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Ein Leben voller Staunen

  • Fester Einband
  • 209 Seiten
Hans-Peter Dürr ist nicht nur einer der renommiertesten Quantenphysiker unserer Zeit, der Schüler und Nachfolger Werner Heisenberg... Weiterlesen
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Beschreibung

Hans-Peter Dürr ist nicht nur einer der renommiertesten Quantenphysiker unserer Zeit, der Schüler und Nachfolger Werner Heisenbergs ist auch erkenntnistheoretisch sowie gesellschaftspolitisch ausgesprochen engagiert und trotz seiner Berühmtheit vor allem eines - menschlich geblieben. 1929 geboren, erlebte Hans-Peter Dürr die Gräuel des Zweiten Weltkrieges unmittelbar. Welche entscheidenden Folgen hatte diese Erfahrung auf seine Jugend und sein späteres Leben? Welche Lebensphilosophie zog er aus dieser Zeit? Im Gespräch mit Anne Devillard gibt der Träger des Alternativen Nobelpreises und Right Livelihood Awards Einblick in das Innere eines renommierten Wissenschaftlers und Denkers, eines Zweiflers und Mahners, jedoch letztlich unerschrockenen Optimisten. Dabei wird eines besonders deutlich: Es sind die Begegnungen und Gespräche mit anderen Menschen, der gegenseitige Austausch und die Öffnung füreinander, die Hans-Peter Dürrs Weltsicht und Leben geprägt haben. Und so kommen in diesem Buch auch Hannah Arendt, Edward Teller, Werner Heisenberg, Michael Gorbatschow, Ben Zander oder auch Richard Baker Roshi zu Wort - in besonderem Maße jedoch Hans-Peter Dürrs Lebensgefährtin Sue.

Autorentext

Anne Devillard, in Paris aufgewachsen, Magister in Germanistik an der Pariser Sorbonne. Sie lebt seit 1980 in München. Seit 1989 ist sie Chefredakteurin der renommierten naturheilkundlichen Zeitschrift Natur & Heilen. Ihr Bestseller Heilung aus der Mitte Werde der, der du bist , im Driediger Verlag erschienen, regt ein großes Interesse bei der deutschen und französischen Leserschaft an.



Leseprobe
VORWORT Das letzte Jahrtausend ist mit einem Jahrhundert der Extreme zu Ende gegangen. Folgenschwere Wirtschaftskrisen, verheerende Kriege und unvorstellbare Verbrechen gegen die Menschlichkeit stehen einer politischen Neuordnung und einer weitgehenden Befriedung Europas, bahnbrechenden wissenschaftlichen Entdeckungen sowie einem rasanten technischen Fortschritt gegenüber. Wie kein anderer steht Hans-Peter Dürr als ein Zeuge dieses Jahrhunderts, das als Vermächtnis auch unser gegenwärtiges, von globalen Krisen gerütteltes Leben bestimmt. Und wie kein anderer steht der Kernphysiker, Schüler Werner Heisenbergs und dessen Nachfolger als Direktor am Max-Planck-Institut für Physik für einen großen wissenschaftlichen Erkenntniswillen, auch wenn er zugleich als Vordenker einer wissenschafts- und forschungskritischen Strömung gilt. Neben seiner Offenheit für erkenntnistheoretische Fragestellungen und seinem gesellschaftspolitischen Engagement ist es wohl auch jene Gegensätzlichkeit, die seine Person so faszinierend macht. Das vorliegende Buch, das aus einem langen Gespräch mit dem Quantenphysiker entstand, gibt jedoch nicht nur Einblick in sein Leben als renommierter Wissenschaftler und Denker, sondern auch als Privatmensch. Hans-Peter Dürr, 1929 in Stuttgart geboren, erlebte als Teenager die Schrecken des Zweiten Weltkrieges - sie setzten seiner als glücklich empfundenen Kindheit eine jähe Zäsur. Offen und mit viel menschlicher Wärme, ja einer Art Staunen über persönliche Schicksale und das Leid dieser Zeit schildert er die eigenen familiären Verhältnisse, seinen zurückgezogenen und arbeitsamen, aber vom Krieg gebrochenen Vater, die resolute und tapfere Mutter und seine Geschwister. Es ist die Sicht eines noch ganz introvertierten Jungen, seine Erlebnisse als Aushilfe in einer Bäckerei, beim Bau eines Luftschutzbunkers, in den Bombennächten von 1944 und in amerikanischer Gefangenschaft. Es ist auch die Auseinandersetzung mit dem Thema kollektiver Schuld. Noch lange Zeit nach Ende des Krieges hatte Hans-Peter Dürr mit niemandem über seine Erlebnisse gesprochen, fühlte er nur Wut und traute keinem Erwachsenen über den Weg. Die Begegnung mit Werner Heisenberg und die Gespräche mit Hannah Arendt während seiner Promotion in Berkeley öffneten ihm die Augen für die größeren Zusammenhänge und gaben wesentliche Impulse für seinen weiteren Lebensweg. Aus dem in sich gekehrten Jungen wurde mit den Jahren und im Austausch mit Persönlichkeiten wie Michail Gorbatschow, Raimon Panikkar oder dem Zen-Meister Richard Baker Roshi ein leidenschaftlich engagierter Mann. Hans-Peter Dürr hat seine Wut in etwas Positives verwandeln können und die Angst vor der eigenen Ohnmacht angesichts der Komplexität einer undurchschaubaren Welt mit dem Vertrauen auf ein großes Ganzes relativiert. In der Störung das Lebendige zu sehen, den eigentlichen kreativen Moment, das hat er schmerzhaft gelernt. Dazu gehört auch der Mut, Fehler zu machen und sich diese einzugestehen. Nur Computer machen keine Fehler. Doch auf falsche Fragen richtige Antworten zu geben, das kann nach seiner Meinung nur der Mensch. In diesem Sinne kann uns Hans-Peter Dürr wenn auch keine einfachen, so doch Antworten geben. Seine Biografie verdeutlicht die Kunst, selbst aus schweren Zeiten ein kluges Leben zu gestalten. Ein Leben in großem Respekt vor dem anderen, jedoch mit Hingabe und Willen zur Veränderung. Egal, ob in großen oder kleinen Schritten, aber im Bewusstsein der Verantwortung, die jeder Einzelne trägt. Und sei es nur im gegenseitigen Austausch, im Gespräch, in der Öffnung füreinander. Auf die Leute zuzugehen, mit ihnen in Dialog zu treten, ist nach seiner Erfahrung eines der schönsten Geschenke, die Menschen einander machen können. In gewisser Hinsicht soll das folgende Gespräch mit ihm ein Geschenk sein, ein Angebot zur Kommunikation.

Produktinformationen

Titel: Ein Leben voller Staunen
Untertitel: Anne Devillard im Gespräch mit Hans-Peter Dürr und Sue Dürr
Autor:
EAN: 9783932130298
ISBN: 978-3-932130-29-8
Format: Fester Einband
Herausgeber: Driediger, Verlag
Anzahl Seiten: 209
Gewicht: 342g
Größe: H198mm x B128mm x T22mm
Veröffentlichung: 24.06.2013
Jahr: 2018
Auflage: 1. Aufl.
Land: DE