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Gefährdete Freiheit. Über Hannah Arendt und Simone de Beauvoir

  • Kartonierter Einband
  • 149 Seiten
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Im 20. Jahrhundert haben zwei Frauen zur gleichen Zeit mit einer ganz ähnlichen philosophischen Orientierung den unbestrittenen Ra... Weiterlesen
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Beschreibung

Im 20. Jahrhundert haben zwei Frauen zur gleichen Zeit mit einer ganz ähnlichen philosophischen Orientierung den unbestrittenen Rang einer Klassikerin in der Politischen Theorie erworben: Hannah Arendt und Simone de Beauvoir. Grund genug für die renommierte Wissenschaftlerin Barbara Holland-Cunz, sich mit den beiden, ihrem Leben, Wirken und Werk auseinanderzusetzen. Ein spannendes Buch voll kluger Gedanken zu klugen Gedanken. Im Zentrum der Politischen Theorien Hannah Arendts und Simone de Beauvoirs steht ein Konzept von Freiheit, das sowohl enthusiastisch die Herausforderungen preist als auch realistisch die Gefährdungen erfasst. Aus der Perspektive des Freiheitskonzept werden hier erstmals beide Theoretikerinnen ausführlich vergleichend betrachtet. Arendts Konzept einer zerbrechlichen Freiheit und Beauvoirs Idee einer beängstigenden Freiheit stellen komplexe moderne Anthropologien dar, die die Menschheit als soziale Spezies zeichnen, hin- und hergerissen zwischen Wagemut und Verzagtheit, angewiesen auf die Welt und die Anderen. Beide Theoretikerinnen vereint zudem eine kritische, mitunter abwertende Haltung gegenüber der "Naturseite" menschlicher Existenz, gegen Körperlichkeit, Gattung und Notwendigkeit. Arendts und Beauvoirs biographisches und theoretisches Verhältnis zum Existenzialismus wirft schließlich die Frage auf, ob die existenzialistische Freiheitskonzeption vielleicht nicht zufällig für eine von Frauen formulierte politische Anthropologie in patriarchalen Gesellschaften besonders viel versprechend ist. Die Diskussion des Konzepts der gefährdeten Freiheit in der Politischen Theorie Arendts und Beauvoirs schließt erstmalig ein vergleichendes Verständnis beider Werke, ihrer großen Ähnlichkeiten und feinen Unterschiede auf.

Autorentext

Prof. Dr. phil. Barbara Holland-Cunz, Professorin für Politikwissenschaft und Leiterin der Arbeitsstelle Gender Studies der Justus-Liebig-Universität Gießen.



Klappentext

Im 20. Jahrhundert haben zwei Frauen zur gleichen Zeit mit einer ganz ähnlichen philosophischen Orientierung den unbestrittenen Rang einer Klassikerin in der Politischen Theorie erworben: Hannah Arendt und Simone de Beauvoir. Grund genug für die renommierte Wissenschaftlerin Barbara Holland-Cunz, sich mit den beiden, ihrem Leben, Wirken und Werk auseinanderzusetzen. Ein spannendes Buch voll kluger Gedanken zu klugen Gedanken. Im Zentrum der Politischen Theorien Hannah Arendts und Simone de Beauvoirs steht ein Konzept von Freiheit, das sowohl enthusiastisch die Herausforderungen preist als auch realistisch die Gefährdungen erfasst. Aus der Perspektive des Freiheitskonzept werden hier erstmals beide Theoretikerinnen ausführlich vergleichend betrachtet. Arendts Konzept einer zerbrechlichen Freiheit und Beauvoirs Idee einer beängstigenden Freiheit stellen komplexe moderne Anthropologien dar, die die Menschheit als soziale Spezies zeichnen, hin- und hergerissen zwischen Wagemut und Verzagtheit, angewiesen auf die Welt und die Anderen. Beide Theoretikerinnen vereint zudem eine kritische, mitunter abwertende Haltung gegenüber der "Naturseite" menschlicher Existenz, gegen Körperlichkeit, Gattung und Notwendigkeit. Arendts und Beauvoirs biographisches und theoretisches Verhältnis zum Existenzialismus wirft schließlich die Frage auf, ob die existenzialistische Freiheitskonzeption vielleicht nicht zufällig für eine von Frauen formulierte politische Anthropologie in patriarchalen Gesellschaften besonders viel versprechend ist. Die Diskussion des Konzepts der gefährdeten Freiheit in der Politischen Theorie Arendts und Beauvoirs schließt erstmalig ein vergleichendes Verständnis beider Werke, ihrer großen Ähnlichkeiten und feinen Unterschiede auf.



Zusammenfassung
... eine[...] inspirierende Schrift... Das Historisch-Politische Buch 5/2013 Gefährdete Freiheit. Über Hanna Arendt und Simone de Beauvoir ist als ideengeschichtlich argumentierendes ein ebenso aktuelles wie feministisch originelles Buch, das vor dem Hintergrund eines Tableaus der modernen Freiheitsbegriffe zwei Denkerinnenzusammenbringt, von denen wir wissen, dass sie sich trotz eines gesteigerten Interesses an der gemeinsamen Welt und ihrer provokanten Einlassungen zu Streitfragendes 20. Jahrhunderts füreinander persönlich kaum interessierten. Gleichwohlwerden Hannah Arendt und Simone de Beauvoir bei einer vergleichenden Lektüreihrer Freiheitskonzepte ungeachtet zahlreicher Differenzen posthum zu Geistesverwandten. Femina Politica 2/2013 ... eine lesenswerte Studie... Politisches Lernen 1-2/2013 Holland-Cunz kommt das Verdienst zu, zwei bedeutende Klassikerinnen der Philosophie und der Politischen Theorie zu würdigen. Auch hebt sie mit Recht hervor, dass sich Beauvoir erhebliche Einwände gefallen lassen müsse, Arendt hingegen erstaunlich wenige (113). Dem Anliegen von Holland-Cunz, ein Freiheitskonzept jenseits des Neoliberalismus zu entwickeln, kann ich mich nur anschließen. Dabei auf Arendt und Beauvoir zurückzugreifen, ist naheliegend und wichtig. Holland-Cunz schreckt auch nicht davor zurück, die Schwächen und die misogynen Aspekte dieser Konzepte aufzuzeigen. Susanne Moser (Wien). In: L'Homme 1/2013 Es gibt Fragen, die rumoren in der eigenen Denkwerkstatt, und dann kommt ein Buch und schenkt genau dies: einen Vergleich der Klassikerinnnen des politischen/feministischen Denkens - Arendt und Beauvoir - zu einem Thema, das aktuell durch Wissenschaft und Neoliberalismen mehr als gefährdet ist: Freiheit als ein kostbares Gut. Birge Krondorfer, in: an.schläge 5/2013 Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass es ein Verdienst von Holland-Cunz ist, sich in ihrer Studie "Gefährdete Freiheit" aus komparatistischer Perspektive der Relation der Politischen Theorien von Arendt und Beauvoir zu widmen und dabei nicht der Versuchung biographischer Fragen zu erliegen. Dadurch gelingt es ihr auch, Simone de Beauvoir über "Das andere Geschlecht" hinaus als eine Klassikerin der Politischen Theorie im 20. Jahrhundert zu fokussieren. Die Autorin trägt somit wesentlich dazu bei, eine bestehende Lücke in der ansonsten kaum mehr zu überblickenden Anzahl von Publikationen zu den Werken der beiden Frauen zu verkleinern. Außerschulische Bildung 1-2013 Mit der Veröffentlichung von Barbara Holland-Cunz werden erstmals beide Theoretikerinnen ausführlich vergleichend aus der Perspektive des Freiheitskonzeptes betrachtet. Newsletter der Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte12/2012 Die zwei bedeutendsten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts in ihren Positionen zum gegenwärtig stark diskutierten Begriff der "Freiheit" zu vergleichen - das ist ein anspruchsvolles und lobenswertes Anliegen der Autorin. Und es gelingt ihr ausgesprochen gut, die gedanklichen und sprachlichen Eigenheiten von Arendt und Beauvoir zu einem eher knapp gehaltenen und vielleicht gerade deshalb bereichernd lesbaren Text zu verbinden. positiv-web.de, 04.10.2012 Fazit: Originelles Plädoyer für eine feministische Gesellschaftskritik. Holland-Cunz hat mit ihrer vergleichenden Auseinandersetzung mit Arendt und Beauvoir ein Buch geschrieben, das sich abhebt von sonstigen alltäglichen Neuerscheinungen im politikwissenschaftlichen Feld. Es ist ein Buch, dessen Lektüre Spaß macht. Dazu trägt vor allem die teilweise unkonventionelle Herangehensweise der Autorin bei, die die Interpretation der Arendt'schen und Beauvoir'schen Texte in einer mitunter geradezu literaturwissenschaftlich anmutenden Art und Weise betreibt, die Denkerinnen also, im wahrsten Sinne des Wortes, auslegt. Querelles-net.de, 4/2012 Der Text ist lesenswert und trotz erhöhter theoretischer Komplexität, die an manchen Stellen vom politi

Produktinformationen

Titel: Gefährdete Freiheit. Über Hannah Arendt und Simone de Beauvoir
Autor:
EAN: 9783866494572
ISBN: 978-3-86649-457-2
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Budrich
Genre: Soziologie
Anzahl Seiten: 149
Gewicht: 226g
Größe: H216mm x B151mm x T10mm
Veröffentlichung: 14.03.2012
Jahr: 2012
Auflage: 1. Aufl. 13.03.2012