Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

Generation Gleichgültigkeit!? Wie (un-) politisch ist die aktuelle Generation Heranwachsender wirklich?
Anja Uretschläger

Schon Der Spiegel schrieb 2009: Wir, die Deutschen zwischen 20 und 35, kennen kein Protestgefühl, das uns eint. Wir haben keinen W... Weiterlesen
Kartonierter Einband, 172 Seiten  Weitere Informationen
20%
67.00 CHF 53.60
Auslieferung erfolgt in der Regel innert 1 Woche.

Beschreibung

Schon Der Spiegel schrieb 2009: Wir, die Deutschen zwischen 20 und 35, kennen kein Protestgefühl, das uns eint. Wir haben keinen Wortführer. Einen Rudi Dutschke sowieso nicht . Die junge Generation von heute gilt als ängstlich, zurückhaltend und sie ist froh, wenn ihr eigenes Leben funktioniert. Es gibt keine Proteste, weil die persönlichen Probleme wichtiger erscheinen. Auf die Straße gehen und protestieren, wofür? Diese Generation verbindet vor allem die Unsicherheit. Die Jobaussichten sind häufig schlecht, man arbeitet unter Wert, ist gezwungen, unbezahlte Praktika zu machen. In den vergangenen Jahren hat sich viel ereignet, und dennoch scheint niemand zu protestieren. Was ist seit der Hippiebewegung und den prägenden 68ern passiert? Jede Generation ist ein Konstrukt ihrer Zeit, basierend auf gemeinsamen Erfahrungen. Existiert in den Nullerjahren überhaupt eine politische Identität? Ist die aktuelle Generation junger Leute wirklich so unpolitisch und desinteressiert, wie es scheint? Die vorliegende Studie hinterfragt kritisch die Generation Gleichgültigkeit aus mehreren Blickwinkeln, basierend unter anderem auf Modernisierungstheorien und einer Analyse des gesellschaftlichen Umfelds. Dabei wird die historische Entwicklung der Generation gezeigt und ein Bezug zu aktuellen Jugendstudien sowie Expertenmeinungen aus Politik und Forschung hergestellt. Insgesamt ergibt sich ein Bild der (un-)politischen, jungen Generation der Nullerjahre, das überraschende Ergebnisse liefert.

Autorentext
Anja Uretschläger, geboren 1986, studierte von 2005 bis 2012 Diplom-Soziologie, Markt- und Werbepsychologie und Pädagogik an der LMU München, der Universiteit Maastricht (Niederlande) und dem Centro de Linguística da Universidade Nova de Lisboa (Lissabon, Portugal). Seit 2013 ist sie Projektmitarbeiterin am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung im Projekt "The influence of media coverage on the perception and rating of impersonal risks: a case study of the chestnut leafminer", gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des Schwerpunktprogramms Public Understanding of Fragile or Conflicting Scientific Evidence .

Leseprobe
Textprobe: Kapitel II, Allgemeine Zusammenhänge von Bewegungen und Protesten: Zu Protestbewegungen gibt es zahlreiche Ausführungen, die deren Entstehen, die Motive dafür oder auch einwirkende persönliche Faktoren erläutern. Im Folgenden sollen einige Aspekte hierzu beleuchtet werden, vor allem die prägende Rolle der Revolution der 68er, da diese moderne Protestformen mitgeprägt haben. Weiß man über deren Hintergründe Bescheid, lassen sich dies auch mit aktuellen Ereignissen in Verbindung bringen. Dieses Kapitel soll also einen kurzen Überblick darüber liefern, wie und durch welche Einflüsse Bewegungen entstehen, wie sie sich auswirken oder zerfallen können, welche theoretischen Ansätze es gibt und welche Rolle Massenmedien und Netzwerke für die Verbreitung von Protestinhalten spielen. 2.1, Einfluss der 68er Revolution auf die Protestkultur der jungen Generation heute: Geschichtlich gesehen sind Proteste keineswegs Neuerscheinungen. Aufstände und Massenprotestbewegungen gegen empfundene soziale Ungerechtigkeiten sind schon seit Menschengedenken bekannt, Sklavenrebellion in der Antike, Bauernaufstände im Mittelalter, die Französischen Revolution, die Bostoner Teaparty, die Arbeiterbewegung, der Kampf der Kolonien um Unabhängigkeit usw. Soziale Ungerechtigkeiten und politische Widersprüche traten zu allen Zeiten auf und konnten Massenbewegungen zur Folge haben. In der (deutschen) Vergangenheit zeigte sich dies besonders an den Themenfeldern Arbeit, Frauen und Umwelt. Diese sozialen Bewegungen haben weitreichende gesellschaftspolitische Veränderungen nach sich gezogen, die bis heute nachwirken. Denke man nur an die Gewerkschaften, brisante, hochaktuelle Umweltthemen oder nach wie vor bestehende Geschlechterunterschiede, beispielsweise bei der Besetzung von Führungspositionen. Soziale Bewegungen und ihre spezielle Ausprägungen haben das politische Demonstrations- und Protestverhalten zu jeder Zeit beeinflusst. Besonders hervorzuheben im Hinblick auf das Protestverhalten heute sind die Aktionen der 68er, die aus diesem Grund gesondert behandelt werden. In keinem anderen Land Europas hat das Kriegsende einen solch bedeutenden Bruch der politischen Kultur mit sich gebracht wie in Deutschland, hatte doch der an die Macht gelangte Nationalsozialismus einerseits viele aus der Wilhelminischen oder Weimarer Ära stammenden Bewegungsstränge gewaltsam gekappt oder sich einverleibt . Viele Strömungen, mussten sich erst wieder formieren. Es musste sich nach dem 2. Weltkrieg eine neue, moderne Bewegungskultur herausbilden, zumal viele Strukturen nach dem Krieg zerstört, viele Vorstellungen aber noch vorkriegshaft konservativ und obrigkeitsstaatlich geprägt waren. Radikalere Parteien, wie die nationalsozialistisch angehauchte sozialistische Reichspartei (SRP) oder die kommunistische Partei Deutschlands (KPD) wurden im Jahre 1956 verboten, liberalere gegründet. Die Idee einer Demokratie setzte sich in Westdeutschland schnell durch, die Wirtschaftskraft war erstarkt, der Umgang mit den Geschehnissen des Krieges und die unzureichende Aufarbeitung der Ereignisse aber dominierten die Zeit und provozierten den Protest der 68er Generation und das war vor allem eine Bewegung junger Leute. Die folgenden Ausführungen dazu greifen Aussagen von Wehler, Gilcher Holtey (2008) und ergänzend Demirivic (2008) auf. 2.1.1, Die 68erRevolution: Hauptakteure der Revolution zwischen 1960-1970 waren Schüler und Studenten, die u.a. ihrer Elterngeneration die Verdrängung der Verbrechen des Nationalsozialismus vorwarfen. Ein Bezugspunkt für die 68er Revolution war also die nicht aufgearbeitete nationalsozialistische Vergangenheit. Alle diese Proteste durchzog seit Ende der 1950er Jahre die Erfahrung, in einer Gesellschaft zu leben, die die unter dem Nationalsozialismus begangenen Verbrechen zu verantworten hatte und sich dieser Verantwortung nicht oder nur zögernd stellte. Die Kontinuität der neu gegründeten Bundesrepublik mi

Produktinformationen

Titel: Generation Gleichgültigkeit!? Wie (un-) politisch ist die aktuelle Generation Heranwachsender wirklich?
Autor: Anja Uretschläger
EAN: 9783958506442
ISBN: 978-3-95850-644-2
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Diplomica Verlag GmbH
Genre: Soziologie
Anzahl Seiten: 172
Gewicht: 280g
Größe: H219mm x B154mm x T15mm
Jahr: 2014
Auflage: 1. Aufl.

Filialverfügbarkeit

PLZ, Ort, Name Es wurde kein Treffer gefunden. Bitte geben Sie eine gültige PLZ oder einen gültigen Ort ein. Bitte geben Sie eine PLZ oder einen Ort ein. Dieses Produkt ist in NUMBER Filialen verfügbar Dieses Produkt ist momentan nur im Online-Shop verfügbar. NUMBER Stk. verfügbar Kein aktueller Lagerbestand verfügbar. Detailkarte Detailkarte in einem neuen Fenster anzeigen Route berechnen Route in einem neuen Fenster berechnen Adresse Telefon Öffnungszeiten NUMBER Stk. verfügbar Nicht an Lager Die nächste Filiale finden Es gibt keine Geschäfte in 20 Kilometer Reichweite
  • Geben Sie die Postleitzahl, den Ortsnamen oder den Namen einer Filiale in das Suchfeld ein
  • Klicken Sie auf den "Pfeil"-Button, rechts neben dem Eingabefeld
  • Wählen Sie eine Filiale in der Trefferliste aus

Die nächste Filiale auch mobil finden Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
Die nächste Filiale finden
  • Geben Sie die Postleitzahl, den Ortsnamen oder den Namen einer Filiale in das Suchfeld ein
  • Klicken Sie auf den "Pfeil"-Button, rechts neben dem Eingabefeld
  • Wählen Sie eine Filiale in der Trefferliste aus

Die nächste Filiale auch mobil finden
Zuletzt angesehen
Verlauf löschen