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Der Beitrag der Literatur zum Kameruner Daf-Unterricht am Beispiel literarischer Texte aus dem Lehrwerk "Ihr und Wir"

  • Kartonierter Einband
  • 92 Seiten
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Spätestens mit der weltweiten Aktivität von Kulturinstituten und Sprachschulen ist der Unterricht von Deutsch als Fremdsprache (Da... Weiterlesen
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Beschreibung

Spätestens mit der weltweiten Aktivität von Kulturinstituten und Sprachschulen ist der Unterricht von Deutsch als Fremdsprache (DaF) zu einer wichtigen kulturellen Vermittlungsmethode geworden. Auch im englisch- und französischsprachigen Kamerun spielt der Deutschunterricht eine zunehmende Rolle. Die vorliegende Untersuchung setzt sich mit der Literaturdidaktik im DaF-Unterricht auseinander. Aufgrund von Umfragen wurde festgestellt, dass ein Großteil der DaF-Lehrer in Kamerun wenig Interesse an der Nutzung literarischer Texte im Deutschunterricht zeigt. Der Hauptgrund hierfür ist das mangelnde Bewusstsein für die Vorteile des Umgangs mit literarischen Texten im DaF-Unterricht. Die Arbeit zielt darauf ab, einen Beitrag zur Behandlung literarischer Texte im Deutschunterricht zu leisten und die damit verbundenen Vorteile aufzuzeigen. Anhand einiger Texte aus dem Lehrwerk Ihr und Wir demonstriert der Autor, wie man Schüler an die Analyse und Interpretation literarischer Texte heranführt. Der Leser erfährt, wie dadurch die essentiellen Fertigkeiten Schreiben, Sprechen und Übersetzen einer Fremdsprache entwickelt werden können.

Leseprobe
Textprobe: Kapitel 1, ENTSTEHUNG UND LEGITIMIERUNG DER LITERATUR IM DAF-UNTERRICHT: 1.1., Geschichtlicher Überblick über die Einbeziehung der Literatur in den Unterricht Deutsch als Muttersprache: Im Deutschunterricht als Muttersprache war die Literatur kein Fach vor dem 19. Jahrhundert, denn der Unterricht bestand grundsätzlich aus Grammatik, Rhetorik und Stilistik. Am Anfang des 19. Jahrhunderts wurde vergeblich versucht, die Lektüre deutscher Literatur in den Unterricht zu integrieren. Ziel dieses Unterrichts, besonders im Rahmen der Rhetorik, war es, die Schüler darauf vorzubereiten, gut zu reden und zu schreiben. Dafür wurden literarische Texte als Mittel zum Zweck der Schreib- und Sprechübung ausgewählt. Dies geschah besonders im Rahmen des griechischen und lateinischen Unterrichts. Johann Gottfried Herder, der die Ausbildung der guten Rede als Ausdruck der Seele betrachtete, plädierte für das Lautlesen, das Vortragen und das Auswendiglernen der edelsten und besten deutschen Stücke. Dieses Plädoyer hatte Erfolg, weil es Widerstände gegen den lateinischen und griechischen Unterricht am Gymnasium gab. Zunehmend verlor in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Rhetorik an Bedeutung. Bis dahin war die Einbeziehung deutscher Literatur in die Lehrpläne nicht effektiv, weil es Pädagogen gab, die noch nicht völlig mit dem Lehren deutschsprachiger Literatur an Gymnasien einverstanden waren. Rudolf von Raumer schlug vor, dass die klassischen deutschen Texte als Hausaufgabe zu lesen seien und wünschte auch, dass die Dramenliteratur in den letzen drei Jahren vor dem Abitur bewertet werden sollte. In Anschluss an Herder plädiert auch Robert Heinrich Hiecke für den Einsatz der Literatur im gymnasialen Unterricht. Im Jahre 1842 hat er sein Buch der deutsche Unterricht auf deutschen Gymnasien geschrieben. In diesem Buch plädiert er auch für die Behandlung deutschsprachiger literarischer Texte nach der Methode der Behandlung lateinischer und griechischer Texte. In seinen didaktischen Überlegungen skizzierte er Aufgabenfelder des Literaturunterrichts, die auf der Schreib- und Lesedidaktik beruhen. Deutschsprachige literarische Texte lesen, verstehen und interpretieren sind Bestandteile seiner Theorie. Der Pädagoge Philipp Wackernagel entwickelte in seinem 1842 geschriebenen Lesebuch über den Unterricht in der Muttersprache eine ganz andere literaturdidaktische Theorie als Hiecke. Er war der Auffassung, dass mündliche und schriftliche Übungen über das Lesen literarischer Texte in den Unterricht integriert werden sollte. Aber, er war gegen eine mögliche Literaturaufgabe. In Gegensatz zu Hiecke sollte das Auswendiglernen von deutschen Stücken vermieden werden, weil diese Tätigkeit Verstand und Gefühl zerstöre. Ihm zufolge eigneten sich fremdsprachige Texte besser für diese Gedächtnisübung. Diese beiden Pädagogen können als Begründer der deutschen Literaturdidaktik gesehen werden. Die Opposition zwischen ihnen sollte die ganze Literaturdidaktikgeschichte bis zur Gegenwart dominieren. Die Diskussionen wurden nunmehr auf das Thema Verstand und Gefühl konzentriert. Rudolf Lehmann versuchte, die beiden Positionen zu versöhnen. In seinem Buch über den deutschen Unterricht ging er von der These aus, dass das lebendige gefühlsmäßige und anschauliche Literaturverständnis für die unteren und mittleren Klassen bestimmend sein sollte, wie Wackernagel vorgeschlagen hatte. Andererseits sollten für die oberen Klassen die Analyse von Texten und das historische Verständnis der Texte geleistet werden. Der Einsatz von Literatur im Deutschunterricht wurde später von den reformpädagogischen Erneuerungen verstärkt und verbessert. Im Jahre 1910 versuchten Adolf Jensen und Wilhelm Lamsus zu beweisen, dass Trivialliteratur besser ermöglicht, sprachliche Kompetenzen zu erwerben als der deutsche Schulaufsatz. Ferner sollten die Kinder von ihren Alltagserfahrungen ausgehen, um kreativ zu schreiben. Diese l

Produktinformationen

Titel: Der Beitrag der Literatur zum Kameruner Daf-Unterricht am Beispiel literarischer Texte aus dem Lehrwerk "Ihr und Wir"
Autor:
EAN: 9783958507043
ISBN: 978-3-95850-704-3
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Diplomica Verlag
Genre: Soziologie
Anzahl Seiten: 92
Gewicht: 162g
Größe: H222mm x B157mm x T10mm
Jahr: 2014
Auflage: Erstauflage