Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

Sehnsucht
Arnold Stadler

(8) LovelyBooks.de Bewertung
LovelyBooks.de Bewertung
(1)
(3)
(3)
(1)
(0)
powered by 
Urkomisch und zugleich todtraurig ist wieder der "Stadler-Ton" ... Von Berlin kommend, ist der Erzähler des Sehnsuchtsexistenziali... Weiterlesen
Fester Einband, 328 Seiten  Weitere Informationen
20%
33.50 CHF 26.80
Auslieferung erfolgt in der Regel innert 3 bis 4 Werktagen.

Andere Kunden kauften auch

Beschreibung

Urkomisch und zugleich todtraurig ist wieder der "Stadler-Ton" ...
Von Berlin kommend, ist der Erzähler des Sehnsuchtsexistenzialisten Arnold Stadler unterwegs in die Lüneburger Heide. Bei Schnackenburg an der Elbe entdeckt er zwei bei der Liebe und wird zum Voyeur, in Bleckede "(langes E wie in 'Leben' und 'eben')" hält er einen Vortrag und bei Fallingbostel trifft er in der Wellness-Landschaft einer Dreisterne-Anlage Angelika wieder, seine erste Liebe. Der Sehnsuchtssog führt ans Meer - und damit zurück in die Erinnerung an den letzten Sommer der Jugend. In "Sehnsucht. Versuch über das erste Mal" vergegenwärtigt sich einer aufs Neue die Welt und seine Heimatlosigkeit darin. Schauen war die erste Sehnsucht des Erzählers, und sein erstes Wort in dieser Welt war Nein. In diesem Buch schlägt Arnold Stadler das erste Mal denBogen von einer Kindheit hin in die Welt der Erwachsen en. "Das Hinterland des Schmerzes" ist überall.

Urkomisch und zugleich todtraurig ist wieder der 'Stadler-Ton' in dem lange erwarteten Roman nach seine Bestseller-Erfolg von Ein hinreißender Schrotthändler. Von Berlin kommend, ist der Erzähler des Sehnsuchtsexistenzialisten Arnold Stadler unterwegs in die Lüneburger Heide. Bei Schnackenburg an der Elbe entdeckt er zwei bei der Liebe und wird zum Voyeur, in Bleckede "(langes E wie in 'Leben' und 'eben')" hält er einen Vortrag und bei Fallingbostel trifft er in der Wellness-Landschaft einer Dreisterne-Anlage Angelika wieder, seine erste Liebe. Der Sehnsuchtssog führt ans Meer - und damit zurück in die Erinnerung an den letzten Sommer der Jugend. In Sehnsucht. Versuch über das erste Mal vergegenwärtigt sich einer aufs Neue die Welt und seine Heimatlosigkeit darin. Schauen war die erste Sehnsucht des Erzählers, und sein erstes Wort in dieser Welt war Nein. In Sehnsucht. Versuch über das erste Mal schlägt Arnold Stadler den Bogen von einer Kindheit hin in die Welt der Erwachsenen. 'Das Hinterland des Schmerzes' ist überall.

Autorentext

Arnold Stadler wurde 1954 in Meßkirch geboren und wuchs auf einem Bauernhof im Nachbardorf Rast auf. Er studierte katholische Theologie in München und Rom, anschließend Germanistik in Freiburg und Köln. 1989 erhielt er den Förderungspreis der Jürgen-Ponto- Stiftung, 1994 den Hermann-Hesse-Förderpreis, 1995 den Nicolas- Born-Preis und 1998 den Marie-Luise-Kaschnitz-Preis. 1998/99 war er Stadtschreiber von Bergen-Enkheim. 1999 wurden ihm der Alemannische Literaturpreis und der Georg-Büchner-Preis zugesprochen. Bisher erschienen von ihm u.a. der Gedichtband Kein Herz und keine Seele. Man muß es singen können (1986) und die Romane Ich war einmal (1989), Feuerland (1992), Mein Hund, meine Sau, mein Leben (1994) und Der Tod und ich, wir zwei (1996). Bei DuMont erschienen 1999 der Roman Ein hinreissender Schrotthändler, 2000 die Aufzeichnungen Erbarmen mit dem Seziermesser und zuletzt die Anthologie Tohuwabohu (2002).



Klappentext

Urkomisch und zugleich todtraurig ist wieder der "Stadler Ton" in dem lange erwarteten Roman nach seinem Bestseller-Erfolg von "Ein hinreißender Schrotthändler". Von Berlin kommend, ist der Erzähler des Sehnsuchtsexistenzialisten Arnold Stadler unterwegs in die Lüneburger Heide. Bei Schnackenburg an der Elbe entdeckt er zwei bei der Liebe und wird zum Voyeur, in Bleckede "(langes E wie in 'Leben' und 'eben')" hält er einen Vortrag und bei Fallingbostel trifft er in der Wellness-Landschaft einer Dreisterne-Anlage Angelika wieder, seine erste Liebe. Der Sehnsuchtssog führt ans Meer - und damit zurück in die Erinnerung an den letzten Sommer der Jugend. In "Sehnsucht. Versuch über das erste Mal" vergegenwärtigt sich einer aufs Neue die Welt und seine Heimatlosigkeit darin. Schauen war die erste Sehnsucht des Erzählers und sein erstes Wort in dieser Welt war "Nein". Arnold Stadler schlägt den Bogen von einer Kindheit hin in die Welt der Erwachsenen. "Das Hinterland des Schmerzes" ist überall. "Dem Unglück mit Übermut begegnen. So könnte geradezu ein Paragraf des Stadlerschen Schreibgesetzes lauten." Peter Hamm in seiner Laudatio auf den Georg Büchner-Preisträger 1999 "Früher hatte ich Angst vor dem Tod. Nun hatte ich Angst davor, den Vatertag allein verbringen zu müssen."



Zusammenfassung
Urkomisch und zugleich todtraurig ist wieder der gStadler-Ton in dem lange erwarteten Roman nach seine Bestseller-Erfolg von Ein hinreißender Schrotthändler.
Von Berlin kommend, ist der Erzähler des Sehnsuchtsexistenzialisten Arnold Stadler unterwegs in die Lüneburger Heide. Bei Schnackenburg an der Elbe entdeckt er zwei bei der Liebe und wird zum Voyeur, in Bleckede i(langes E wie in gLeben und geben )‚ hält er einen Vortrag und bei Fallingbostel trifft er in der Wellness-Landschaft einer Dreisterne-Anlage Angelika wieder, seine erste Liebe. Der Sehnsuchtssog führt ans Meer a und damit zurück in die Erinnerung an den letzten Sommer der Jugend. In Sehnsucht. Versuch über das erste Mal vergegenwärtigt sich einer aufs Neue die Welt und seine Heimatlosigkeit darin. Schauen war die erste Sehnsucht des Erzählers, und sein erstes Wort in dieser Welt war Nein. In Sehnsucht. Versuch über das erste Mal schlägt Arnold Stadler den Bogen von einer Kindheit hin in die Welt der Erwachsenen. gDas Hinterland des Schmerzes ist überall.



Leseprobe
Schon früh hörte ich, ich solle nicht so schauen. Warum schaust du so? - Schau nicht so! - Ober auch: Jetzt schaut er aber! - Ist es nicht süß, wie er schaut? - hörte ich. Damals - und wer weiß, wann noch - wünschte ich mir oftmals, allein zu sein. Ich wollte, dass die Menschen von mir gingen oder gegangen wären. Aber immer unter der Voraussetzung, dass sie wiederkämen. Wie ich mich täuschte! Wenn etwas wehgetan hatte, sagten wir nicht so. Wir sagten nur "es hat gebissen" - Das war im Jagdhaus alles. Mehr durften wir darüber nicht sagen. - So sitze ich bei meiner vergesslichen, unvergesslichen Großmutter auf dem Schoß und habe den riesigen Geflammten Kardinal in der Hand, jenen Apfel, der beinahe so groß wie rot war, mit dem wir dann in die Zeitung kamen. Der Apfel stammte aus dem ersten Herbst, von dem ich weiß - gerade wegen dieses Apfels und dieser Fotografie, als ob der Herbst fotografierbar wäre, und ein Photo alles wäre, was vom Herbst bleibt. Es bedurfte der Kunst der Überredung, dass ich mich so fotografieren ließ.
Meine Händchen! - Zum Vergleich, wie groß dieser Apfel war, hat man uns vor die Kommode gesetzt, auf der der große Globus stand. Der Geflammte Kardinal scheint fast größer als mein Kopf und nur unwesentlich kleiner als dieser Globus. Dabei hatte ich meinen Mund schon zu einem NON! - zu einem Nein! geformt, und so schaute ich. Aber nicht aus Trotz; es war eher schon der erste Versuch eines melancholischen Widders, davonzulaufen, bevor er laufen konnte. Es war aber auch schon ein Staunen dabei, wie groß die Welt war. Andererseits fand ich diesen Globus so groß wiederum nicht. Man hatte mich, um mich einzustimmen wie ein Tier, das eingefangen werden soll, gelockt mit dem Apfel und dem Globus, und dem Kind vorzumachen versucht, wie groß die Welt war, und dann staunte ich eben, wie gewünscht. Doch mein erstes Wort, noch vor Mamma und Auto, war Non - Nein. - Meine Lieben erschraken darüber. Es war ja nur das Nein von einem Kind, das nicht auch noch fotografiert werden will.
Der Geflammte Kardinal war ein Apfel, der beinahe so groß wie rund war in einem das Jahr über ebenerdigen Leben. Damals kam man noch mit einem Apfel in die Zeitung. Es genügte auch schon die Biometzgerei Vochazer mit ihrem preisgekrönten Schaufenster IDEEN AUS STROH oder auch der Pilz von Madame Vonnier vom Pudelsalon, die mit ihren giftigen Riesenbovisten und einem ihrer Pudel in ihren das Jahr über eher unterbelichteten Verhältnissen sitzt; im Gegensatz zur Gesellschaft, in der mein Urgroßvater, zum Beispiel, lebte. Jedes Jahr kam er mit seinen Trophäen von der Hubertusjagd auf Seite eins. Immer wieder wurde er gezeigt. Ich habe ihn praktisch das ganze Jahr über im Lokalteil gesehen und konnte so erstmals, und immer wieder, vergleichen. Da merkte ich bald, dass hier, und überhaupt mit der Fotografie, etwas nicht stimmte. Selbst noch mit seinem Sarg, der wieder auf Seite eins kam, wie er von seinen Jagdbläsern ein großes Halali bekommt. Ich sehe noch die ganze Strecke von der letzten Hubertusjagd, mit allen Wildschweinen, Hasen und so fort. Lebende und Tote auf einem Bild, Überlebende und auf der Strecke gebliebene, Täter und Opfer auf EINEM Schwarzweißbild. Dazu die Jagdbläser, die selbst noch den Exequien einen Glanz gaben. Seit den Grünspantoten hatte es nie wieder so viele Tote gegeben in unserem Haus. So wurde immer wieder alles gezeigt. Eine reine Männergesellschaft, was die Überlebenden des Hubertusjagdfotos betrifft. Schon die Zehnjährigen waren dabei, wie auf dem Balkan wurden sie eingeübt und durften die Flinte des Großvaters tragen. Die Freude am Töten war groß bei uns. Dem Tod galten fast alle unsere Feste. Kaum aus dem Krieg zurück, gingen wir schon wieder auf die Jagd.
Globus-Kopf-Apfel - ich als Vergleich: Das waren eigentlich drei Zielscheiben. Es war die Idee von Monsieur Kopitzki, der uns für die Zeitung fotografiert und dazu auch noch einen kleinen Text verfasst hat. Ich war also mindestens so groß wie - nein: größer als Amerika und meine Augen waren etwa wie Kuba und Hispaniola. Der Apfel, der Globus, der

Produktinformationen

Titel: Sehnsucht
Untertitel: Versuch über das erste Mal
Autor: Arnold Stadler
EAN: 9783832154134
ISBN: 978-3-8321-5413-4
Format: Fester Einband
Herausgeber: DuMont Lit. und Kunst
Genre: Romane & Erzählungen
Anzahl Seiten: 328
Gewicht: 551g
Größe: H215mm x B152mm x T31mm
Jahr: 2002

Filialverfügbarkeit

PLZ, Ort, Name Es wurde kein Treffer gefunden. Bitte geben Sie eine gültige PLZ oder einen gültigen Ort ein. Bitte geben Sie eine PLZ oder einen Ort ein. Dieses Produkt ist in NUMBER Filialen verfügbar Dieses Produkt ist momentan nur im Online-Shop verfügbar. NUMBER Stk. verfügbar Kein aktueller Lagerbestand verfügbar. Detailkarte Detailkarte in einem neuen Fenster anzeigen Route berechnen Route in einem neuen Fenster berechnen Adresse Telefon Öffnungszeiten NUMBER Stk. verfügbar Nicht an Lager Die nächste Filiale finden Es gibt keine Geschäfte in 20 Kilometer Reichweite
  • Geben Sie die Postleitzahl, den Ortsnamen oder den Namen einer Filiale in das Suchfeld ein
  • Klicken Sie auf den "Pfeil"-Button, rechts neben dem Eingabefeld
  • Wählen Sie eine Filiale in der Trefferliste aus

Die nächste Filiale auch mobil finden Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
Die nächste Filiale finden
  • Geben Sie die Postleitzahl, den Ortsnamen oder den Namen einer Filiale in das Suchfeld ein
  • Klicken Sie auf den "Pfeil"-Button, rechts neben dem Eingabefeld
  • Wählen Sie eine Filiale in der Trefferliste aus

Die nächste Filiale auch mobil finden
Zuletzt angesehen
Verlauf löschen