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In Leder gebunden
Arne Hoffmann

Frühlings Erwachen (1891): Melchior: [] Was hast du vorhin geträumt, Wendla, als du am Goldbach im Grase lagst? Wendla: Dummheiten... Weiterlesen
Kartonierter Einband (Kt), 236 Seiten  Weitere Informationen
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Beschreibung

Frühlings Erwachen (1891): Melchior: [] Was hast du vorhin geträumt, Wendla, als du am Goldbach im Grase lagst? Wendla: Dummheiten, Narreteien Wendla: Mir träumte, ich wäre ein armes Bettelkind, ich würde früh fünf schon auf die Straße geschickt, ich müßte betteln den ganzen langen Tag in Sturm und Wetter, unter hartherzigen, rohen Menschen. Und kam ich abends nach Hause, zitternd vor Hunger und Kälte, und hätte so viel Geld nicht, wie mein Vater verlangt, dann würd ich geschlagen ... Melchior: Das kenne ich, Wendla. Das hast du den albernen Kindergeschichten zu danken. Glaub mir, so brutale Menschen existieren nicht mehr. Wendla: O doch, Melchior, du irrst. - Martha Bessel wird Abend für Abend geschlagen, daß man andern Tags Striemen sieht. O was die leiden muß! Siedendheiß wird es einem, wenn sie erzählt. Ich bedaure sie so furchtbar, ich muß oft mitten in der Nacht in die Kissen weinen. Seit Monaten denke ich darüber nach, wie man ihr helfen kann. - Ich wollte mit Freuden einmal acht Tage an ihrer Stelle sein. Melchior: Man sollte den Vater kurzweg verklagen. Dann würde ihm das Kind weggenommen. Wendla: Ich, Melchior, bin in meinem Leben nie geschlagen worden - nicht ein einziges Mal. Ich kann mir kaum denken, wie das tut, geschlagen zu werden. Ich habe mich schon selber geschlagen, um zu erfahren, wie einem dabei ums Herz wird. - Es muß ein grauenvolles Gefühl sein. [...] - Mit dieser Gerte zum Beispiel! - Hu, ist die zäh und dünn. Melchior: Die zieht Blut! Wendla: Würdest du mich nicht einmal damit schlagen? Melchior: Wen? Wendla: Mich. Melchior: Was fällt dir ein, Wendla! Wendla: Was ist denn dabei? Melchior: O sei ruhig! - Ich schlage dich nicht. Wendla: Wenn ich dir's doch erlaube! Melchior: Nie, Mädchen! Wendla: Aber wenn ich dich darum bitte, Melchior! Melchior: Bist du nicht bei Verstand? [...] Wendla: - Bitte - bitte - Seit "Frühlings Erwachen" hatte Frank Wedekind ständig Ärger mit der Zensur, und so ging es vielen der in diesem Band versammelten Autoren. Arne Hoffmann stellt sie uns mit kundiger Hand vor - keineswegs nur die Autoren der Décadence und der Moderne: Kleist, E. T. A. Hoffmann, de Sade und Sacher-Masoch ... Eine Geschichte der SM-Literatur.

Autorentext
Arne Hoffmann, geb. 1969, ist Medienwissenschaftler, Journalist und Buchautor. Er hat bereits zahlreiche Bücher über das Verhältnis von Männern und Frauen veröffentlicht: vom wissenschaftlichen Sachbuch bis zum Sex-Ratgeber. Er gehört dem linken Flügel der Männerbewegung an und engagiert sich mit seinem Blog "Genderama" für eine zeitgemäße und faire Geschlechterpolitik.

Klappentext

Frühlings Erwachen (1891): Melchior: [...] Was hast du vorhin geträumt, Wendla, als du am Goldbach im Grase lagst? Wendla: Dummheiten, Narreteien ... Wendla: Mir träumte, ich wäre ein armes Bettelkind, ich würde früh fünf schon auf die Straße geschickt, ich müßte betteln den ganzen langen Tag in Sturm und Wetter, unter hartherzigen, rohen Menschen. Und kam ich abends nach Hause, zitternd vor Hunger und Kälte, und hätte so viel Geld nicht, wie mein Vater verlangt, dann würd ich geschlagen ... Melchior: Das kenne ich, Wendla. Das hast du den albernen Kindergeschichten zu danken. Glaub mir, so brutale Menschen existieren nicht mehr. Wendla: O doch, Melchior, du irrst. - Martha Bessel wird Abend für Abend geschlagen, daß man andern Tags Striemen sieht. O was die leiden muß! Siedendheiß wird es einem, wenn sie erzählt. Ich bedaure sie so furchtbar, ich muß oft mitten in der Nacht in die Kissen weinen. Seit Monaten denke ich darüber nach, wie man ihr helfen kann. - Ich wollte mit Freuden einmal acht Tage an ihrer Stelle sein. Melchior: Man sollte den Vater kurzweg verklagen. Dann würde ihm das Kind weggenommen. Wendla: Ich, Melchior, bin in meinem Leben nie geschlagen worden - nicht ein einziges Mal. Ich kann mir kaum denken, wie das tut, geschlagen zu werden. Ich habe mich schon selber geschlagen, um zu erfahren, wie einem dabei ums Herz wird. - Es muß ein grauenvolles Gefühl sein. [...] - Mit dieser Gerte zum Beispiel! - Hu, ist die zäh und dünn. Melchior: Die zieht Blut! Wendla: Würdest du mich nicht einmal damit schlagen? Melchior: Wen? Wendla: Mich. Melchior: Was fällt dir ein, Wendla! Wendla: Was ist denn dabei? Melchior: O sei ruhig! - Ich schlage dich nicht. Wendla: Wenn ich dir's doch erlaube! Melchior: Nie, Mädchen! Wendla: Aber wenn ich dich darum bitte, Melchior! Melchior: Bist du nicht bei Verstand? [...] Wendla: - Bitte - bitte - Seit "Frühlings Erwachen" hatte Frank Wedekind ständig Ärger mit der Zensur, und so ging es vielen der in diesem Band versammelten Autoren. Arne Hoffmann stellt sie uns mit kundiger Hand vor - keineswegs nur die Autoren der Décadence und der Moderne: Kleist, E. T. A. Hoffmann, de Sade und Sacher-Masoch ... Eine Geschichte der SM-Literatur.

Produktinformationen

Titel: In Leder gebunden
Untertitel: SM in der Weltliteratur
Autor: Arne Hoffmann
EAN: 9783944145013
ISBN: 978-3-944145-01-3
Format: Kartonierter Einband (Kt)
Herausgeber: Marterpfahl Verlag
Genre: Sonstiges
Anzahl Seiten: 236
Gewicht: 419g
Größe: H223mm x B169mm x T20mm
Jahr: 2013
Auflage: 1. Aufl.

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