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Membranen tierischer Zellen
Antony Peter Murray Lockwood

Biologische Theorien bewegen sich nicht selten, wie Kleidermoden, vollständig im Kreis. Vor hundert Jahren behauptete der angesehe... Weiterlesen
Kartonierter Einband (Kt), 128 Seiten  Weitere Informationen
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Beschreibung

Biologische Theorien bewegen sich nicht selten, wie Kleidermoden, vollständig im Kreis. Vor hundert Jahren behauptete der angesehe ne Histologe C. G. Ehrenberg, er könnte eine komplexe Serie in nerer Organe in den Zellen von Protozoen nachweisen; aber seine Ideen wurden verlacht. Die letzten zwanzig Jahre haben jedoch ge zeigt, daß er trotz seiner sehr extravaganten Ansichten zumin dest darin Recht hatte, in Zellen eine hochorganisierte Innen struktur zu vermuten, membranbegrenzte Vesikel mit ganz speziel len Funktionen. Das Interesse an den intrazellulären Membranen ist sehr viel größer geworden seit der Erkenntnis, daß sie nicht nur eine pas sive Rolle durch das Abgrenzen von verschiedenen Zellbereichen spielen, sondern in ihrer Funktion alle Facetten der Zellakti vität umfassen. Die Vielfalt ihrer Stoffwechselerscheinungen und die Komplexität ihrer Struktur haben die Membranen zum "natürli chen Treffpunkt der Wissenschaften" gemacht, dem sich Elektronen mikroskopiker, Physikochemiker, Biochemiker und Biophysiker unter verschiedenen Aspekten nähern. Die Ergebnisse dieses konzertier ten Forschens haben es offenkundig gemacht, daß die genaue Kennt nis der Struktur und Funktion der verschiedenen Membranen einen Weg eröffnen sowohl für das Verständnis, was Leben im molekula ren Bereich ausmacht, als auch für die vitale und komplizierte Kontrolle von Zell- und Gewebsfunktionen, eine Kenntnis, die bei der Behandlung von Zellversagen und für Gewebstransplantationen Voraussetzung ist. Der Biologe, der das Studium der Membranen vernachlässigt, tut dies also auf eigene Gefahr. Die ganze Vielfalt der verschiedenen Aufgaben von Membranen ist zwar erst seit kurzem bekannt.

Klappentext

Biologische Theorien bewegen sich nicht selten, wie Kleidermoden, vollständig im Kreis. Vor hundert Jahren behauptete der angesehe­ ne Histologe C. G. Ehrenberg, er könnte eine komplexe Serie in­ nerer Organe in den Zellen von Protozoen nachweisen; aber seine Ideen wurden verlacht. Die letzten zwanzig Jahre haben jedoch ge­ zeigt, daß er trotz seiner sehr extravaganten Ansichten zumin­ dest darin Recht hatte, in Zellen eine hochorganisierte Innen­ struktur zu vermuten, membranbegrenzte Vesikel mit ganz speziel­ len Funktionen. Das Interesse an den intrazellulären Membranen ist sehr viel größer geworden seit der Erkenntnis, daß sie nicht nur eine pas­ sive Rolle durch das Abgrenzen von verschiedenen Zellbereichen spielen, sondern in ihrer Funktion alle Facetten der Zellakti­ vität umfassen. Die Vielfalt ihrer Stoffwechselerscheinungen und die Komplexität ihrer Struktur haben die Membranen zum "natürli­ chen Treffpunkt der Wissenschaften" gemacht, dem sich Elektronen­ mikroskopiker, Physikochemiker, Biochemiker und Biophysiker unter verschiedenen Aspekten nähern. Die Ergebnisse dieses konzertier­ ten Forschens haben es offenkundig gemacht, daß die genaue Kennt­ nis der Struktur und Funktion der verschiedenen Membranen einen Weg eröffnen sowohl für das Verständnis, was Leben im molekula­ ren Bereich ausmacht, als auch für die vitale und komplizierte Kontrolle von Zell- und Gewebsfunktionen, eine Kenntnis, die bei der Behandlung von Zellversagen und für Gewebstransplantationen Voraussetzung ist. Der Biologe, der das Studium der Membranen vernachlässigt, tut dies also auf eigene Gefahr. Die ganze Vielfalt der verschiedenen Aufgaben von Membranen ist zwar erst seit kurzem bekannt.



Inhalt

1. Einführung.- 2. Was und wo sind Membranen?.- 3. Zusammensetzung und Struktur von Membranen.- 3.1 Struktur.- 3.2 Chemische Zusammensetzung.- 4. Membranen der Zelle.- 4.1 Plasmamembranen.- 4.1.1 Allgemeiner Aufbau.- 4.1.2 Zellerkennung.- 4.1.3 Oberflächenreaktionen zwischen Zellen.- 4.2 Endoplasmatisches Retikulum.- 4.3 Kernhülle.- 4.4 Ringlamellen.- 4.5 Golgi-Apparat.- 4.6 Lysosomen.- 4.6.1 Aufbau des Lysosomensystems.- 4.6.2 Spezialisierung des Lysosomensystems.- 4.6.3 Lysosomen und Krankheit.- 4.7 Mikrobodies.- 4.8 Mikrotubuli.- 4.9 Mitochondrien.- 5. Ursprung, Wechselwirkung und Umsatz von Membranen.- 5.1 Umsatz von Membranen.- 6. Passage gelöster Stoffe durch Membranen.- 6.1 Osmose.- 6.2 Elektroosmose.- 6.3 Aktiver Transport.- 6.3.1 Aktiver Natriumtransport.- 6.3.2 Ursachen verschiedener Natriumtransportraten..- 6.3.3 Transport organischer Substanzen.- 6.4 Austauschdiffusion.- 6.5 Massenfluß.- 6.6 Pinocytose.- 7. Wassertransport durch Membranen.- 7.1 Diffusion und Osmose.- 7.2 Osmose in biologischen Systemen.- 7.3 Isotoner Wassertransport.- 8. Spezialisierung der Plasmamembran: Nervenzellen.- 8.1 Gesamtstruktur.- 8.2 Funktion.- 8.3 Chemische Synapsen.- 8.4 Elektrische Synapsen.- Weiterführende Literatur.

Produktinformationen

Titel: Membranen tierischer Zellen
Autor: Antony Peter Murray Lockwood
EAN: 9783519036081
ISBN: 978-3-519-03608-1
Format: Kartonierter Einband (Kt)
Herausgeber: Vieweg+Teubner Verlag
Genre: Technik
Anzahl Seiten: 128
Gewicht: 155g
Größe: H200mm x B250mm x T10mm
Jahr: 1980
Auflage: 1980

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