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Der ästhetische Eskapismus der Münchner Kosmiker

  • Kartonierter Einband
  • 28 Seiten
Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen, Note: 1,3, Internationale Universität B... Weiterlesen
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen, Note: 1,3, Internationale Universität Bremen, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Ausarbeitung beschäftigt sich mit dem selbsternannt anti-intellektuellen Kreis der Müncher Kosmiker, ein esoterisches Kollektiv in dem Jahrzehnt um 1900 im Münchner Stadtteil Schwabing. Die Mitglieder dieses Kreises inszenierten sich als die "Enormen von Schwabing", als die Spitze der Schwabinger Bohème und der gesamten Metropole Münchens, die damals in ihrer künstlerischen und schriftstellerischen Fülle an Persönlichkeiten wie Rainer Maria Rilke, Thomas Mann und Frank Wedekind kaum zu überbieten war. Im Fokus sollen zunächst die philosophischen Gemeinsamkeit und Ideologien stehen, welche die Münchner Kosmiker als Kollektiv zusammengeführt und definiert haben: das Prinzip des Kosmischen, der Kult der "Blutleuchte" und die Maternität des Alls. Insbesondere soll dabei auch die Person Ludwig Klages große Berücksichtigung finden, aufgrund der Einzigartigkeit seiner Ideen, der Fülle seiner niedergeschriebenen Essays, Gedichte und Aufsätze, aber auch vor allem wegen seiner engen Verbindung mit dem Philosophen Friedrich Nietzsche, dessen Ideenwelt er adaptiert, weitergeführt und teilweise konkretisiert hat. Zuletzt soll die Hauptthese dieser Ausarbeitung, dass der Wille zum Fortschritt der Gesellschaft auch immer regressive Geisteshaltungen mit sich bringe, Berücksichtigung finden, in der sowohl Ludwig Klages als auch das Kollektiv der Müncher Kosmiker als Symptom ihrer Zeit betrachtet werden. Wegen der rasanten Gegebenheiten des Phänomens der Jahrhundertwende, des technischen Fortschritts und auch der anfangenden Vereinheitlichung ihrer Umwelt zusammengefunden haben, um eine rückwärtsgewandte, die Vergangenheit verklärende Lebensphilosophische zu schmieden. Diese Lebensphilosophie wendete sich reaktionär gegen die wilhelminische Zeit und bereitete gleichzeitig den Grundboden für eine primitivistisch-archaische Welt- und Wunschanschauung, die in der Gemeinschaft der Müncher Kosmiker zu dem Wunsch führte, sich endgültig von ihrer fortschrittsgewandten Umwelt zu isolieren. In diesem Sinne sollen die metaphysischen Weltanschauungen der Münchner Kosmiker als Symptom des Effektes der Entfremdung und Entrückung, die durch eine immanente Fortschrittsangst der Protagonisten erzeugt wurden, untersucht werden.

Produktinformationen

Titel: Der ästhetische Eskapismus der Münchner Kosmiker
Autor:
EAN: 9783668569522
ISBN: 978-3-668-56952-2
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Grin Verlag
Genre: Allgemeine und vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 28
Gewicht: 65g
Größe: H213mm x B146mm x T7mm
Jahr: 2017
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