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Bethel in der NS-Zeit

  • Kartonierter Einband
  • 367 Seiten
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Leseprobe
Die von Bodelschwinghschen Anstalten hatten in der NS-Zeit mit Friedrich von Bodelschwingh d. J. (1877-1946) einen besonnenen, erf... Weiterlesen
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Beschreibung

Die von Bodelschwinghschen Anstalten hatten in der NS-Zeit mit Friedrich von Bodelschwingh d. J. (1877-1946) einen besonnenen, erfahrenen und christlich geprägten Anstaltsleiter. Er hatte sich bereits 1929 gegen die Euthanasie ausgesprochen. Trotzdem starben zwischen 1933 und 1945 in dem dortigen Kinderkrankenhaus Sonnenschein (100-120 Betten) über 2000 behinderte und nichtbehinderte Kinder. Auch bei den behinderten Kindern in den Pflegehäusern und bei den erwachsenen PatientInnen und Pfleglingen gab es eine überproportional hohe Todesrate. Nach den Forschungen von Barbara Degen war die Ursache der hohen Sterberate eine mangelhafte Ernährung, gefährliche TBC-Impfungen u. v. m. Der vorauseilende Gehorsam und die Wahl des kleineren Übels der Anstaltsleitung machten diese Entwicklung möglich. Barmherzigkeit und Liebe wurden in eine Liebe zur Volksgemeinschaft zulasten der Kranken umgedeutet, aus dem biblischen Tötungsverbot wurde ein Sterilisations- und Tötungsgebot aus scheinbarer Barmherzigkeit. Das Buch versucht, diese Widersprüche und die Frage zu klären, wie Fürsorge, Mütterlichkeit, christliches Liebesverständnis und Überlebensstrategien mit Fragen der Eugenik und Rassenhygiene verknüpft werden konnten.

Autorentext
Dr. Barbara Degen, Juristin und Mitbegründerin des Feministischen Rechtsinstituts e.V., Bonn/Hamburg

Klappentext

Die von Bodelschwinghschen Ansstalten hatten in der NS-Zeit mit Friedrich von Bodelschwingh d. J. (1877-1946) einen besonnenen, erfahrenen und christlich geprägten Anstaltsleiter. Er hatte sich bereits 1929 gegen die "Euthanasie" ausgesprochen. Trotzdem starben zwischen 1933 und 1945 in dem dortigen Kinderkrankenhaus "Sonnenschein" (100-120 Betten) über 2000 behinderte und nichtbehinderte Kinder. Auch bei den behinderten Kindern in den Pflegehäusern und bei den erwachsenen PatientInnen und Pfleglingen gab es eine überproportional hohe Todesrate. Nach den Forschungen von Barbara Degen war die Ursache der hohen Sterberate eine mangelhafte Ernährung, gefährliche TBC-Impfungen u. v. m. Der "vorauseilende Gehorsam" und die Wahl des "kleineren Übels" der Anstaltsleitung machten diese Entwicklung möglich. "Barmherzigkeit" und "Liebe" wurden in eine "Liebe zur Volksgemeinschaft" zulasten der Kranken umgedeutet, aus dem biblischen Tötungsverbot wurde ein Sterilisations- und Tötungsgebot aus scheinbarer Barmherzigkeit. Das Buch versucht, diese Widersprüche und die Frage zu klären, wie Fürsorge, Mütterlichkeit, christliches Liebesverständnis und Überlebensstrategien mit Fragen der "Eugenik" und "Rassenhygiene" verknüpft werden konnten.

Produktinformationen

Titel: Bethel in der NS-Zeit
Untertitel: Die verschwiegene Geschichte
Autor:
EAN: 9783888645303
ISBN: 978-3-88864-530-3
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Vas
Genre: 20. Jahrhundert (bis 1945)
Anzahl Seiten: 367
Gewicht: 632g
Größe: H231mm x B162mm x T30mm
Jahr: 2014