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Beim Leben meiner Familie
Anita Shreve

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Achtzehn Jahre ist es her, dass Sheila spurlos aus Websters Leben verschwand. Er hat ihre gemeinsame Tochter Rowan allein großgezo... Weiterlesen
Kartonierter Einband (Kt), 336 Seiten
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Beschreibung

Achtzehn Jahre ist es her, dass Sheila spurlos aus Websters Leben verschwand. Er hat ihre gemeinsame Tochter Rowan allein großgezogen und sich geschworen, Sheila nie mehr wiederzusehen. Doch als seine Tochter ihm zu entgleiten droht, weiß Webster, dass er nicht länger vor der Vergangenheit davonlaufen kann: Er muss Sheila wiederfinden, um seine Tochter zu retten ...

»Die Autorin erzählt mit großer Eleganz über Schuld, Vergebung und Errettung.«, Rätsel & Freizeit

Autorentext
Anita Shreve lebt mit ihrem Mann in Boston/Massachusetts. Mit ihren Romanen, die von der Kritik für ihre kühle Eleganz gefeiert werden, erreicht sie weltweit ein Millionenpublikum. Zu ihren größten Erfolgen gehören »Die Frau des Piloten«, »Olympia« und der für den Orange Prize nominierte Roman »Das Gewicht des Wassers«. Zuletzt erschien von ihr »Das erste Jahr ihrer Ehe«.

Leseprobe
Für Jennifer Rudolph Walsh In Zuneigung und großer Dankbarkeit Webster läuft auf Strümpfen die schmale Treppe hinunter und sagt "Arme Ritter", als er um die Ecke biegt. Rowan, über die Pfanne gebeugt, an der vor lauter Kratzern kaum noch Teflon übrig ist, wird rot. Webster liebt das Gesicht seiner Tochter. Selbst als Säugling hatte sie schon dieses zusätzliche Stückchen Stirn, vielleicht ein halber Zentimeter, über den Augenbrauen. Als hätte jemand eine Zange angesetzt und ihren Kopf ein klein wenig in die Länge gezogen. Es macht ihre blauen Augen größer und lässt sie wie leicht erstaunt über das Leben aussehen.Webster gefällt das. Rowan, mit braunem, fast schwarzem Haar, hat den gleichen Haaransatz wie er, spitz zulaufend, mit zwei Einbuchtungen wie Geheimratsecken an den Seiten. Sie kaschiert sie mit Stirnfransen. Webster kaschiert die seinen, stärker ausgeprägten, mit einer Baseballcap. Diese Ecken sind ein Problem und werden immer eins sein. Webster öffnet den Kühlschrank, um den Saft herauszunehmen. "Hab ich schon gemacht", sagt Rowan. Webster dreht sich um, der Küchentisch ist liebevoll gedeckt:Teller, Besteck, Servietten, die Butter in der alten Butterdose, nicht wie sonst auf einer Untertasse, der Saft in richtigen Saftgläsern. Rowan hat einen blassblauen Pulli von J. Crew an, den er ihr zu Weihnachten geschenkt hat. Etwas geht zu Ende, und sie wollen es nicht unbeachtet lassen.Webster denkt das nun schon seit Monaten. Der Geburtstag muss heute Morgen gefeiert werden. Webster hat die Nachtschicht. Rowan lässt die Armen Ritter auf die Teller gleiten. "Du hättest dich an einer Kochakademie bewerben sollen." Webster setzt sich und rückt seinen Stuhl näher an den Tisch. Falsche Bemerkung. Er erkennt es an dem kurzen Zucken ihres Mundes. Eben noch da, ist es gleich wieder weg. Drei Universitäten haben Rowan abgelehnt, unter ihnen das Middlebury College, ihre erste Wahl. Webster erinnert sich, wie seine Tochter am 15. März in der Küche am Computer saß und darauf wartete, dass es fünf Uhr werden würde. Genau an diesem Tag, zu dieser Stunde verschickten bestimmte Universitäten ihre Bescheide. Webster klapperte am Spülbecken herum, bearbeitete immer wieder dasselbe Glas und tat so, als wäre er gar nicht da. Er wusste genau, wann es so weit war. Die Minute verstrich. Ebenso die nächsten Minuten. Kein Ton von Rowan. Kein Freudenschrei, kein glücklicher Juchzer. Vielleicht waren die Universitäten diesmal spät dran mit ihren Ergebnissen, dachte Webster, obwohl er wusste, dass es nie klappte, wenn man auf göttliche Intervention hoffte. Er starrte auf den Rücken seiner Tochter. Sie saß ganz still, den Blick auf ihre Hände gerichtet, während sie mit dem silbernen Ring an ihrem Mittelfinger spielte.Webster hätte gern etwas gesagt, sie berührt, aber das ging nicht. Es würde ihr peinlich sein, alles nur schlimmer machen. Besser, er ließ Rowan in Ruhe. Nach zwanzig Minuten in unveränderter Haltung stand Rowan auf und verließ die Küche. Sie ging in ihr Zimmer hinauf und kam nicht mehr herunter, nicht einmal zum Abendessen. Webster war erst wütend auf die Universitäten, dann nur noch traurig. Bis zum nächsten Morgen gelang es ihm, sich zu aufmunternder Zuversicht durchzuringen. Er versuchte ihr die Universität von Vermont schmackhaft zu machen, bei der sie sich nur zur Sicherheit beworben hatte und an der sie für den Herbst angenommen worden war. Aber sie wollte dort gar nicht hin. Sie hatte sich eine kleinere Universität gewünscht. Am schwersten zu ertragen war für Webster das Ausbleiben des Freudenschreis, des glücklichen Juchzers. Rowan hätte ihn verdient gehabt. Webster hätte ihn verdient gehabt. " Köstlich ", sagt Webster jetzt.

Produktinformationen

Titel: Beim Leben meiner Familie
Untertitel: Roman
Autor: Anita Shreve
Übersetzer: Mechtild Ciletti
EAN: 9783492304726
ISBN: 978-3-492-30472-6
Format: Kartonierter Einband (Kt)
Herausgeber: Piper Taschenbuch
Genre: Sonstige Literatur
Anzahl Seiten: 336
Gewicht: 283g
Größe: H190mm x B118mm x T23mm
Veröffentlichung: 05.06.2014
Jahr: 2014
Land: DE

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