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Die Dame mit dem Hündchen

  • Kartonierter Einband
  • 64 Seiten
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Anton Tschechow, geb. am 29. Januar 1860 als Sohn eines kleinen Händlers in der südrussischen Hafenstadt Taganrog, studierte Mediz... Weiterlesen
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Beschreibung

Autorentext
Anton Tschechow, geb. am 29. Januar 1860 als Sohn eines kleinen Händlers in der südrussischen Hafenstadt Taganrog, studierte Medizin und machte sich schon während des Studiums mit humoristischen Geschichten einen Namen. 1890 unternahm der bereits lungenkranke Tschechow eine Reise auf die Sträflingsinsel Sachalin, um von den Bedingungen im Strafvollzug im Zarenreich zu berichten. Bereits während seines Arztpraktikums wurde sein Stück 'Onkel Wanja' uraufgeführt. 1892-99 lebte Tschechow als Landarzt und Schriftsteller auf seinem Landgut in Melicho bei Moskau. 1899 siedelte er wegen seiner Lungentuberkulose nach Jalta um. 1901 heiratete er Olga Knipper, eine Schauspielerin, die oft die Titelrollen in seinen Stücken auf der Bühne des Moskauer Künstlertheaters spielte. Tschechow starb am 15. Juli 1904 in Badenweiler.

Leseprobe

I

Es hieß, auf der Strandpromenade sei ein neues Gesicht aufgetaucht: eine Dame mit einem Hündchen. Dmitrij Dmitritsch Gurow, der schon zwei Wochen in Jalta verbracht und sich hier eingelebt hatte, begann sich ebenfalls für Neuankömmlinge zu interessieren. Von seinem Platz im Pavillon bei Vernet sah er eine junge Dame, eine kleine Blondine mit einem Barett, die Uferstraße entlanggehen; hinter ihr her lief ein weißer Spitz.

Und dann begegnete er ihr täglich mehrmals im Stadtpark und in den Grünanlagen. Auf ihren Spaziergängen war sie allein, immer in demselben Barett und mit dem weißen Spitz; niemand wußte, wer sie war, und so nannte man sie einfach: die Dame mit dem Hündchen.

»Wenn sie hier ohne ihren Mann und ohne Bekannte ist«, überlegte Gurow, »wäre es gar nicht übel, sie kennenzulernen.«

Er war noch keine vierzig, hatte aber schon eine zwölfjährige Tochter und zwei Söhne, die ins Gymnasium gingen. Man hatte ihn früh verheiratet, als er noch Student im zweiten Studienjahr war, und jetzt erschien ihm seine Frau um die Hälfte älter als er. Sie war von hohem Wuchs, hatte dunkle Augenbrauen und eine gerade Haltung, war würdevoll und untadelig und, wie sie sich selbst charakterisierte: eine denkende Frau. Sie las viel, vermied in Briefen das veraltete harte Zeichen und nannte ihren Mann nicht Dmitrij, sondern Dimitrij; doch in seinen Augen war es nicht weit her mit ihr, er fand sie engstirnig und unelegant, er fürchtete sie und war nicht gern zu Hause. Längst schon und oft war er ihr untreu geworden, was wohl der Grund dafür war, daß er sich über die...

Produktinformationen

Titel: Die Dame mit dem Hündchen
Untertitel: Russisch/Deutsch
Autor:
Nachwort von:
Übersetzer:
EAN: 9783150052907
ISBN: 978-3-15-005290-7
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Reclam
Genre: Briefe & Biografien
Anzahl Seiten: 64
Gewicht: 34g
Größe: H148mm x B98mm x T7mm
Veröffentlichung: 26.01.2001
Jahr: 2007
Land: DE
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