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Als Oma bist du ja ganz nett

  • Kartonierter Einband
  • 240 Seiten
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Leseprobe
Gerade ist man mit sich und dem eigenen Leben im Reinen, die Kinder sind aus dem Haus und man erfreut sich als Frau im besten Alte... Weiterlesen
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Beschreibung

Gerade ist man mit sich und dem eigenen Leben im Reinen, die Kinder sind aus dem Haus und man erfreut sich als Frau im besten Alter am Erreichten und an den schönen Dingen des Lebens. Da ruft die Tochter an: "Mama, ich bin schwanger." Denkt man da "Jetzt schon?" oder "Endlich!"? Anja und Hanna Maier berichten witzig und warmherzig von Oma-Umstellungsschwierigkeiten, neuen und alten Diskussionen über Namen, Erziehung und Eltern-Bohei und davon, wie ein Enkelkind das Familienleben auf den Kopf stellt.

»Absolut lesenswert!«, Facebook Mum Magazin, 01.04.2014

Autorentext
Anja Maier, Jahrgang 1965, ist taz-Journalistin und lebt im Berliner Umland. 2010 erschien von ihr "Die Pubertistin, 2011 der Bestseller "Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter". Hanna Maier, Jahrgang 1988, studiert nach ihrem Abschluss in Politikwissenschaften nun Journalismus in München. Sie ist Mutter einer Tochter.

Klappentext

Gerade ist man mit sich und dem eigenen Leben im Reinen, erfreut sich als Frau im besten Alter am Erreichten und an den schönen Dingen des Lebens, da ruft die eigene Tochter an: "Mama, ich bin schwanger." Denkt man da "Jetzt schon?" oder "Endlich!"? Anja und Hanna Maier berichten witzig und warmherzig von Oma-Umstellungsschwierigkeiten, neuen und alten Diskussionen über Namen, Erziehung und Eltern-Bohei und davon, wie ein Enkelkind das Familienleben auf den Kopf stellt.



Leseprobe
Meine Mutter und ich. Eine Mutter-Mutter-Kind-Geschichte Wie wir uns entfernen und ich das Glitzerfest aus der Distanz betrachte Meine Mutter ist jetzt Oma. Das ist vielleicht ein seltsamer Satz. Meine Mutter ist jetzt die Oma von Sophie. Und noch viel seltsamer klingt folgende Aussage: Ich bin Sophies Mama. Wenn ich in den Spiegel blicke, sehe ich eine Mittzwanzigerin, die es hasst aufzuräumen, gerne ausschläft und gerne Kraftausdrücke verwendet. Sehen so Mütter aus? Blicke ich mir meine Mutter an, sehe ich eine Endvierzigerin, der V-Ausschnitte sehr gut stehen, die sich viel mit Freunden trifft, eine glückliche Ehe führt und mich erschrocken anschaut, wenn ich ungezügelt fluche. Sehen so Omas aus? Offenbar schon, heutzutage zumindest. Früher waren wir nur Mutter und Tochter, wir kreisten um uns und unsere typischen, sich wiederholenden Konflikte. Aber durch Sophie mussten wir uns beide fragen, warum wir uns eigentlich ständig streiten. Sind wir so, weil wir der anderen gegenüber ein Bild erfüllen wollen? Nach dem Motto: Ich provoziere dich, Mama, weil ich mich von dir abgrenzen will. Durch das Enkelkind gab es neuen Abstand in unserer Beziehung, den wir beide dringend brauchten. Abstand zu dem, was in den letzten fünfundzwanzig Jahren passiert war. Als ich nämlich nur die Tochter meiner Mutter war. Auch Abstand zu diesen Vorwürfen, die in so vielen Mutter-Tochter-Beziehungen eine Rolle spielen: "Du warst nicht richtig für mich da." "Nein, du verstehst nur meine Situation von damals nicht." "Muss ich auch nicht, ich bin ja das Kind." "Aber du bist mein Kind, du warst dabei." Und so weiter. Durch den Abstand zu diesem Henne-Ei-Problem sind wir uns nähergekommen, auch wenn es noch über uns hängt. Uns eint heute ein großer gemeinsamer Nenner: das Kind. Es hat uns verknüpft, hat uns zu Verbündeten auf (Fast-)Augenhöhe gemacht. Heute darf ich auch böse Schimpfwörter in den Mund nehmen, ohne Angst vor dem Urteil meiner Mutter zu haben. Lange geht das aber auch nicht mehr gut, weil ich mich dann für Sophie zurückhalten muss. Dann werde ich es sein, die sich die Standpauke von der Kindergärtnerin anhören muss, dass Sophie ständig "Scheiße" sagt. Was bisher geschah: Sommer vor vier Jahren. Im Garten meiner Eltern wird gefeiert. Sie feiern so einiges, ich weiß das, weil ich die Einladung bekommen habe. Sie feiern, dass sie seit 20 Jahren zusammen sind und dass jeder von ihnen 45 geworden ist. Ursprünglich hatten sie überlegt, ein zweites Mal zu heiraten, weil das erste Mal ein bisschen unromantisch war. Stefan hat sich gewehrt, deshalb setzte Anja sich mit dieser Party zwischen den Himbeersträuchern durch. Die meisten Menschen in diesem Garten wissen das alles vielleicht nicht so genau. Ich weiß es aber. Anja und Stefan haben alle eingeladen, die sie kennen. Es ist vermutlich ein rauschendes Fest. Stefan stand ewig in der Küche und hat gewerkelt, gekocht und gebraten. Anja hat gedeckt, organisiert und telefoniert. So ist die typische Rollenaufteilung. Der Nachmittag bricht an, und der Garten füllt sich mit Leben. Vermutlich haben sie die grüne Lichterkette angemacht, die bei Partys immer zum Einsatz kommt. Den Rest des Jahres schwingt der Wind sie aber einfach zwischen zwei Bäumen hin und her. Deshalb muss man dann auch immer mindestens zwei Glühlampen auswechseln, wenn es wieder etwas zu feiern gibt. Und heute Abend gibt es was zu feiern. Denke ich. Denn ich bin nicht da. Ich bin nicht gekommen zur großen Liebesverkündungsfeier meiner Eltern. Absichtlich. Ein halbes Jahr vor diesem Glitzerfest hatte ich begonnen, Frau Anders jede Woche einmal zu besuchen. Wir sprachen über dies und jenes: die Distanz zu meinen Eltern, das neue Leben mit dem Studium, meine Zukunftsängste, Ängste im Allgemeinen und über meine Mutter. Frau Anders war immer ein bisschen streng mit mir, aber sie half mir, meine Entwicklung dort nachzuholen, wo sie irgendwann mit vierzehn Jahren aufgehört hatte. Sie t

Inhalt

INHALT


Meine Mutter und ich. Eine Mutter-Mutter-Kind-Geschichte

Wie wir uns entfernen und ich das Glitzerfest aus der Distanz betrachte

1. Hier geht’s los

Ein namenloses Neugeborenes wird tanzender Mathecrack und kriegt dann selbst ein Kind

Meine Mutter sucht sich selbst und findet das Glück

2. Schwanger? Ach nee! Ach ja.

Eine gar nicht mal so alte Frau soll Oma werden und sucht nach dem Ausknopf ihres Puppenmuttiprogramms

Der Ernst des Lebens wohnt plötzlich in meinem Bauch, und ich denke nur an Bergseen

3. Gustav versus Sophie

Ein Ungeborenes kriegt Namen. Aber nur einen. Warum? Weil die Frau mit O rumnervt

Nala wird zur Zukunftsmusik, und meine Vergangenheit zeigt, dass sie kein Zuckerschlecken ist

4. Die Geburt

In einer Berliner Kachelfabrik wird ein Mädchen geboren. Anschließend gibt es lauwarme Buletten

Wie ich mich gegen das Raustanzen entschied und dann plötzlich wieder alleine auf Toilette gehen konnte

5. Im Wochenbett

Kinder stecken in Brotfächern, und eine Kinderkrankenschwester nimmt die Wickelprüfung ab

Ich bin jetzt Wöchnerin. Und das ist die schrecklichste Woche meines Lebens

6. Konsum

Die Frau mit O zieht um, hat Respekt vor Oberarmen und wohnt der Übereignung einer Windeltorte bei

Was der Kinderwagen über die Eltern aussagt und wie ich ganz schnell meine Grundsätze über Bord werfe

Das Kind bekommt ein zeitgemäßes Gefährt, und die Frau mit O wundert sich über System-Eltern


7. Neue Welten

Sophie wird samt Equipment in einem Lokal verköstigt und ist cooler als Maxi und ihr Reiseklo

Ferienresort mit Swimmingpool vs. Cuba Libre und wie Sophies wackelnde Arme mir neuen Mut geben

8. Langeweile und Unruhe

Es wird Milch gekauft, es werden Windeln gebügelt und gelernt, dass Mutterschaft ganz schön langweilig sein kann

Heute scheint die Sonne nicht. Und was machen wir jetzt?


9. Weihnachten

Es geht eine Weihnachtseinladung ein, und die brutale Wahrheit muss raus

Mein erstes eigenes Weihnachten und wie ich als Stiefmutter Familienzwang erzeuge

Der finale Weihnachtskrach geht über die Bühne, und mit zwei Wochen Verspätung wechselt ein Lauflernwagen den Besitzer


10. Besuchszeiten

Eine blauäugige Kleinkönigin wird ein Jahr alt und bekommt Schlagsahnetürme

Na, dann wisst ihr ja, wie es mir geht! Tolle Enkelkinder fallen nicht vom Himmel, und meine Eltern sind Nichtsnutze

11. Expertentum

Eine weise Frau erweist sich als Trageberaterin, und es wird über Kinderköpfe in System-Zusammenhängen diskutiert

Körperkult in Kurskultur und die Kommerzialisierung meiner Mutterschaft

12. Älter werden

Es kommt keiner mehr, und im Großelternhaushalt herrscht freiwillige Ordnung

Wie ich um einige unangenehme Jahre älter wurde und trotz Klostein cool sein wollte

13. Väter

Genpoolmanagement und wieso Väter nicht automatisch Papas sind

Zumutungen. Ein Mann namens Erwin verhängt Strafen, anschließend wird Stefan in jeder Hinsicht Vater

14. Zucker

Die Kindsmutter hat eine gute Idee, wie Sophie eine selbstbestimmte Zuckerkonsumentin wird. Und die Oma lacht

Ich liebe meinen Zuckerhut und meine Tochter auch

15. Artgenossen

Eine Muttiburg wird besichtigt, Gläschenblicke werden getauscht, und es wird über Fashion-Moms nachgedacht

Der Kindereckenblues. Wie ich plötzlich zu einer Randgruppe gehöre und warum Sophie in keinen Hörsaal passt

16. Sünden

Im zurückliegenden Jahrhundert rauchen verbrecherische Mütter Tabak und kaufen zu diesem Zweck Spielplatzaschenbecher

Quietscheente und Raucherlunge. Wie ich meinen Sicherheitswahn überwinde und eine neue Freundin finde

17. Urlaub vom Urlaub

Hanna und Oscar reisen ins Ausland, und Sophie bestätigt die universal geltende Untreueregel bei Kindern 

London calling und die Reise zum Mittelpunkt meiner Welt

18. Abschiedsmahl

Sophie wird zum Fast Food verführt, und ihre früher kurz gehaltene Mutter zeigt sich gelassen

19. Erziehung

Eine Einjährige zettelt eine U-Bahn-Schlägerei an, und die Mutter schafft Öffentlichkeit für dieses Problem 

Sophie macht eigentlich alles richtig, und Erziehung ist auch nur verschüttete Milch


20. Geld & Armut

Es gab und gibt Geldprobleme, und Bananen wecken ein kleines Mädchen aus dem Mittagsschlaf

Wie ich an mein Auto kam und warum Geld manchmal eben doch glücklich macht

Produktinformationen

Titel: Als Oma bist du ja ganz nett
Untertitel: Wie meine Mutter ein Enkelkind bekam
Autor:
EAN: 9783492303774
ISBN: 978-3-492-30377-4
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Piper Taschenbuch
Genre: Sonstige Literatur
Anzahl Seiten: 240
Gewicht: 219g
Größe: H191mm x B118mm x T19mm
Veröffentlichung: 07.03.2014
Jahr: 2014
Land: DE
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