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Werkausgabe 01. Das Totenschiff

  • Kartonierter Einband
  • 320 Seiten
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Dies ist die Geschichte des Seemans Gerard Gale, der in den Kneipen Antwerpens sein Schiff verpasst, mittel- und staatenlos durch ... Weiterlesen
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Beschreibung

Dies ist die Geschichte des Seemans Gerard Gale, der in den Kneipen Antwerpens sein Schiff verpasst, mittel- und staatenlos durch Europa gejagt wird und schließlich in Barcelona auf dem Totenschiff Yorrikke anheuert - einem jener schwimmenden Särge, die mit Fracht und Mannschaft zum Untergang bestimmt sind, um dem Besitzer die Versicherungsprämie einzubringen.

Der Seemann Gerard Gale verpasst in den Kneipen Antwerpens sein Schiff, wird mittel- und staatenlos durch Europa gejagt und heuert schließlich in Barcelona auf dem Totenschiff 'Yorikke' an - einem jener schwimmenden Särge, die mit Fracht und Mannschaft zum Untergang bestimmt sind, um dem Besitzer die Versicherungsprämie einzubringen.

Nach einer Liebesnacht verpasst der Matrose Gale in Antwerpen die Abfahrt seines Schiffes und steht nun ohne Geld und Papiere da. Ohne Identitätsbeweis will ihm der US-amerikanische Konsul in Paris keinen neuen Pass ausfertigen und stellt sogar Gales Geburt in Abrede. Er ist zum Opfer einer Bürokratie geworden, der Papiere wichtiger sind als der Mensch: >>Jeder konnte mit mir machen, was er wollte.<< Gale wird abgeschoben und gerät nach einer Odyssee durch halb Europa schließlich nach Cadiz, wo er als >>Kohlenschlepp<< auf der schrottreifen >>Yorikke<< anheuert, die Schmugglerware transportiert. Zusammen mit seinem polnischen Kameraden Stanislaw Koslowski, ebenfalls ein Entwurzelter, wird er auf die >>Empress of Madagascar<< verschleppt, die als Versicherungsbetrug versenkt werden soll. Doch bevor es dazu kommt, läuft das >>Totenschiff<< auf ein Riff, nur Koslowski und Gale überleben. Schließlich zerstört ein Sturm das Wrack; Gale treibt allein im Meer.

Autorentext
Geboren am 25.2.1882(?) in San Francisco(?) oder am 3.5.1890(?) in Chicago(?), gestorben am 26.3.1969 in Mexiko City, seine Asche wurde von einem Sportflugzeug über den Regenwäldern des Rio Jataté in der Nähe der guatemaltekischen Grenze verstreut. Er war ein Freund der Indios, ein Feind der Großgrundbesitzer und Öltrusts und der bekannteste Unbekannte der deutschen Literatur. Als er 1969 starb, waren seine Bücher in Dutzende von Sprachen übersetzt und in über 25 Millionen Exemplaren verbreitet. Über ihn, der sich hinter der Bemerkung versteckte: »Die Biographie eines schöpferischen Menschen ist ganz und gar unwichtig«, wußte man nichts. Wurde er 1882 in San Francisco oder 1890 in Chicago geboren? Gesichert scheint, daß er sich im Weimar der zwanziger Jahre als Ret Marut ohne Erfolg als Schauspieler und Regisseur versuchte, bevor er in München die radikalanarchistische Zeitschrift Der Ziegelbrenner herausgab und im wesentlichen selbst schrieb. Nach dem Sturz der bayerischen Räteregierung, an der er als Zensor und Presseredakteur beteiligt war, entkam er nach Mexiko."

Leseprobe

Wir hatten eine volle Schiffsladung Baumwolle von New Orleans rübergebracht nach Antwerpen mit der S. S. Tuscaloosa. Sie war ein feines Schiff - Verflucht noch mal, das ist wahr. First rate steamer, made in U. S. A. Heimathafen New Orleans. Oh du sonniges, lachendes New Orleans, so ungleich den nüchternen Städten der vereisten Puritaner und verkalkten Kattunhändler des Nordens! Und was für herrliche Quartiere für die Mannschaft! Endlich einmal ein Schiffbauer, der den revolutionären Gedanken gehabt hatte, daß die Mannschaft auch Menschen seien und nicht nur Hände. Alles sauber und nett. Bad und viel saubere Wäsche und alles moskitodicht. Die Kost war gut und reichlich. Und es gab stets saubere Teller und geputzte Messer, Gabeln und Löffel. Da waren Niggerboys, die nichts andres zu tun hatten, als die Quartiere sauberzuhalten, damit die Mannschaft gesund bliebe und bei guter Laune. Die Kompanie hatte endlich entdeckt, daß sich eine gutgelaunte Mannschaft besser bezahlt macht als eine verlotterte.

Zweiter Offizier? No, Sir. Ich war nicht Zweiter Offizier auf diesem Eimer. Ich war einfacher Deckarbeiter, ganz schlichter Arbeiter. Sehen Sie, Herr, Matrosen gibt es ja kaum noch, werden auch gar nicht mehr verlangt. So ein modernes Frachtschiff ist gar kein eigentliches Schiff mehr. Es ist eine schwimmende Maschine. Und daß eine Maschine Matrosen zur Bedienung braucht, glauben Sie ja gewiß selbst nicht, auch wenn Sie sonst nichts von Schiffen verstehen sollten. Arbeiter braucht diese Maschine und Ingenieure. Sogar der Skipper, der Kapitän, ist heute nur noch ein Ingenieur. Und selbst der A. B., der am Ruder steht und noch am längsten als Matrose angesehen werden konnte, ist heute nur noch ein Maschinist, nichts weiter. Er hat nur die Hebel auszulösen, die der Rudermaschine die Drehungsrichtung angeben.

Produktinformationen

Titel: Werkausgabe 01. Das Totenschiff
Untertitel: Roman, Werkausgabe 1, detebe 21098
Autor:
EAN: 9783257210989
ISBN: 978-3-257-21098-9
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Diogenes
Genre: Romane & Erzählungen
Anzahl Seiten: 320
Gewicht: 272g
Größe: H204mm x B111mm x T19mm
Jahr: 2015
Auflage: 12. A.
Land: DE