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Men in Action: Maskulinität im Actionmodus des amerikanischen Films der 1980er Jahre

  • Kartonierter Einband
  • 48 Seiten
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Anfang der 1980er Jahre: das Vietnamkriegstrauma sitzt tief, die USA stecken in einer Krise einer Maskulinitätskrise, die auch im ... Weiterlesen
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Beschreibung

Anfang der 1980er Jahre: das Vietnamkriegstrauma sitzt tief, die USA stecken in einer Krise einer Maskulinitätskrise, die auch im Film zu einem präsenten Thema wird. Als Errettung aus diesem Trauma steigt eine neue Filmfigur empor: Ein Mann, dessen überaus muskulöser Körper ihn zu einem gewalt- und leidensbereiten Menschen macht. Ein Mann, der seinen körperlichen Exzess ausstellt und dessen Muskeln, dessen hard body unbestreitbar macht, dass er im Alleingang die USA retten kann und wird. Sein Körper ist der Nationalkörper und dieser wird gesundet und gestählt. Schauspieler wie Sylvester Stallone, Chuck Norris, Arnold Schwarzenegger und Mel Gibson sind die neuen hypermaskulinen Helden, die in Action- Filmen von Rambo bis Terminator die maskulinen Tugenden Mut, Loyalität, Ausdauer, Patriotismus, physische Kraft und Durchhaltevermögen sowie Einfallsreichtum verkörpern.Was ist also Maskulinität, so wie sie sich in dieser exzessiven Zurschaustellung ablesen lässt? Diese Arbeit versucht sich diesen Körpern durch Filmanalysen und unter Zuhilfenahme historischer, psychoanalytischer, semiotisch-politischer, aber auch phänomenologischern Theorie zu nähern.

Autorentext

Beatrice Behn ist Filmwissenschaftlerin und Filmkritikerin. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf Filmgeschichte und Filmkörpern im Ausnahmezustand, vor allem im Bereich der Gender Studies und des Körpers als politisches Medium.



Leseprobe
Textprobe: Kapitel 3.2, Walk like a man, talk like a man: Handlungen, Eigenschaften, Figuren der Maskuliniät: Wie bereits in Abschnitt 2.1 erörtert, lässt sich Maskulinität nicht nur an den Körpern an sich ablesen, sondern auch an der filmischen Handlung. Gleiches gilt für die Figuren, deren Konstellationen untereinander und in Bezug auf die innerdiegetische Welt sowie deren Verknüpfung zum Starimage des Schauspielers und den weiteren Filmen der oft mit Sequels bedachten Werke. Es stellt sich also die Frage, ob sich narrative bzw. performative Muster innerhalb des zu betrachtenden Filmkanons finden lassen, die eine gesamtkonzeptuelle Betrachtung der Filme im Actionmodus und deren Aussage über die amerikanische Maskulinität im Film der 1980er Jahre treffen lassen. 3.2.1, Figuren: Beim Betrachten des vorliegenden Filmkanons kann festgestellt werden, dass die überwiegende Mehrheit der Hauptfiguren Soldaten oder Polizisten (bzw. FBI/CIA-Agenten) sind und damit die uramerikanische Maskulinitätsfigur schlechthin verkörpern. Eine weitere eindeutige Tendenz ist feststellbar: Betrachtet man die Filmrollen der zu analysierenden Schauspieler in Bezug auf Yvonne Taskers Einteilung in die zwei Bodybuilder-Typen strong, silent bodybuilder (Stallone, Schwarzenegger, Norris) und strong, wise-guy (Willis, Russell, Gibson), so kann abgeleitet werden, dass vor allem erstere Gruppe einem regelrechten type casting als Soldat/Polizist/Agent unterzogen wurde und die Mehrheit der Filme Werke sind, die im Actionmodus stattfinden. Schwarzenegger beispielsweise verkörpert in neun von zehn seiner Filme in den 1980er Jahren diese Rolle. Norris spielt in allen seinen dreizehn Filmen diesen Typus; Stallone in sieben von zehn Filmen (die ROCKY-Reihe ausgenommen). Die Rollenverteilung in der zweiten Gruppe ist heterogener, doch auch hier ist eine Tendenz zu Polizisten/Soldatenrollen eindeutig erkennbar, wenn die Filme, die nicht im Actionmodus stattfinden herausgefiltert werden (Anhang A). Die Antagonisten dieser harten, soldatischen Figuren lassen sich ebenfalls grob in zwei Kategorien einteilen: Einerseits stehen die Filmhelden Vertretern bestimmter Institutionen (meist der eigenen Regierung) oder Trägern nicht-amerikanischer Maskulinitätskonzepte gegenüber, die oftmals durch einen soften Körper gekennzeichnet sind. Als Paradebeispiel für den soften Vertreter der Regierung dienen Rambos Antagonisten aus den ersten beiden Teilen: Sheriff Teasle, der übergewichtige Vertreter des Gesetzes, und Marshall Murdock, der ewig schwitzende Regierungsvertreter, der schon die Hitze Thailands nicht verträgt. Andererseits werden den Protagonisten ebenfalls harte Körper gegenübergestellt, die sich auf den ersten Blick kaum von den Hauptfiguren unterscheiden lassen (beispielsweise die Figur Hans Gruber (Alan Rickman) aus DIE HARD). Auffällig wird bei der Betrachtung der Figuren und damit der filmischen Welten, dass hier fast gar keine weiblichen Charaktere zu finden sind. Die filmischen Welten sind männlich, Frauen kommen nur am Rand vor. 3.2.2, Handlungen: Und selbst wenn Frauenfiguren nur Nebenrollen sind, so ist es doch beachtlich, dass die maskulinen Helden kaum Interesse an ihnen haben. Hier wird auffällig wie asexuell die harten Filmhelden sind. So nutzt Colonel Braddock (Chuck Norris) in MISSING IN ACTION nicht die Chance mit Miss Fitzgerald einen Schlummertrunk im Bett zu genießen, sondern benutzt sie ausschließlich als Alibi für seine nächtliche Tour. Auch Rambo (Sylvester Stallone) ist nicht an der schönen Geheimagentin Co Bao nicht sonderlich interessiert; es gibt nur einen Kuss nach welchem die Frau exakt eine Filmminute später erschossen und somit der filmischen Welt entledigt wird. Zwei Filmminuten nach ihrem Tod hat sie für Rambo auch keine weitere Relevanz mehr. Dutch (Arnold Schwarzenegger) wäre es ein leichtes die gefangene Rebellin in PREDATOR zu umgarnen oder sexuell zu nötigen. Doch den gesamten Film über hat e

Produktinformationen

Titel: Men in Action: Maskulinität im Actionmodus des amerikanischen Films der 1980er Jahre
Autor:
EAN: 9783958203655
ISBN: 978-3-95820-365-5
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Bachelor + Master Publishing
Genre: Kunst
Anzahl Seiten: 48
Gewicht: 95g
Größe: H221mm x B156mm x T7mm
Jahr: 2015
Auflage: 1. Aufl.