilitationsschrift »Kultur und Strafrecht« die Lehrbefugnis für Strafrecht, Strafprozessrecht, Europäisches und Internationales Strafrecht sowie Wirtschaftsstrafrecht erteilt. Nach Lehrstuhlvertretungen in Frankfurt (Oder) und Frankfurt am Main sowie Köln wurde er 2011 an die Universität Bayreuth berufen.



Klappentext

Berührungen mit anderen Kulturen zählen zum privaten und beruflichen Alltag, verlaufen aber aufgrund der mitunter erheblichen Unterschiede nicht immer friedlich und harmonisch. Die zunehmenden kulturellen Konflikte zu entschärfen und zu verringern, bildet eine der wesentlichen derzeitigen Aufgaben für Politik und Gesellschaft, stellt aber auch für die Rechtswissenschaft eine Herausforderung dar. Die vorliegende Arbeit untersucht insbesondere, wie kulturelle Wertvorstellungen im derzeitigen Recht zu berücksichtigen sind, und nimmt dabei unter anderem Stellung zur Strafbarkeit von Ehrenmorden und zur Zulässigkeit der Zirkumzision. Sie kommt dabei zu dem Ergebnis, trotz oder wegen der gesellschaftlichen Multikulturalität auf einen einheitlichen Bewertungsmaßstab abstellen zu müssen. Bei dessen Anwendung bleiben aber die Vorstellungen des Einzelnen als Bewertungsgrundlage heranzuziehen, soweit dies das geltende Recht durch kulturoffene Merkmale gestattet.



Inhalt

Inhaltsübersicht: Teil 1: Grundlagen: Kapitel 1: Kultur und Strafrecht - Teil 2: Berücksichtigung kultureller Wertvorstellungen im Besonderen Teil des StGB: Kapitel 2: Kulturoffene Tatbestandsmerkmale: Mordmerkmal "(sonst) aus niedrigen Beweggründen" - Zumutbarkeit im Sinne des § 323c StGB - Kapitel 3: Kulturoffene Rechtsgüter am Beispiel der Ehre: Universale und kulturoffene Rechtsgüter - Die Ehre als kulturoffenes Rechtsgut? - Kulturoffene Tatbestandsmerkmale bei den Ehrverletzungsdelikten - Teil 3: Berücksichtigung kultureller Wertvorstellungen im Allgemeinen Teil des StGB: Kapitel 4: Rechtswidrigkeit: Schutz von Rechtsgütern und kulturelle Wertvorstellungen - Kulturell motivierte Einwilligung in die Verletzung von Rechtsgütern - Kulturelle Wertvorstellungen als Rechtfertigungs- und Entschuldigungsgrund - Kapitel 5: Unrechtsbewusstsein: Berücksichtigung kultureller Wertvorstellungen - Grenzüberschreitende Straftaten und Unrechtsbewusstsein - Kapitel 6: Strafanwendungsrecht: Begehungsort bei abstrakten Gefährdungsdelikten - Anwendbarkeit mehrerer nationaler Strafrechtsordnungen - Beteiligung an grenzüberschreitenden Straftaten - Teil 4: Berücksichtigung kultureller Wertvorstellungen auf der Rechtsfolgenseite der Tat: Kapitel 7: Strafzumessung - Teil 5: Schutz kultureller Wertvorstellungen durch das Strafrecht: Kapitel 8: Bestandsaufnahme - Kapitel 9: Sicherung von Toleranz durch das Strafrecht? - Teil 6: Zusammenfassung - Literatur- und Sachverzeichnis

Produktinformationen

Titel: Kultur und Strafrecht
Untertitel: Die Berücksichtigung kultureller Wertvorstellungen in der deutschen Strafrechtsdogmatik
Autor:
EAN: 9783428132614
ISBN: 978-3-428-13261-4
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Öffentliches Recht
Anzahl Seiten: 424
Gewicht: 573g
Größe: H233mm x B157mm x T23mm
Jahr: 2011
Auflage: 1. Auflage.

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