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Erzählende Schriften von Arthur Schnitzler, Vol. 3
Arthur Schnitzler

Excerpt from Erzählende Schriften von Arthur Schnitzler, Vol. 3: Der Weg ins FreieEr stand am Fenster und blickte hinaus. Druben ... Weiterlesen
Kartonierter Einband (Kt), 492 Seiten  Weitere Informationen
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Beschreibung

Klappentext

Excerpt from Erzählende Schriften von Arthur Schnitzler, Vol. 3: Der Weg ins Freie

Er stand am Fenster und blickte hinaus. Druben der Park war ziemlich leer. Auf einer Bank saß eine alte Frau, die eine altmodische Mantille mit schwarzen Glasperlen um hatte. Ein Kindermädchen spazierte vorbei, einen Knaben an der Hand, ein anderer, ganz kleiner, in Husarenuniform, mit angeschnalltem Säbel, eine Pistole im Gürtel, lief voran, blickte stolz um sich und salutierte einem Invaliden, der rauchend des Weges kam. Tiefer im Garten, um den Kiosk, saßen wenige Leute, die Kaffee tranken und Zeitung lasen. Das Laub war noch ziemlich dicht, und der Park sah bedrückt, verstaubt und im ganzen viel sommerlicher aus, als sonst in späten Septembertagen. Georg stützte die Arme aufs Fensterbrett, beugte sich vor und betrachtete den Himmel. Seit dem Tode seines Vaters hatte er Wien nicht verlassen, trotz vieler Mög lichkeiten, die ihm offen standen. Er hatte mit Felician auf das Schönsteinsche Gut fahren konnen; Frau Ehrenberg hatte ihn in einem liebensuurdigcn Briefin den Auhof eingeladen; und zu einer Radtour durch Karnten und Tirol, wie er sie langsr plante, und zu der er sich allein nicht entschließen konnte, hätte er leicht einen Gefährten gefunden. Aber er blieb lieber in Wien und vertrieb sich die Zeit mit dem Durch blattern und dem Ordnen von alten F amilienpapieren. Er fand Erinnerungen bis zu seinem Urgroßvater, Anastasius von Wergenthin, der aus der Rh_eingegend stammte und dd$äi Heirat mit einem Fräulein Recco iii - den Besitz eines alten längst unbewohnbaren Schloß chens bei Bozen gekommen war. Auch Dokumente zur Geschichte von Georgs Großvater waren vor handen, der im Jahre 1866 als Artillerieoberst vor Chlum gefallen war. Dessen Sohn, Felicians und Georgs Vater, hatte sich wissenschaftlichen, haupt sächlich botanischen Studien gewidmet und in Inns bruck das Doktorat der Philosophie abgelegt. Als Vierundzwanzigjahriger lernte er ein junges Mädchen kennen aus alter österreichischer Beamtenfamilie, das sich, vielleicht mehr um den engen und beinahe arm lichen Zuständen ihres Hauses zu entfliehen, als aus innerstem Beruf, zur Sängerin ausgebildet hatte. Der Freiherr von Wergenthin sah und horte sie zum ersten Male im Winter in einer Konzertaufführung der Missa solemnis und schon im Mai darauf wurde sie seine Frau. Im zweiten Jahre der Ehe kam Felician, im dritten Georg zur Welt. Drei Jahre später begann die Baronin zu kränkeln und wurde von den Ärzten nach dem Süden geschickt. Da die Heilung auf sich warten ließ, wurde der Haushalt in Wien aufgelöst, und so fugte es sich, daß der Freiherr mit den Seinen durch viele Jahre eine Art von Hotel und Wander leben führen mußte. Ihn selbst führten Geschäfte und Studien manchmal nach Wien, die Söhne aber Verließen ihre Mutter beinahe niemals. Man lebtein Sizilien, in Rom, in Tunis, in Korfu, in Athen, in Malta, in Meran, an der Riviera, zuletzt in Florenz; keineswegs auf großem Fuß, aber doch standesgemäß; und nicht so sparsam, daß nicht ein guter Teil des freiherrlichen Vermögens allmählich aufgezehrt' worden ware.

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Produktinformationen

Titel: Erzählende Schriften von Arthur Schnitzler, Vol. 3
Untertitel: Der Weg ins Freie (Classic Reprint)
Autor: Arthur Schnitzler
EAN: 9781334157394
ISBN: 978-1-334-15739-4
Format: Kartonierter Einband (Kt)
Herausgeber: Forgotten Books
Genre: Romane & Erzählungen
Anzahl Seiten: 492
Gewicht: 707g
Größe: H231mm x B151mm x T30mm
Jahr: 2016

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