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Hier hat's mir schon immer gefallen

  • Kartonierter Einband
  • 256 Seiten
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Leseprobe
Von der preisgekrönten Autorin von "Brokeback Mountain" und "Schiffsmeldungen" Wyoming ist Annie Proulxs Revier, eine unwirtliche,... Weiterlesen
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Beschreibung

Von der preisgekrönten Autorin von "Brokeback Mountain" und "Schiffsmeldungen" Wyoming ist Annie Proulxs Revier, eine unwirtliche, bizarr-schöne Gegend, der am dünnsten besiedelte Staat der USA, Schauplatz auch ihres Meisterwerks "Brokeback Mountain". Wie kaum einer kennt sie dieses Land der Berge und Prärien, der sturen Farmer und neureichen Millionäre, und sie schreibt darüber voller Sympathie und Ironie. In neun neuen Geschichten, von der Prähistorie über die Pionier- und Postkutschenzeit bis zur Gegenwart von Gasboom und Irakkrieg, erzählt Annie Proulx von den Mythen und Menschen Wyomings - lakonisch, witzig, unvergesslich.

"... und wieder knallen diese Geschichten in unser Hirn, als hätte die Autorin mit der abgesägten Schrotflinte gedichtet."

Autorentext
Annie Proulx, 1935 in Connecticut geboren, lebt heute in der Nähe von Seattle. Für ihre Romane und Erzählungen wurde sie mit allen wichtigen Literaturpreisen Amerikas ausgezeichnet, dem PEN/Faulkner Award, dem Pulitzerpreis, dem National Book Award, sowie dem Irish Times International Fiction Prize. Außerdem wurde sie in die American Academy of Arts and Letters aufgenommen. Die Verfilmung ihrer Kurzgeschichte »Brokeback Mountain« wurde 2005 mit drei Oscars ausgezeichnet.

Melanie Walz, geboren 1953 in Essen, wurde 1999 mit dem "Zuger Übersetzer-Stipendium", 2001 mit dem "Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt-Preis" und 2015 mit dem Übersetzerpreis der Stadt München ausgezeichnet. Sie ist die Übersetzerin von u. a. Antonia Byatt, John Cooper-Powys, Lawrence Norfolk.

Klappentext

Von der preisgekrönten Autorin von Brokeback Mountain und Schiffsmeldungen

Wyoming ist Annie Proulxs Revier, eine unwirtliche, bizarr-schöne Gegend, der am dünnsten besiedelte Staat der USA, Schauplatz auch ihres Meisterwerks Brokeback Mountain. Wie kaum einer kennt sie dieses Land der Berge und Prärien, der sturen Farmer und neureichen Millionäre, und sie schreibt darüber voller Sympathie und Ironie. In neun neuen Geschichten, von der Prähistorie über die Pionier- und Postkutschenzeit bis zur Gegenwart von Gasboom und Irakkrieg, erzählt Annie Proulx von den Mythen und Menschen Wyomings - lakonisch, witzig, unvergesslich.



Zusammenfassung
Von der preisgekrönten Autorin von »Brokeback Mountain« und »Schiffsmeldungen«

Wyoming ist Annie Proulxs Revier, eine unwirtliche, bizarr-schöne Gegend, der am dünnsten besiedelte Staat der USA, Schauplatz auch ihres Meisterwerks »Brokeback Mountain«. Wie kaum einer kennt sie dieses Land der Berge und Prärien, der sturen Farmer und neureichen Millionäre, und sie schreibt darüber voller Sympathie und Ironie. In neun neuen Geschichten, von der Prähistorie über die Pionier- und Postkutschenzeit bis zur Gegenwart von Gasboom und Irakkrieg, erzählt Annie Proulx von den Mythen und Menschen Wyomings lakonisch, witzig, unvergesslich.



Leseprobe
Mellowhorn Home war ein weiträumiges einstöckiges Blockhaus im sogenannten Westernstil - "indianisch" geometrisch gemusterte Möbelbezüge und mit Wildlederfransen herausgeputzte Lampenschirme. An den Wänden hingen Mr. Mellowhorns präparierte Maultierhirschköpfe und eine Zweimannschrotsäge. / Zu dieser Jahreszeit wurde Berenice Pann bewusst, dass die Erde der Dunkelheit entgegenging; keine gute Zeit, dachte sie sich, um eine neue Stelle anzutreten, vor allem eine so deprimierende Stelle wie die, sich um alte Rancherwitwen zu kümmern. Aber sie musste nehmen, was sie kriegen konnte. Im Mellowhorn-Altersheim waren Männer rar und bei den Frauen so gefragt, dass sie Berenice leidtaten. Sie hatte gedacht, der Sexualtrieb lasse im Alter nach, doch die alten Krähen kämpften um die Aufmerksamkeit paralysierter Opas mit wabbeligen, zitternden Armen. Die Männer hatten die Wahl zwischen formlosen Morgenmänteln und geblümten Vogelscheuchen. / Drei verstorbene und ausgestopfte Mellowhorn-Hunde waren an strategischen Wachpositionen aufgestellt: nahe der Eingangstür, am Fuß der Treppe und neben der rustikalen Bar aus alten Zaunpfosten. Auf Schildchen waren wie zum Beweis der Kunstfertigkeit des Brandmalers ihre Namen verewigt: Joker, Bugs und Henry. Wenigstens, dachte Berenice, die Henry den Kopf tätschelte, hatte man von dem Heim aus einen Blick auf die Berge ringsum. Es hatte den ganzen Tag geregnet, und in der sich verdichtenden Dämmerung sahen die Bartgrasbüschel wie gebleichtes Haar aus. An einem alten Bewässerungsgraben bildeten Weiden eine unregelmäßige Linie in düsterem Dunkelbraun, und der Viehteich am Fuß des Hügels war so glatt wie Zink. Berenice trat an ein anderes Fenster, um zu sehen, welches Wetter bevorstand. Im Nordwesten trieb ein milchig weißer, frostiger Keil am Himmel Regen vor sich her. An dem Fenster des Gemeinschaftsraums saß ein alter Mann und starrte in das graue Herbstwetter hinaus. Berenice wusste seinen Namen, wie sie die Namen aller Heimbewohner wusste: Ray Forkenbrock. / "Kann ich was für Sie tun, Mr. Forkenbrock?" Sie hielt sich etwas darauf zugute, die Heiminsassen mit den entsprechenden Ehrentiteln anzusprechen, was die übrige Belegschaft nicht tat, die mit Vornamen um sich warf, als hätten sie mit den alten Leuten Säue gehütet. Deb Slaver war geradezu maßlos anbiedernd mit ihrem verschwenderischen Gebrauch von "Sammy", "Rita" und "Delia", interpungiert mit "Schatzi", "Herzchen" und "Putzi". / "Klar", sagte er. Er machte lange Pausen zwischen den Sätzen, fügte die Wörter so bedächtig aneinander, dass Berenice ihm am liebsten mit Vorschlägen auf die Sprünge geholfen hätte. / "Bringen Sie mich hier raus", sagte er. "Geben Sie mir ein Pferd", sagte er. / "Machen Sie mich siebzig Jahre jünger", sagte Mr. Forkenbrock. / "Das kann ich leider nicht, aber ich kann Ihnen eine schöne Tasse Tee holen. Und in zehn Minuten ist Gemeinschaftsstunde", sagte sie. / Sein Blick war schwer zu ertragen. Trotz des gewöhnlichen Gesichts mit den eingefallenen Lippen und dem faltigen Hals bot er einen ungewöhnlichen Anblick. Es lag an den Augen. Sie waren sehr groß, weit geöffnet und von hellstem Hellblau, der Farbe von Eissplittern, einem unmerklichen Blau mit Kristallstrahlen. Auf Fotos waren sie so weiß wie die Augen römischer Statuen, sah man von dem starren Blick der kleinen, dunklen Pupillen ab. Wenn er einen ansah, dachte Berenice, vergaß man darauf zu achten, was er sagte, weil man von den sonderbaren weißen Augen so fasziniert war. Sie mochte ihn nicht, tat aber so. Frauen mussten so tun, als hätten sie Männer gern und bewunderten, was sie taten. Ihre eigene Schwester hatte einen Mann geheiratet, der sich für Felsgestein interessierte, und musste sich jetzt mit ihm durch Wüsten und steile Berge hinauf quälen.

Produktinformationen

Titel: Hier hat's mir schon immer gefallen
Untertitel: Geschichten aus Wyoming 3
Autor:
Übersetzer:
EAN: 9783442739837
ISBN: 978-3-442-73983-7
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: BTB Tb.
Genre: Romane & Erzählungen
Anzahl Seiten: 256
Gewicht: 238g
Größe: H188mm x B118mm x T22mm
Veröffentlichung: 04.02.2011
Jahr: 2011
Land: DE