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Aufbrechen, Arbeiten, Ankommen

  • Kartonierter Einband
  • 266 Seiten
Ländliche Räume gelten oft ausschließlich als Auswanderungsregionen, von denen aus Teile der ansässigen Bevölkerung auf direktem W... Weiterlesen
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Beschreibung

Ländliche Räume gelten oft ausschließlich als Auswanderungsregionen, von denen aus Teile der ansässigen Bevölkerung auf direktem Weg in die städtischen Zentren wandern. Die historische Migrationsforschung hat gezeigt, dass solche vereinfachten Bilder kaum der komplexen Realität entsprechen. Neben der Wanderung vom Land in die Stadt gab es auch den umgekehrten Weg von der Stadt aufs Land sowie dauerhafte oder befristete Migration von einer ländlichen Region in eine andere. Die Motive der migrierenden Menschen waren vielfältig, von der Vermeidung von Nachteilen vor Ort bis hin zur Wahrnehmung von Chancen andernorts. Der Band versammelt Beiträge aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen zu Aspekten ländlicher Mobilität und Migration: Displaced Persons nach dem Zweiten Weltkrieg, österreichische Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter im Ausland, nach Österreich angeworbene Arbeitskräfte aus Jugoslawien und der Türkei, Wohnsitzverlegungen im Zuge von Existenz- und Familiengründung, die oft weiträumige Mobilität von EU-Bürgerinnen und -bürgern innerhalb der Schengen-Grenzen, die Wohnmigration im Umfeld urbaner Zentren. Die Beiträge machen einmal mehr deutlich, dass Migration kein ungewöhnliches, daher zu behebendes Gegenwartsproblem, sondern ein normales, historisch in verschiedenen Ausprägungen fassbares Phänomen darstellt. INHALT EINLEITUNG Rita Garstenauer/Anne Unterwurzacher Einleitung: Aufbrechen, Arbeiten, Ankommen. Mobilität und Migration im ländlichen Raum seit 1945 AUFSÄTZE Angelika Laumer "Er hat alles gekonnt, wenn's sein hat mussen, er war ein fleißiger Mann." Wie Kinder von ZwangsarbeiterInnen im ländlichen Bayern NS-Zwangsarbeit und deren Konsequenzen erinnern Uta Bretschneider Zwangsmigration und Neubeheimatung. "Umsiedler" als "Neubauern" in der SBZ/DDR Ute Sonnleitner/Anita Ziegerhofer/Karin M. Schmidlechner Aufbruch als Chance. Steirische Arbeitsmigrationen in die Schweiz 1945-1955 Nina Kulovics "Hast das erfahren halt, dass die dort wen aufnehmen und dass du dir ein Geld verdienen kannst, weil wir selber nichts gehabt haben." Die südburgenländische Arbeitsmigration in die Schweiz von 1950 bis 1970 in lebensgeschichtlichen Interviews Gerhard Hetfleisch Geschichte der Arbeitsmigration Tirols 1945-2013 Verena Sauermann/Veronika Settele Migration sichtbar und erzählbar machen. Zeithistorische Migrationsforschung in einer Tiroler Kleinstadt Vladimir Ivanovic Der Traum von der Melange. Ein Beitrag zur Geschichte der Rückkehr der jugoslawischen ArbeitsmigrantInnen Ingrid Machold/Thomas Dax Schlüsselfaktor Zuwanderung. Migration in ländlichen Regionen Österreichs Gudrun Kirchhoff/Claudia Bolte Migration und Integration im ländlichen Raum. Besonderheiten und zukünftige Herausforderungen Isabella Skrivanek/Lydia Rössl/Anna Faustmann Die Erwerbsintegration von MigrantInnen in der ländlichen Steiermark im Kontext der Zuwanderungsgeschichte Elisabeth Boesen/Gregor Schnuer/Christian Wille Urbanität im ländlichen Raum. Wohnmigration in der deutsch-luxemburgischen Grenzregion FORUM Clemens Zimmermann Regionen, Netzwerke, Sinngebungen. Der Beitrag des Jahrbuchs für Geschichte des ländlichen Raumes zur 'neuen' Agrargeschichte Ulrich Schwarz Ländliche Geschichte neu schreiben. Bericht über den internationalen Workshop anlässlich des zehnjährigen Erscheinens des Jahrbuchs für Geschichte des ländlichen Raumes (Wien, 13.11.2014)

Autorentext

Mag. Dr. Rita Garstenauer ist Historikerin und arbeitet am Zentrum für Migrationsforschung am Institut für Geschichte des ländlichen Raumes in St. Pölten. Mag. Dr. Anne Unterwurzacher ist Soziologin und arbeitet am Zentrum für Migrationsforschung am Institut für Geschichte des ländlichen Raumes in St. Pölten.



Klappentext

Ländliche Räume gelten oft ausschließlich als Auswanderungsregionen, von denen aus Teile der ansässigen Bevölkerung auf direktem Weg in die städtischen Zentren wandern. Die historische Migrationsforschung hat gezeigt, dass solche vereinfachten Bilder kaum der komplexen Realität entsprechen. Neben der Wanderung vom Land in die Stadt gab es auch den umgekehrten Weg von der Stadt aufs Land sowie dauerhafte oder befristete Migration von einer ländlichen Region in eine andere. Die Motive der migrierenden Menschen waren vielfältig, von der Vermeidung von Nachteilen vor Ort bis hin zur Wahrnehmung von Chancen andernorts. Der Band versammelt Beiträge aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen zu Aspekten ländlicher Mobilität und Migration: Displaced Persons nach dem Zweiten Weltkrieg, österreichische Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter im Ausland, nach Österreich angeworbene Arbeitskräfte aus Jugoslawien und der Türkei, Wohnsitzverlegungen im Zuge von Existenz- und Familiengründung, die oft weiträumige Mobilität von EU-Bürgerinnen und -bürgern innerhalb der Schengen-Grenzen, die Wohnmigration im Umfeld urbaner Zentren. Die Beiträge machen einmal mehr deutlich, dass Migration kein ungewöhnliches, daher zu behebendes Gegenwartsproblem, sondern ein normales, historisch in verschiedenen Ausprägungen fassbares Phänomen darstellt.

Produktinformationen

Titel: Aufbrechen, Arbeiten, Ankommen
Untertitel: Mobilität und Migration im ländlichen Raum seit 1945
Editor:
EAN: 9783706554022
ISBN: 978-3-7065-5402-2
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Studienverlag GmbH
Genre: Allgemeines & Lexika
Anzahl Seiten: 266
Gewicht: 459g
Größe: H240mm x B159mm x T22mm
Veröffentlichung: 12.05.2015
Jahr: 2015
Auflage: zahlreiche s/w-Abbildungen

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