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Arkadien oder Dschungelcamp

  • Kartonierter Einband
  • 304 Seiten
Die Liebe zur Natur bildet heute meist einen Anlass zum Konflikt zwischen den Interessen von Individuen, gesellschaftlichen Gruppe... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Liebe zur Natur bildet heute meist einen Anlass zum Konflikt zwischen den Interessen von Individuen, gesellschaftlichen Gruppen, Staaten oder Staatenverbänden: Privilegierte sehen nicht ein, warum sie auf etwas verzichten wollen, dessen schädliche Auswirkungen nicht sie, sondern andere spüren. Unterprivilegierte hingegen können es sich nicht leisten, die Natur zu schonen, wenn sie nicht weiter krass unterprivilegiert bleiben wollen. Dass solche Interessen im Widerstreit verharren, bezeugen die gescheiterten Klimagipfel von Rio bis Warschau - trotz Fukushima und Haiyan. Um zu erfassen, wie komplex die Verhältnisse zwischen den menschlichen Verhältnissen und der Natur sich gegenwärtig darstellen, geht dieses Natur-Buch einmal auf Distanz zu herrschenden Denkweisen. Jenseits von Physik, Klimaforschung und anderen Kernfakultäten der Naturwissenschaft geht es um nicht weniger als um die Frage, ob und wie "die Natur" eben doch als ein moralisches System begriffen werden muss. Dabei werden die Naturauffassungen aus verschiedensten humanwissenschaftlichen, ökologischen und lebensweltlichen Perspektiven beleuchtet; im kritischen Streifzug an der Seite des Naturethikers, des Postwachstumsökonomen, der "grünen" Unternehmerin, des Soziologen, des Philosophen, des Spaziergangswissenschaftlers, des Kochs oder des Kunstprofessors kommt es zu radikalen Einsichten: ob "die Natur" gerecht ist, ob sie schön daher kommt, ob sie Würde hat oder wie sie schmeckt und wenn ja, warum. Alle Positionen in Arkadien oder Dschungelcamp , vom Beitrag im scharfen Feuilletonstil bis zum profunden Essay, zielen auf einen Gesinnungswandel. Wachstumsideologien und Naturromantik werden gleichermaßen in Frage gestellt wie die gegenseitige Ausspielung der Interessen zwischen Verzicht und Lebenswert. Mit Beiträgen von Elmar Altvater, Ernst Bloch, Bazon Brock, Mladen Dolar, Hans Gerlach, Florian Hadler, Klaus Kufeld, Kurt Luger, Barbara Muraca, Andreas Niederberger, Konrad Ott, Niko Paech, Robert Pfaller, Magdalena Schaffrin, Nico Stehr/Manfred Moldaschl, Magdalena Schaffrin, Beat Sitter-Liver, Bertram Weisshaar und Wolfgang Welsch.

Autorentext
Robert Pfaller, geb. 1962, studierte Philosophie in Wien und Berlin und war nach Gastprofessuren in Chicago, Berlin, Zürich und Straßburg Professor für Kulturwissenschaft und Kulturtheorie an der Kunstuniversität Linz. Seit 2009 ist er Professor für Philosophie an der Universität für angewandte Kunst Wien.

Klappentext

Der 11. März 2011 steht für eine Zäsur. Auf die Reaktorkatastrophe in Fukushima-Daiichi folgen Energiewenden und Regierungswechsel, Versprechungen und Rückfälle. Nie zuvor, scheint es, war es akzeptierter, Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu fordern, nie war es leichter, »öko« zu sein. Aber was ist uns die Natur wirklich wert? Einer »grünen Kulturrevolution« stehen neue Bequemlichkeiten und alte Gewohnheiten entgegen: das Sinnbild des Geländewagens vor dem Bio-Supermarkt sagt vielleicht schon viel darüber, wie die Menschen sich mit der Natur stellen. Dieses Buch geht von einer Auffassung von Natur als »Lebensganzem« aus. Der Umgang mit ihr soll nicht allein den Naturpflegern, Klimaforschern und schon gar nicht der Wirtschaft überlassen bleiben und damit nicht ihren Interessen. Somit kehrt das Thema ab von einer Romantisierung der Natur einerseits und Pervertierung andererseits und zielt auf die gemeinsame Verantwortung aller Wissenschaftszweige und Lebensbereiche. So spiegeln die Beiträger die Diversität der Natur: ein Wachstumsökonom, ein Philosoph und eine Unternehmerin kommen genauso zu Wort wie ein Spaziergangswissenschaftler, ein Koch und ein Kunstprofessor. Die Interessenskonflikte an der Natur könnten schließlich mit einem neuen Gesellschaftsvertrag überwunden werden, abgeschlossen im »Tempel der Vernunft« (Ernst Bloch). Der utopische Fortschritt hieße dann: Verantwortung soll nicht nur hier und heute, sondern auch für Zeiten halten, die wir uns noch gar nicht vorstellen können. Mit Beiträgen von Elmar Altvater, Bazon Brock, Mladem Dolar, Hans Gerlach, Karl Luger, Barbara Muraca, Andreas Niederberger, Konrad Ott, Niko Paech, Robert Pfaller, Magdalena Schaffrin, Nico Stehr/Manfred Moldaschl, Bertram Weisshaar, Wolfgang Welsch u. a.

Produktinformationen

Titel: Arkadien oder Dschungelcamp
Untertitel: Leben im Einklang oder Kampf mit der Natur?
Editor:
EAN: 9783495486337
ISBN: 978-3-495-48633-7
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Karl Alber
Genre: Allgemeines & Lexika
Anzahl Seiten: 304
Gewicht: 420g
Größe: H214mm x B134mm x T21mm
Veröffentlichung: 16.05.2014
Jahr: 2014
Land: DE