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Strafe und Versöhnung

  • Kartonierter Einband
  • 271 Seiten
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In der Untersuchung wird der vernünftige Sinn von Strafe und Täter-Opfer-Ausgleich philosophisch fundiert analysiert. Dabei wurde ... Weiterlesen
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Beschreibung

In der Untersuchung wird der vernünftige Sinn von Strafe und Täter-Opfer-Ausgleich philosophisch fundiert analysiert. Dabei wurde ein holistischer Ansatz gewählt, weil sich mit ihm nicht nur Rechtsinstitute wie die Strafe, sondern auch rechtlich nicht unmittelbar regelbare Formen wie der Täter-Opfer-Ausgleich verstehen lassen. Die Strafe wird als staatlich-einseitig festgestellte Minderung des Täters in seinem Rechtsstatus zur rechtlichen Bewältigung einer Straftat verstanden. Der Täter-Opfer-Ausgleich wird als eine Form der unmittelbar-persönlichen Tatbewältigung zwischen Täter und Opfer im Weg eines Versöhnungsprozesses erläutert, die zwar rechtlich nicht erzwungen, aber in ihren Bedingungen rechtlich abgesichert werden kann, zum Beispiel hinsichtlich der Einrichtung zuständiger Stellen. Strafe und Täter-Opfer-Ausgleich sind demnach eigenständige Formen der Bewältigung einer Straftat, können aber zueinander in Beziehung gesetzt werden. In der abschließenden Kritik des Par. 46a Nr. 1 StGB wird vorgeschlagen, diese Norm systematisch-teleologisch einschränkend auszulegen und den Täter-Opfer-Ausgleich rechtlich eigenständig zur Absicherung seiner Bedingungen zu regeln. Wichtiges Anliegen der Arbeit ist es zu verdeutlichen, dass die Rolle des Opfers bei der Bewältigung einer Straftat weiter gestärkt werden muss. Dafür müssen unmittelbar-persönliche Bewältigungsprozesse wie Versöhnung in den Fokus rechtlicher und ethisch-moralischer Theorie und Praxis rücken, weil sie angesichts der sich immer wieder verwirklichenden menschlichen Fehlbarkeit zentral für unser Miteinander sind.

Autorentext

Anja Schmidt ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie an der Juristenfakultät der Universität Leipzig tätig. Sie forscht in den Bereichen des Strafrechts, der praktischen Philosophie und der Geschlechterkritik. Neben ihrer Dissertation hat sie unter anderem zu Geschlechterrollen und Selbstständigkeit sowie zur geschlechterkritischen Sicht auf die Grundannahmen des Rechts und auf die rechtliche Regelung von Geschlecht und Sexualität veröffentlicht.



Klappentext

In der Untersuchung wird der vernünftige Sinn von Strafe und Täter-Opfer-Ausgleich philosophisch fundiert analysiert. Dabei wurde ein holistischer Ansatz gewählt, weil sich mit ihm nicht nur Rechtsinstitute wie die Strafe, sondern auch rechtlich nicht unmittelbar regelbare Formen wie der Täter-Opfer-Ausgleich verstehen lassen. Die Strafe wird als staatlich-einseitig festgestellte Minderung des Täters in seinem Rechtsstatus zur rechtlichen Bewältigung einer Straftat verstanden. Der Täter-Opfer-Ausgleich wird als eine Form der unmittelbar-persönlichen Tatbewältigung zwischen Täter und Opfer im Weg eines Versöhnungsprozesses erläutert, die zwar rechtlich nicht erzwungen, aber in ihren Bedingungen rechtlich abgesichert werden kann, zum Beispiel hinsichtlich der Einrichtung zuständiger Stellen. Strafe und Täter-Opfer-Ausgleich sind demnach eigenständige Formen der Bewältigung einer Straftat, können aber zueinander in Beziehung gesetzt werden. In der abschließenden Kritik des § 46a Nr. 1 StGB wird vorgeschlagen, diese Norm systematisch-teleologisch einschränkend auszulegen und den Täter-Opfer-Ausgleich rechtlich eigenständig zur Absicherung seiner Bedingungen zu regeln. Wichtiges Anliegen der Arbeit ist es zu verdeutlichen, dass die Rolle des Opfers bei der Bewältigung einer Straftat weiter gestärkt werden muss. Dafür müssen unmittelbar-persönliche Bewältigungsprozesse wie Versöhnung in den Fokus rechtlicher und ethisch-moralischer Theorie und Praxis rücken, weil sie angesichts der sich immer wieder verwirklichenden menschlichen Fehlbarkeit zentral für unser Miteinander sind.



Zusammenfassung
quot;Alle nachfolgenden rechtsphilosophischen Untersuchungen zum TOA werden sich an der vorliegenden Arbeit messen lassen müssen, wobei 'Strafe und Versöhnung' auch als Anregung für alle (Rechts-)Philosophen verstanden werden sollte, den Blick anderer philosophischer Positionen auf das Phänomen TOA und die Beziehung zwischen Täter und Opfer zu richten." Dr. Sascha Straube, in: Journal der Wirtschaftswissenschaftlichen Vereinigung, 2/2014

Inhalt

I. Einführung Ausgangssituation - Fragestellung und Verortung im Forschungsfeld - Methode - Gang der Untersuchung II. Moralität oder das Beurteilen von Praxisformen Kritik des Prüfverfahrens des kategorischen Imperativs - Konstitution der Moralität nach Thomas Rentsch - Verwobenheit von Faktizität und Normativität sowie naturalistischer Fehlschluss - Zusammenfassung III. Straftat Straftat als kommunikatives Interexistential und ursprüngliche Praxisform sowie Methode der Analyse - Erläuterung des vernünftigen Sinns des Interexistentials der Straftat - Zusammenfassung IV. Strafe und Täter-Opfer-Ausgleich als Formen der Bewältigung von Straftaten Bewältigung von Straftaten als unumkehrbar Geschehenes - Strafe und Täter-Opfer-Ausgleich als kommunikative Interexistentiale und ursprüngliche Praxisformen sowie Methode der Analyse - Vernünftiger Sinn von Strafe - Vernünftiger Sinn des Täter-Opfer-Ausgleichs als Versöhnungsprozess - Verhältnis von Strafe und Täter-Opfer-Ausgleich V. Zusammenfassung Ertrag der Untersuchung - Zusammenfassende Thesen Literatur- und Sachverzeichnis

Produktinformationen

Titel: Strafe und Versöhnung
Untertitel: Eine moral- und rechtsphilosophische Analyse von Strafe und Täter-Opfer-Ausgleich als Formen unserer Praxis
Autor:
EAN: 9783428138203
ISBN: 978-3-428-13820-3
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Öffentliches Recht
Anzahl Seiten: 271
Gewicht: 372g
Größe: H233mm x B159mm x T20mm
Jahr: 2012
Auflage: 1. Auflage

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