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Die medizinrechtlichen Ordnungsstrukturen

  • Fester Einband
  • 444 Seiten
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Das Spannungsverhältnis von Recht und Medizin steht exemplarisch für die Herausforderungen des modernen Staates. Wissenschaftliche... Weiterlesen
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Beschreibung

Das Spannungsverhältnis von Recht und Medizin steht exemplarisch für die Herausforderungen des modernen Staates. Wissenschaftlichen Fortschritt und Verteilungsgerechtigkeit für medizinisch knappe Güter, wie bspw. menschliche Organe, gilt es auszutarieren. Alleine die Tatsache, dass private Wissensgenerierung immer wichtiger wird, führt nicht dazu, dass der Staat schrankenlos auf private Expertise zurückgreifen darf. Es bedarf problemadäquater Lösungskonzepte und anpassungsfähiger Regelungsstrukturen.

Staatliche Ordnungsgestaltung steht vor der Herausforderung eines rasanten wissenschaftlich-technischen Fortschrittes. Die Komplexität der Umwelt macht ein Zusammenwirken staatlicher und privater Akteure erforderlich. Jedoch führt alleine die Tatsache, dass im modernen Verwaltungsstaat private Wissensgenerierung immer wichtiger wird, nicht dazu, dass der Staat schrankenlos auf private Expertise zurückgreifen darf. Problemadäquate Lösungskonzepte und anpassungsfähige Regelungsstrukturen müssen bereitstehen, um dem Komplexitätsproblem Herr werden zu können. Dies zeigt sich am Spannungsverhältnis von Recht und Medizin sehr deutlich. Die Arbeit zeigt auf, wie vor dem Hintergrund großer Ressourcenknappheit, dies gerade im Bereich der Transplantationsmedizin, effiziente Ordnungsstrukturen ausgestaltet sein können, ohne dabei die staatliche Verantwortung aus den Augen zu verlieren.

Autorentext

Bar?? Çal??kan promovierte als Stipendiat des Landes Berlin (Nachwuchsförderungsgesetz) bei Herrn Prof. Dr. Graf Christian von Pestalozza an der FU Berlin. Promotionsbegleitend war er über drei Jahre an der Universität Potsdam und als Lehrbeauftragter an der Universität Hamburg im Bereich des Öffentlichen Rechts tätig. Es folgten Prüfungstätigkeiten beim GJPA in Berlin/Brandenburg und ein Forschungsaufenthalt in den Niederlanden. Das Referendariat absolvierte er im Bezirk des Kammergerichts mit Stagen im Bundesministerium für Gesundheit und bei Freshfields Bruckhaus Deringer LLP. Der Autor ist in der Bundesärztekammer (Hauptgeschäftsführung) im Bereich Transplantationsmedizin tätig.



Zusammenfassung
"[...] Für die im Gesundheitswesen tätigen Juristen ist der konkrete Anwendungsgebiet berufsrechtlicher Anforderungen betreffende Teil des Buches von besonderem Interesse. Es eröffnet aber auch dem an kompetenz- und legitimationsrechtlichen Fragestellungen interessierten Juristen einen hervorragenden Einblick in die rechtssystematische Entwicklung auf diesem Gebiet." Dr. Rainer Hess, in: Deutsches Verwaltungsblatt, 1/2015 "[...] Caliskan schafft mit seiner Dissertation eine sehr umfassende und präzise Analyse der Problematik der legitimatorischen Ausgestaltung der Einbeziehung privater Expertise in medizinrechtliche Entscheidungsprozesse, die in dieser Besprechung nur auszugsweise skizziert werden konnte. Insgesamt handelt es sich um ein sehr gelungenes Werk, das die öffentlich-rechtlichen Organisationsstrukturen abstrakt und komplex darstellt, sodann die spezifischen Organisations- und Entscheidungsstrukturen im Medizinrecht exemplarisch analysiert als auch mit den zuvor gefundenen Ergebnissen verknüpfen kann und somit der wissenschaftlichen Zielsetzung seiner Bearbeitung gerecht wird." Helena Bebert, in: Bayerischer Rechts- und Verwaltungsreport, online 6/2014 "Ungeachtet dieser Kritik ist die Dissertation von Caliskan ein reich belegtes Werk, das die einschlägigen verfassungs- und medizinrechtlichen Diskussionen umfassend aufbereitet." Univ.-Prof. Dr. Wolfram Höfling, in: Gesundheitsrecht, 2/2017

Inhalt

Thematische Einführung in die Aufgabenstellung Untersuchungsziel - Aufgabenstellung - Themeneingrenzung und Gang der Untersuchung 1. Organisationsstrukturen im Verfassungsstaat Organisationsrecht - Staatsaufgabendogmatik - Zusammenfassung und Thesen 2. Kooperatives Verfahrens- und Organisationsrecht Bedeutung der Kooperation - Kooperationsspektrum - Zusammenfassung und Thesen - Legitimation im Kooperationsbereich - Private Expertise und Demokratieprinzip - Zusammenfassung und Thesen 3. Organisations- und Entscheidungsstrukturen im Medizinrecht Medizinrechtliche Perspektive der Aufgabenstellung - Europäisches Gesundheitsmandat - Rechtliche Ordnung der Transplantationsmedizin - Ethik-Kommissionen im Medizinrecht 4. Ergebnisse Staatliche Verantwortung und Private - Spannungsverhältnis von Recht und Medizin - Rechtspolitischer Ausblick Literatur- und Sachwortverzeichnis

Produktinformationen

Titel: Die medizinrechtlichen Ordnungsstrukturen
Untertitel: Legitimationsverantwortung des Staates beim Zusammentreffen privater Expertise und staatlicher Regulierung
Autor:
EAN: 9783428138739
ISBN: 978-3-428-13873-9
Format: Fester Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Zivilprozessrecht
Anzahl Seiten: 444
Gewicht: 705g
Größe: H238mm x B161mm x T27mm
Jahr: 2014
Auflage: 1. Auflage