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Basisdemokratie als zivile Intervention

  • Kartonierter Einband
  • 236 Seiten
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Ausgangsfrage Die vorliegende Arbeit entstand aus der Frage, worin die demokratietheo retisch relevante Besonderheit des in der po... Weiterlesen
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Beschreibung

Ausgangsfrage Die vorliegende Arbeit entstand aus der Frage, worin die demokratietheo retisch relevante Besonderheit des in der politischen Debatte wie in der wissenschaftlichen Literatur verwendeten Begriffs "Basisdemokratie" be stehe. Die diesbezügliche Ausgangshypothese lautete, daß basisdemokrati sche Partizipation ein spezifischer Versuch sei, in gesellschaftsdeterminie renden Fragen direkt-demokratische Willensbildungprozesse durchzusetzen - ohne damit jedoch den vorhandenen institutionellen Rahmen infrage zu stellen. Basisdemokratie wird dieser Hypothese zufolge nicht als rein bin nenorganisatorisches Modell, sondern als gesellschaftspolitisch erweiteter Partizipationsanspruch verstanden. Die vorliegende Arbeit fragt deshalb da nach, wie Basisinitiativen, die von den Folgen strittiger politischer Entscheidungen betroffen waren, durch zivile Interventionen allgemeine Willensbildungsprozesse initiierten. In den dabei entwickelten demokrati schen Handlungsmaximen vermutet die vorliegende Arbeit nicht nur einen potentiellen Revitalisierungseffekt auf die demokratische Kultur eines Gemeinwesens, sondern auch die demokratietheoretische Bedeutung von Basisdemokratie als ziviler Intervention. Problemaufriß Als 1980 von Neuen sozialen Bewegungen (NsB) und grün-alternativen Wahlbündnissen die Partei DIE GRÜNEN gegründet wurde, nahm man in das Programm vier Prinzipien aus der gemeinsamen politischen Erfahrung auf: Die neue Partei sollte ökologisch, sozial, gewaltfrei und basisdemokra 1 tisch sein. Damit machte die Grüne Partei einen Begriff bekannt, der zuvor bereits in den Bewegungen verpflichtende Bedeutung hatte: alle im Namen der Bewegungen mit politischen Institutionen geführten Verhandlungen hatten mit der Bewegungsbasis abgesprochen und somit basisdemokratisch Der Wortlaut der Erklärung der Grünen Bundespartei zur Basisdemokratie findet sich im Anhang 13 legitimiert zu sein. Basisdemokratie wurde zum entscheidenden Ge staltungsprinzip bewegungsgeleiteter Politik.

Inhalt
Das Buch beschreibt den basisdemokratischen Widerstand Neuersozialer Bewegungen am Beispiel strittiger politischer Projekte.Basisdemokratie wird als wichtiges Kapitel der bundesrepublikanischenDemokratiegeschichte verortet. In den Zentralkonflikten bspw. um die Durchsetzung der Atomkraftwidersetzten sich Neue soziale Bewegungen politischen Entscheidungen, die informal legitimen Institutionen gefällt worden waren. Durch Blockaden u.ä. erzwangen sie Moratorien - Denkpausen, indenen gesellschaftsdeterminierende Entscheidungen zurück in die Hände desVolkes gelegt und ein allgemeiner politischer Willensbildungsprozess in Ganggesetzt wurde. Krise der Institutionen oder Höhepunkt demokratischer Kultur? Das Buch klärt den basisdemokratischen Mitbestimmungsanspruchauf. Damit schreibt es ein wichtiges Stück bundesdeutscher Demokratiegeschichte. Aus dem Inhalt: Zum Entstehungshintergrund von Basisdemokratie 1. Die ersten basisdemokratischen Ansätze 2. Der neuartige Problemhorizont 3. Ein neuartiger kollektiver Akteur 4. Annäherung an einen bewegungsorientierten Partizipationsbegriff Zentralkonflikte 1. Wyhl 2. Gorleben 3. Die Volkszählung 1987 4. Zusammenfassende Betrachtung der Situationen, die zum zivilenUngehorsam führten Ziviler Ungehorsam - zivile Intervention 1. Widerstand und ziviler Ungehorsam 2. Ziviler Ungehorsam - zivile Intervention 3. Die konstitutiven Bestandteile ziviler Intervention Der kalkulierte Regelverstoß 1. Die Kampagne gegen die Versenkung der Brent Spar 2. Öffentlichkeit als Politische Praxis 3. Demokratisches Potential und demokratisches Defizit derBrent-Spar-Kampagne - zwei Stellungsnahmen Basisdemokratie in globalen Handlungszusammenhängen 1. Non-Governmental Organizations als globale Basisvertretungen?2. Organisierte Einflußnahme auf parlamentarische Systeme inausgesuchten Problembereichen 3. Aktuelle Herausforderungen an basisdemokratischeHerrschaftskontrolle Der Autor: Ralf Vandamme, wissenschaftlicher Mitarbeiter amInstitut fürSozialarbeit

Produktinformationen

Titel: Basisdemokratie als zivile Intervention
Untertitel: Der Partizipationsanspruch der Neuen sozialen Bewegungen
Schöpfer:
EAN: 9783663093411
ISBN: 978-3-663-09341-1
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Genre: Sozialwissenschaften allgemein
Anzahl Seiten: 236
Gewicht: 311g
Größe: H210mm x B148mm x T12mm
Jahr: 2013
Auflage: Softcover reprint of the original 1st ed. 2000

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