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Wo auch ich zu Hause bin

  • Kartonierter Einband
  • 176 Seiten
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Mit diesem Roman in Tagebuchform führt Barbara Yurtdas die Geschichte der Familie Bulut fort, die sie in dem Buch "Wo mein Ma... Weiterlesen
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Beschreibung

Mit diesem Roman in Tagebuchform führt Barbara Yurtdas die Geschichte der Familie Bulut fort, die sie in dem Buch "Wo mein Mann zu Hause ist" begonnen hat. Irmgard Bulut bewältigt inzwischen ihren "exotischen" Alltag in der Türkei mit Routine und Gelassenheit. Mit Übersetzungsarbeiten für eine Reisezeitschrift trägt sie nicht nur zum Unterhalt der Familie bei, sondern auch zu einem besseren Verständnis der Kulturen. Es gibt Probleme, als die alten Schwiegereltern aus dem anatolischen Dorf bei ihrem Sohn überwintern wollen: Denn auch in der Türkei gelten die traditionellen Regeln der Großfamilie nicht mehr ungebrochen, auch hier klafft ein Abgrund zwischen Dorf und Stadt. Wie Irmgard sich dann doch mit ihrer Schwiegermutter verständigt, liest sich als Sieg der Frauensolidarität über alle Grenzen hinweg und wird mit Augenzwinkern erzählt. Über den Autor Barbara Yurtdas , geboren 1937 in Leipzig, Studium in München, Gymnasiallehrerin. Verheiratet mit einem Türken, lebt in Izmir und München.

Autorentext

Barbara Yurtdas, geboren in Leipzig, Studium in München, Gymnasiallehrerin. Verheiratet mit einem Türken, lebt in Izmir und München. Zahlreiche Veröffentlichungen, darunter 1983 »Wo mein Mann zu Hause ist« (Neuausgabe Allitera Verlag 2002) und »Gebrauchsanweisung für die Türkei« (Neuausgabe 1977). Zuletzt erschien im Insel Verlag »Istanbul. Ein Reisebegleiter« (2004).



Klappentext

Mit diesem Roman in Tagebuchform führt Barbara Yurtdas die Geschichte der Familie Bulut fort, die sie in dem Buch Wo mein Mann zu Hause ist begonnen hat. Irmgard Bulut bewältigt inzwischen ihren exotischen Alltag in der Türkei mit Routine und Gelassenheit. Mit Übersetzungsarbeiten für eine Reisezeitschrift trägt sie nicht nur zum Unterhalt der Familie bei, sondern auch zu einem besseren Verständnis der Kulturen. Es gibt Probleme, als die alten Schwiegereltern aus dem anatolischen Dorf bei ihrem Sohn überwintern wollen: Denn auch in der Türkei gelten die traditionellen Regeln der Großfamilie nicht mehr ungebrochen, auch hier klafft ein Abgrund zwischen Dorf und Stadt. Wie Irmgard sich dann doch mit ihrer Schwiegermutter verständigt, liest sich als Sieg der Frauensolidarität über alle Grenzen hinweg und wird mit Augenzwinkern erzählt.



Leseprobe
Jahresende (S. 65) So viel Schnee wie in diesem Winter gab es noch nie in Izmir (laut Zeitung seit 35 Jahren nicht). Schneebedeckte Palmen, welch ein Anblick! Wir schauen durchs Fenster den schwebenden Flocken zu, und die anne sagt: "Wie bei uns in Niggde." Wie bei uns in München. Das Kabinett hat zu Neujahr Preiserhöhungen für die Produkte der Staatsbetriebe genehmigt. Tee, Zucker, Zigaretten und rakl werden "nur" um zwanzig Prozent teurer. Bei Energie, also Benzin, elektrischem Strom, Heizöl, ziehen die Preise dagegen kräftig an. Die Kochgasflaschen zum Beispiel, die jeder Haushalt braucht, sollen 48 Prozent mehr kosten. Ebenso erhebliche Steigerungen bei Holz, Koks, Eisen, den Tickets für Bahnfahrten und Inlandsflügen. Das Inflationskarussell dreht sich wieder schneller. Demirels hilfloser Kommentar: "Üzgünüm" (Es tut mir leid)! Es ist wohl realistisch, auch von der neuen Regierung keine Wunder zu erwarten. Januar 1992 Täglich geht ein Glas oder eine Tasse kaputt, verschmort die Anne einen Plastiklöffel in der Pfanne, wird einem Messer die Spitze abgebrochen. Gerade hat Ahmed auf meiner Muskatreibe Knoblauch gerieben. Die feinen Poren sind verstopft. Ich schreie ihn an - gibt es keine Knoblauchpresse? - und schmeiße die Reibe weg, obwohl ich keine ähnliche hier nachkaufen kann. Keine Achtsamkeit im Umgang mit all den "kostbaren" Küchengeräten aus Deutschland. Wenn Ahmed seine Gartengeräte draußen rumliegen lässt, so dass sie verrosten, geht mich das nichts an, während es mich wahnsinnig macht, wenn er und seine Mutter in der Küche werkeln. Dabei muss ich ja dankbar sein, dass sie mich mit all der Arbeit nicht alleine lassen. Das Gummi von Ahmeds neu gekaufter Trainingshose platzt. Er schimpft: "Türk isi" (türkische Arbeit, typisch türkisch). Aber ich darf um Himmels willen nicht dasselbe sagen, wenn wir, wie heute, plötzlich ohne einen Tropfen Wasser dastehen. Rätselhaft, dass unser randvoller Reservetank die Versorgung nicht übernimmt.

Inhalt
1;Zu diesem Buch;3 2;Izmir, den 22. Oktober 1991;6 3;23. Oktober;10 4;24. Oktober;12 4.1;abends;13 5;25. Oktober, Freitag;17 5.1;abends;18 5.2;drei Uhr nachts;18 6;27., Sonntag;19 7;28. Oktober;20 7.1;später;21 8;29. Oktober 1991;22 9;30. Oktober;23 10;November 1991;23 11;Dezember 1991;40 12;26. Dezember 1991;63 13;Jahresende;66 14;Januar 1992;66 15;Sonntag;81 16;26. Januar 1992;95 17;Februar ;96 18;Nachmittägliches Treffen bei Gabi;106 19;Nacht;128 20;März;136 21;Traum;163 22;31. März;165 23;April;166 24;Glossar;175

Produktinformationen

Titel: Wo auch ich zu Hause bin
Untertitel: Eine türkisch-deutsche Familiengeschichte
Autor:
EAN: 9783865200419
ISBN: 978-3-86520-041-9
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Buch & media
Genre: Romane & Erzählungen
Anzahl Seiten: 176
Gewicht: 251g
Größe: H219mm x B139mm x T15mm
Veröffentlichung: 01.08.2004
Jahr: 2004