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Zartviolettes Glück

  • Fester Einband
  • 171 Seiten
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Draußen explodierte plötzlich das eine Bündel, dann das andere. Die Zartvioletten lösten sich in Rauch auf, in roten Rauch. Ganz r... Weiterlesen
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Hinweis: Dieser Artikel ist für Jugendliche unter 16 Jahren nicht geeignet.

Beschreibung

Draußen explodierte plötzlich das eine Bündel, dann das andere. Die Zartvioletten lösten sich in Rauch auf, in roten Rauch. Ganz rot waren meine Finger, fast so rot wie die Backen der Erna. Jetzt sah aber ich noch röter und stieß die Aktentasche mit voller Wucht in das Glas der Tür. Die brach, mein Arm auch, und der Alarm ging los.

Autorentext

Barbara Keller. Barbara Keller wurde 1944 geboren, war Deutschlehrerin, schreibt seit ihrer Pensionierung und hat Texte im Podium , Wien, veröffentlicht, zwei Kurzhörspiele sind im ORF und im WDR gesendet worden. Barbara Keller lebt in Wien und hat einen Literaturpreise gewonnen.
J. Monika Walther. J. Monika Walther, geboren 1945 in Leipzig, stammt aus einer jüdisch-protestantischen Familie, aufgewachsen in Leipzig und Berlin und kreuz und quer in der ganzen Westrepublik; Lebt seit 1966 im Münsterland und den Niederlanden, arbeitet seit 1976 als Schriftstellerin: Lyrik, Prosa, Hörspiel. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen.
Madeleine Scherer. Madeleine Scherer, geboren 1992 in Berlin, aufgewachsen in Baden-Württemberg, studiert momentan in England. Mehrere Veröffentlichungen und Literaturpreise seit dem 16. Lebensjahr.
Mark Leeberg. Mark Leeberg, geboren 1968 in Thüringen, studierte Musik und Juristerei. Er lebt und arbeitet seit 1988 in Leipzig. Veröffentlichungen von Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien; Finalist und Preisträger verschiedener Kurzgeschichtenwettbewerbe.
Veronika Aydin. 1961 in Emmerich geboren, hat es via Antalya und Manila nach Wiesbaden verschlagen. Seit 2003 Veröffentlichungen von Kurzgeschichten und Kurzkrimis in Anthologien und Zeitschriften. Wenn sie nicht gerade in ihren Geschichten versinkt, taucht sie mit Leidenschaft in die Unterwasserwelt ein.
Tobias Sommer.1978 in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) geboren, Veröffentlichungen von Lyrik und Prosa in Anthologien und Literaturzeitschriften (u.a. entwürfe, Zeichen und Wunder, DUM, Belletristik).
Frank Haberland. Jahrgang 1984. Student an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Reisen führten ihn zum Theaterspielen nach Liverpool, zum Schreiben nach Straßbourg und schließlich nach Luanda. Veröffentlicht seit 2010 regelmäßig in Anthologien und organisiert Autorentreffen in Berlin.
Antje Ippensen. Geboren 1965 in Oldenburg i/O, Bundesrepublik Deutschland, lebt seit 1985 in Mannheim, zusammen mit ihrer Lebensgefährtin Josiane Depière, im gemeinsam gegründeten Atelier Redensart. Zweiter Preis des PEN-Clubs Liechtenstein für Nachwuchslyriker 1991. Nominiert fürden Kurd-Laßwitz-Preis 2006 mit der Geschichte Alles wandelt sich ; erreicht Platz 9. Zahlreiche Veröffentlichungen seit 1989. Erotische Literatur publiziert Antje seit 2007. 2010 erscheint Fesselndes Geheimnis im Verlag Elysion Books. Das Schreiben rettet ihr ständig das Leben.



Leseprobe
"Barbara Keller. Zartviolett. Ich verlasse mich nicht gerne auf Andere. Wer sich auf Andere verlässt, der ist verlassen. Daher habe ich alles alleine ausgetüftelt. Meine Kleine damals hat vielleicht, vielleicht auch nicht, denn so gescheit ist sie nicht, muss sie ja auch nicht sein, reicht für Zwei, wenn ich einmal zu denken anfange!, also vielleicht hat sie den Braten gerochen, als ich sie gebeten habe, sich genau zu merken, was auf dieser verfluchten Glastür steht. Das war nämlich so: Wir saßen auf dem Trockenen, wir zwei, meine Kleine und ich, nicht nur auf so einer kleinen Sandbank in der Donau, sondern das war schon eine richtige Wüste, nichts mehr zu beißen und noch viel weniger zu schlucken. Wenn ich aber nichts zu beißen, oder vielmehr: Wenn ich nichts zu schlucken habe, werde ich ungemütlich. Da hat mich meine Kleine getreten, dass ich wieder etwas heran schaffe, sie bringt es nicht mehr alleine, die Zeiten sind auch nicht mehr, was sie einmal waren, und so weiter. Da habe ich eben die alte Idee wieder hervorgeholt. Die ging mir schon lange im Kopf herum. Sie lag aber sozusagen auf Eis. Gute Ideen werden nicht schlechter, wenn man sie ein bisschen abliegen lässt, im Gegenteil. Es ist ja nicht so, dass ich der Allergrößte unter den Großen bin, eigentlich bin ich nicht einmal ein Großer, ich spiele sozusagen in der Unterliga, aber auch als kleiner Mann kann man seine guten Kontakte haben, wenn man sie pflegt. Ich habe mir in langen Jahren ein Image aufgebaut, dass ich, wo es etwas es auszuschnüffeln gibt, es immer schon als Erster weiß. Da habe ich eben an der einen günstigen Stelle meinen Tipp abgegeben, und an der anderen günstigen Stelle denselben Tipp noch einmal, nur sozusagen um hundertachtzig Grad gedreht. Günstig? Natürlich, aber günstig für mich. Das klingt jetzt alles ein bisschen wie Jägerlatein, wird sich aber schon aufklären. Und damit wird sich auch aufklären und heraus stellen, dass ich absolut unschuldig bin, dass sie den Falschen gefasst haben. Aber das ist ja das Problem mit der Polizei: Jeder, wirklich jeder würde verstehen, dass sie manchmal hart durchgreifen muss, dass sie alle nur möglichen Methoden anwenden muss, ist ja schließlich keine leichte Arbeit, die Aufrechterhaltung von Zucht und Ordnung und die Bekämpfung des Verbrechens. Aber diese Schwerfälligkeit, diese Sturköpfigkeit in Fällen, wo der Irrtum auf der Hand liegt, das ist schwer zu akzeptieren, und das macht die Polizei auch den meisten verhasst. Harte Methoden und schnell von Begriff, das wäre, was wir uns von der Polizei wünschen würden. Aber leider, die Wirklichkeit beweist das gerade Gegenteil! Die Anklage lautet: Überfall auf eine Bank, und die Geldsumme, die ich erbeutet haben soll, ist so groß, dass eine Nacht nicht genügt, um von ihr zu träumen. Dass diese hübsche kleine Bank so viel eingenommen haben soll. Hätte ich das nur vorher gewusst! Aber das nützt jetzt nichts mehr. Ich kann beim besten Willen nicht angeben, wohin all die vielen schönen Scheine verschwunden sind - selbst wenn ich nur an die kleinen blauen denke, die mit dem geringsten Wert, wird mir ganz übel vor Sehnsucht. Ich habe sie nie gehabt, aber das will mir keiner glauben. Nur der Chefinspektor, von dem glaube ich, dass er mir glaubt. Nur zugeben kann er es nicht. Aber der Gute verwendet sich für mich, wenn ich alles gestehe, so dass ich wohl mit fünf Jahren davonkommen werde, wie er sagt. Es hat ja sonst keiner irgendwie Schaden genommen, und auch mein Arm ist fast wieder so beweglich wie vorher. Ich hatte schon seit einiger Zeit eine hübsche kleine Bank ausspioniert ..."

Produktinformationen

Titel: Zartviolettes Glück
Untertitel: 8 Geschichten
Autor:
Editor:
EAN: 9783981456219
ISBN: 978-3-9814562-1-9
Format: Fester Einband
Altersempfehlung: 16 bis 18 Jahre
Herausgeber: Achter Verlag
Genre: Romane & Erzählungen
Anzahl Seiten: 171
Gewicht: 318g
Größe: H205mm x B149mm x T23mm
Veröffentlichung: 01.10.2011
Jahr: 2011
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