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Mords-Sagen

  • Kartonierter Einband
  • 279 Seiten
Sie lieben Kurzkrimis? Humor? Grusel und Thrill? Sie lieben Sachsen, seine Geschichte und Geschichten? Am besten alles zusammen? D... Weiterlesen
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Beschreibung

Sie lieben Kurzkrimis? Humor? Grusel und Thrill? Sie lieben Sachsen, seine Geschichte und Geschichten? Am besten alles zusammen? Dann wird Sie dieses Buch begeistern! 14 einheimische Autoren haben sich in "Mords-Sagen" versammelt und bieten Ihnen in 19 Geschichten Nervenkitzel ohne Grenzen! Verknüpft mit Sagen aus der Region werden Ihnen mörderische Kurzgeschichten präsentiert: die Arglist ist allgegenwärtig Schmatzende Tote, ein Reiter ohne Kopf, böse Zwerge, unglücklich Verliebte, Totengräber, Fabeltiere, giftige Insekten oder Moosmänner sie alle sind hier versammelt. Heimtückische Verbrechen, mysteriöse Orte, clevere Täter und bodenlose Abgründe erwarten Sie alles rein fiktiv natürlich.

Autorentext
Claudia Puhlfürst, Jahrgang 1963, stammt aus Zwickau, wo sie nach wie vor lebt. Das Spezialgebiet von Claudia Puhlfürst ist die Humanethologie (menschliches Verhalten), insbesondere die nonverbale Kommunikation. Wenn sie nicht gerade schreibt, arbeitet sie als Schulberaterin für den Duden Schulbuchverlag. Zudem ist sie Organisatorin der Ostdeutschen Krimitage, Mitglied im Syndikat und bei den Mörderischen Schwestern, dem deutschen Ableger der amerikanischen Sisters in Crime.

Leseprobe
Im fahlen Mondlicht entzifferte Tobi die Inschrift auf dem Grabstein, vor dem das Vieh wie ein Leibwächter hockte. Ria Winter, 19952012. Tobi rechnete nach, wobei er die Finger zu Hilfe nahm. Siebzehn Jahre, ziemlich alt, wenn auch nicht so betagt wie Herta, zu deren Grab Oma jede Woche ging. Herta war achtzig gewesen, als sie gestorben war. Er erinnerte sich noch gut an sie. Sie war Omas Schwester gewesen und gewöhnlich freitags zu Besuch gekommen. Opa hatte Oma jedes Mal vorher gesagt, dass sie den Likör verstecken sollte. Warum, wusste Tobi nicht. Er mochte keinen Likör."Wo bleibst du?", rief Puk.Tobi ging schneller, um zu seinen Freunden aufzuschließen. Die hatten bereits an einer Gruft Halt gemacht. Lars stellte den Rucksack auf die Erde und packte ihn aus. Er reichte Puk die Kerzenstumpen und eine Plastikflasche mit einer roten Flüssigkeit. Die Kerzen waren weiß und gelb. Eigentlich hätten sie schwarz sein sollen, aber die Jungen hatten zu Hause keine dunklen gefunden. Auch die Plastikflasche enthielt nicht das, was eigentlich darin sein sollte, nämlich Blut. Als sie die dicke Jule, die sich mit Puk die Schulbank teilte, anstechen wollten, hatte die wie ein Schwein gequiekt und sich gewehrt. Obwohl Lars und Tobi ganz fest zugepackt hatten, war sie entkommen. Also hatten sie rote Farbe und Wasser genommen. Hoffentlich ließ sich der Satan davon nicht abhalten.Tobi war schon ganz gespannt. Dass Satan auf dem Friedhof auftauchen würde, stand außer Zweifel. Schließlich hatten sie die letzten zwei Wochen in der Hofpause fleißig in Opas altem Buch gelesen, das Tobi auf dem Dachbodengefunden hatte. Sie hatten alle Sprüche auswendig gelernt, mit denen man Satan rufen musste. Sie waren sich nur nicht sicher, was sie tun sollten, wenn er dann vor ihnen stand. Puk war dafür, Satan zu fragen, welche Aufgaben Herr Muschel, ihr Mathelehrer, für sie plante. Morgen wollte Herr Muschel eine Arbeit schreiben. Tobi mochte Rechnen, er hatte keine Angst vor den Matheaufgaben. Er wollte von Satan vielmehr wissen, wie er Mama dazu bringen konnte, dass sie Clara umtauschte oder wenigstens zurückgab. Clara war seine Schwester. Ein Frischling, gerade mal zwei Tage alt. Tobi wollte einen Bruder und er war sich sicher, dass Papa ebenso dachte. Statt dessen hatte Mama ihm diesen Schreihals präsentiert und ihn auf das nächste Mal vertröstet. Papa hatte ganz verdattert geguckt. Und dann hatte er auch noch bei Mama im Krankenhaus bleiben wollen. Sogar nachts.(Sylke Tannhäuser: Friedhofsgeflüster)

Inhalt
Mario Ulbrich: Zwergengold (Walensagen, Grenzgebiet zwischen Sachsen und Böhmen); Christine Sylvester: Ein sagenhafter Auftrag (Lips Tullian Sage, Tharandter Wald); Sylke Hörhold: Hollnacht (Das Mordkreuz auf den Kälbersteinen zwischen Crostau und Ellersdorf); Ralf Alex Fichtner: White Lady (Die weiße Frau an der Jägerhäuser Straße, Schwarzenberg); Maren Schwarz: Nächtlicher Besuch (Die unglückliche Liebe eines Kaplans auf Burgstein, Burgsteinruinen im Vogtland); Christoph Krumbiegel: Die Akte Moosmann (Sage vom Moosmann, Plauen/Grünbacher Forst); Ethel Scheffler: Die Totengräber von Großzschocher (Leipzig); Sylvia Eggert: Der Arm des Heiligen Laurentius (Der Arm des Heilgen Laurentius, Leisnig); Sylke Tannhäuser: Friedhofsgeflüster (Die schmatzenden Toten, Oschatz); Franziska Steinhauer: Mit Todesfolge (Die schmatzenden Toten, Rochlitz); Ralf Alex Fichtner: Der Kampf mit dem Drachen (Ritter Georg und der Lindwurm vom Totenstein Schwarzenberg); Mario Ulbrich: Kriecher (Das Rätsel der Isenburg, Isenburg und Zwickauer Mulde); Anett Steiner: Kopflos (Der kopflose Reiter am Ziegenberg südlich von Zwönitz); Andrea Karrasch: Die Wassermänner von Grillenburg (Der Nix im Rabenauer Grunde, Kurort Hartha); Uwe Schimunek: Landpartie (Der Schatz in der Mühle zu Rabenau bei Freital); Franziska Steinhauer: Die weiße Frau (Die weiße Frau vom Hahnenberge zwischen Glashütte und Johnsdorf); Katrin Ulbrich: Auf gefährlichen Pfaden (Sage vom Honigstein bei Rathen); Katrin Ulbrich: Wer schön sein will, muss sterben (Sage von der Barbarine, Pfaffenstein bei Pfaffendorf); Sylke Tannhäuser: Das Spiel (Der Jungfernsprung auf dem Oybin)

Produktinformationen

Titel: Mords-Sagen
Untertitel: Sagenhafte Kurzkrimis aus Sachsen
Autor:
Editor:
Illustrator:
EAN: 9783981560411
ISBN: 978-3-9815604-1-1
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Buchvolk-Verlag
Genre: Krimis, Thriller & Horror
Anzahl Seiten: 279
Gewicht: 273g
Größe: H180mm x B111mm x T18mm
Veröffentlichung: 13.08.2013
Jahr: 2012
Auflage: 1. Aufl.