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Psychosoziale Beratung von älteren Menschen: Konzepte aus Expertensicht

  • Kartonierter Einband
  • 100 Seiten
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Die vorliegende Arbeit untersucht den Bereich der psychosozialen Beratung älterer Menschen unter der Fragestellung: "Wie sieh... Weiterlesen
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Beschreibung

Die vorliegende Arbeit untersucht den Bereich der psychosozialen Beratung älterer Menschen unter der Fragestellung: "Wie sieht aus Expertenperspektive ein psychosoziales Beratungskonzept für ältere Menschen aus?". Die Datenerhebung für die Arbeit erfolgte dabei per Experteninterview. Die Auswertung der gewonnenen Daten orientiert sich an der Grounded Theory von Strauss und Corbin und erfolgt mittels des computergestützten Auswertungsprogrammes ATLAS.ti. Des Weiteren werden Textpassagen von Beratungsprotokollen des Projektes "Zukunft im Alter" unter der Trägerschaft des K.U.B. e.V. in Berlin zur Illustration der Ergebnisse verwendet. Weiterhin beschäftigt sich die Arbeit mit Aspekten der psychosozialen Beratung Älterer, die in der Literatur zu finden sind. Hier spielt der Beratungsprozess mit dem äußeren Rahmen, der Gesprächsführung, den Interventionen und den Beratungselementen eine große Rolle. Außerdem wird auf den Beratenden und auf das methodische Vorgehen in der psychosozialen Beratung Älterer eingegangen. Am Ende soll ein Ausblick über mögliche zukünftige Entwicklungen des Bereiches der psychosozialen Beratung älterer Menschen gegeben werden.

Leseprobe
Textprobe: Kapitel 2, Einführung in die Thematik: 2.1, Methodik der psychosozialen Beratung älterer Menschen: In der Literatur ist zu finden, dass für die psychosoziale Beratung älterer Menschen ein methodenoffenes Vorgehen sinnvoll ist, welches auf die Belange dieser speziellen Gruppe, der älteren Menschen, ausgerichtet sein sollte. So postuliert Peters (2006): "Ich bin der Auffassung, dass bei dieser Gruppe Behandlungserfordernisse vorliegen, die eine flexible Ausrichtung und eine Offenheit voraussetzen, sich von unterschiedlichen therapeutischen Richtungen inspirieren zu lassen und wo es häufig erforderlich ist, unterschiedliche Hilfsangebote zu kombinieren" (S. 48). Der Psychotherapeut und Psychoanalytiker Meinolf Peters (2006) findet vor allem für die Psychotherapie älterer Menschen - innerhalb eines psycho-analytischen Zugangs - den Einbezug verschiedener Anregungen aus unterschiedlichen Ansätzen bedeutsam, zum Beispiel die Ressourcenaktivierung aus dem systemischen Ansatz, das Erleben und die Integration von Gefühlen aus der Gesprächspsychotherapie und die Zielgerichtetheit und Angemessenheit von Verhalten und Erleben aus der Verhaltenstherapie sowie eine Vielzahl anderer Möglichkeiten. Brückner und Al Akel (2006) nehmen die Grundhaltung des Verstehens an, die traditionell mit tiefenpsychologischen und klientenzentrierten Ansätzen verbunden ist. Des Weiteren können aber auch verhaltenstherapeutische oder systemische Methoden, Rollenspiele und imaginative Verfahren von Bedeutung sein. Deshalb vertreten die Autoren einen methodenoffenen Ansatz. Sie legen sich nicht auf eine bestimmte Methode fest, sondern befürworten verschiedene Verfahren für die jeweils unterschiedlichen Klienten, Ziele und Beratungssituationen. 2.2, Der Beratungsprozess: 2.2.1, Äußerer Rahmen: Zum äußeren Rahmen gehört die Erreichbarkeit der Beratungsstelle. Ein Augenmerk der Erreichbarkeit sollte die Mobilität älterer Menschen sein. So kann beispielsweise eine ausschließliche Komm-Struktur in der psychosozialen Versorgung als Barriere in Betracht kommen (Görgen & Engler, 2005). Al Akel (2006) schlägt ein Hausbesuchskonzept in Form von aufsuchender Arbeit vor. Auch nach ihrer Sicht reicht eine herkömmliche Komm-Struktur nicht aus, um ältere Menschen rechtzeitig zu erreichen. Das verdeutlicht der geringe Zulauf von älteren Menschen in Krisendiensten oder bei Psychotherapeuten. Eine Bring-Struktur bzw. ein Hausbesuchskonzept ist besonders für Klienten mit altersbedingten körperlichen Einschränkungen von Bedeutung. Außerdem führt die aufsuchende Arbeit zu einer Erleichterung des ersten schweren Schrittes, Hilfe in Anspruch zu nehmen und zur Unterstützung beim Anvertrauen an einen Beratenden, der in diesem Fall fremd für die Älteren ist (Al Akel, 2006). Für Peters (2006) sind die Lage und die Erreichbarkeit der Räumlichkeiten, vor allem bei eingeschränkter Mobilität der Klienten, von großer Bedeutung. So empfindet er eine ausreichende Beschilderung oder auch einen Lageplan zur Orientierung als hilfreich. Des Weiteren sollte beachtet werden, ob die Räumlichkeiten per Treppe zu erreichen sind oder ein Aufzug für gehbehinderte Ältere zur Verfügung steht. Ebenerdige Räumlichkeiten schaffen viele Erleichterungen. Bei der Raumgestaltung sollte nach Peters (2006) Sicht auf Möblierung und Farbgestaltung geachtet werden. So sollten Sessel zur Verfügung stehen, die besonders für ältere Menschen geeignet sind. Solche äußeren Faktoren tragen, nach Auffassung des Autors, zur Schaffung von Behaglichkeit und eines als zuverlässig erlebten Rahmens bei. 2.2.2, Barrieren der Inanspruchnahme von Beratung: Die Zurückhaltung älterer Menschen gegenüber psychologischer Beratung oder Psychotherapie wird in der Literatur betont. Peters (2006) Annahme, dass Ältere beispielsweise eine geringere ausgeprägte Psychotherapiemotivation haben, wurde in einer seiner Untersuchungen bestätigt (vgl. Peters et al 2000). D

Produktinformationen

Titel: Psychosoziale Beratung von älteren Menschen: Konzepte aus Expertensicht
Autor:
EAN: 9783959346375
ISBN: 978-3-95934-637-5
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Diplomica Verlag
Genre: Soziologie
Anzahl Seiten: 100
Gewicht: 261g
Größe: H271mm x B192mm x T12mm
Jahr: 2015