Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

Wartungsarbeiten - Video On Demand (VoD) Weitere Informationen

Aufgrund von Wartungsarbeiten ist unser Video-on-Demand-Angebot nicht verfügbar. Besten Dank für Ihr Verständnis.

schliessen

Robert
Anis Hamadeh

Skurril, bizarr, grotesk, fantastisch, exzentrisch, kafkaesk ... Es gibt mehrere orthografisch herausfordernde Adjektive, mit dene... Weiterlesen
Kartonierter Einband (Kt), 141 Seiten  Weitere Informationen
20%
22.50 CHF 18.00
Auslieferung erfolgt in der Regel innert 4 bis 6 Werktagen.

Beschreibung

Skurril, bizarr, grotesk, fantastisch, exzentrisch, kafkaesk ... Es gibt mehrere orthografisch herausfordernde Adjektive, mit denen sich die vorliegende Sammlung beschreiben lässt. Größtenteils handelt es sich um Satiren, ein wenig Nonsens ist auch dabei. Zwei oder drei der Stücke haben sogar Tiefgang, ich kann mich bloß nicht daran erinnern, welche es waren. Sie werden es bestimmt herausfinden. Nicht selten weiß das Publikum letztlich mehr als der Autor, der ja im Grunde nur in poetische Trancen fällt und später das Protokoll abgibt. Warum ich diese Geschichten schreibe? Fragen Sie nicht! Es ist ein Kreuz. Immer wieder werde ich darauf hingewiesen, dass ich doch einmal etwas Normales veröffentlichen könnte statt dieser absurden und seltsamen Storys, und ich habe es wirklich versucht. Vielleicht ist es der schädigende Einfluss von Wilhelm Busch, dessen gesammelte Werke mir als Kleinkind auf den Kopf gefallen sind, als ich im Bücherregal der Eltern nach Inspiration suchte. Oder die Heinz-Erhard-Schallplatten, die ich in die Finger bekommen hatte. Oder die vielen Stunden britischer Comedy. Über etwaige Spätfolgen hatte ich mir damals überhaupt keine Gedanken gemacht ... Jetzt kann man wahrscheinlich nicht mehr viel richten. Für wen ich solche Geschichten schreibe? Auch darauf weiß ich keine vernünftige Antwort. Allerdings habe ich schon einmal ein Kind, einen Jugendlichen, einen Erwachsenen und einen Senioren gleichzeitig zum Lachen gebracht. Das war, als ich in Stuttgart auf der Bühne ausgerutscht bin. Die gereimten Geschichten im ersten Teil des Buches trage ich bei Lesungen zum Teil auswendig vor. Einige sind die Anfänge von Serien mit jeweils sieben Teilen, so das Huhn, das Krokodil aus Kiel, Champion Leo sowie die Meeresvolksaga, deren erster Teil von der Meerjungfrau Sibylle erzählt. Die historischen Vorträge im hinteren Teil dieses Werks sind überarbeitete Referate aus meiner Oberstufenzeit. Es ist mir ein Rätsel geblieben, dass weder die Lehrerschaft noch die Mitschüler diese höchst aufschlussreichen und dabei kurzweiligen Analysen je angemessen gewürdigt haben. Falls Sie die Entstehung der Texte interessiert, was ich eigentlich nicht annehme: Vor fünfzehn Jahren begann ich mit einer experimentellen Serie von Einseitern, der ich den Namen Bambus gab. Zum einen, weil der Bambus flexibel ist, ebenso wie die Texte inhaltlich und formal stark variierten, zum anderen, weil Bambustexte neben ihrer Kleinschreibung statt Punkt und Komma Gedankenstriche aufwiesen, wie in einem Telegramm, und die sehen - mit etwas Fantasie - aus wie Bambusstäbe. Für die vorliegende Anthologie habe ich die Stücke allerdings freiwillig formatiert. Selbst die Dialog-Reihe Die Jungs (Heinz und Helmut) stammt aus dem Bambus. Drei der neueren Episoden habe ich in dieses Buch aufgenommen. Wenn Sie aus Gründen, die ich nicht hinterfragen will, mehr wissen möchten, können Sie meine Website besuchen und zum Beispiel von der Litbox - einer Jukebox für Literatur - die mp3s von Robert und Das Huhn kostenlos herunterladen. Sollte das nicht reichen, ist da noch das Hörbuch Die Dichter mit Textheft, das man bestellen kann, ebenso das Hörbuch vom Krokodil aus Kiel - ja sogar das Wimmelbild vom Cover, in DIN A1-Format.

Autorentext

Anis Hamadeh ist Künstler, Islamwissenschaftler und Publizist. Er lebt seit 2005 in Mainz. Website: www.anis-online.de



Klappentext

Skurril, bizarr, grotesk, fantastisch, exzentrisch, kafkaesk. Es gibt mehrere orthografisch herausfordernde Adjektive, mit denen sich die vorliegende Sammlung beschreiben lässt. Größtenteils handelt es sich um Satiren, ein wenig Nonsens ist auch dabei. Zwei oder drei der Stücke haben sogar Tiefgang, ich kann mich bloß nicht daran erinnern, welche es waren. Sie werden es bestimmt herausfinden. Nicht selten weiß das Publikum letztlich mehr als der Autor, der ja im Grunde nur in poetische Trancen fällt und später das Protokoll abgibt. Warum ich diese Geschichten schreibe? Fragen Sie nicht! Es ist ein Kreuz. Immer wieder werde ich darauf hingewiesen, dass ich doch einmal etwas Normales veröffentlichen könnte statt dieser absurden und seltsamen Storys, und ich habe es wirklich versucht. Vielleicht ist es der schädigende Einfluss von Wilhelm Busch, dessen gesammelte Werke mir als Kleinkind auf den Kopf gefallen sind, als ich im Bücherregal der Eltern nach Inspiration suchte. Oder die Heinz-Erhard-Schallplatten, die ich in die Finger bekommen hatte. Oder die vielen Stunden britischer Comedy. Über etwaige Spätfolgen hatte ich mir damals überhaupt keine Gedanken gemacht. Jetzt kann man wahrscheinlich nicht mehr viel richten. Für wen ich solche Geschichten schreibe? Auch darauf weiß ich keine vernünftige Antwort. Allerdings habe ich schon einmal ein Kind, einen Jugendlichen, einen Erwachsenen und einen Senioren gleichzeitig zum Lachen gebracht. Das war, als ich in Stuttgart auf der Bühne ausgerutscht bin. Die gereimten Geschichten im ersten Teil des Buches trage ich bei Lesungen zum Teil auswendig vor. Einige sind die Anfänge von Serien mit jeweils sieben Teilen, so das Huhn, das Krokodil aus Kiel, Champion Leo sowie die Meeresvolksaga, deren erster Teil von der Meerjungfrau Sibylle erzählt. Die historischen Vorträge im hinteren Teil dieses Werks sind überarbeitete Referate aus meiner Oberstufenzeit. Es ist mir ein Rätsel geblieben, dass weder die Lehrerschaft noch die Mitschüler diese höchst aufschlussreichen und dabei kurzweiligen Analysen je angemessen gewürdigt haben. Falls Sie die Entstehung der Texte interessiert, was ich eigentlich nicht annehme: Vor fünfzehn Jahren begann ich mit einer experimentellen Serie von Einseitern, der ich den Namen "Bambus" gab. Zum einen, weil der Bambus flexibel ist, ebenso wie die Texte inhaltlich und formal stark variierten, zum anderen, weil Bambustexte neben ihrer Kleinschreibung statt Punkt und Komma Gedankenstriche aufwiesen, wie in einem Telegramm, und die sehen - mit etwas Fantasie - aus wie Bambusstäbe. Für die vorliegende Anthologie habe ich die Stücke allerdings freiwillig formatiert. Selbst die Dialog-Reihe "Die Jungs" (Heinz und Helmut) stammt aus dem Bambus. Drei der neueren Episoden habe ich in dieses Buch aufgenommen. Wenn Sie aus Gründen, die ich nicht hinterfragen will, mehr wissen möchten, können Sie meine Website besuchen und zum Beispiel von der "Litbox" - einer Jukebox für Literatur - die mp3s von "Robert" und "Das Huhn" kostenlos herunterladen. Sollte das nicht reichen, ist da noch das Hörbuch "Die Dichter" mit Textheft, das man bestellen kann, ebenso das Hörbuch vom Krokodil aus Kiel - ja sogar das Wimmelbild vom Cover, in DIN A1-Format. Anis Hamadeh



Leseprobe
1. Robert Robert war ne Frohnatur, er sah das Positive nur im Leben. Da konnt es auch mal Regen geben. Für Robert war das kein Problem. Sein Ohrensessel war bequem und seine Heizung warm, im Kessel Wasser für den Tee es kam nicht drauf an, wie das Wetter war, der Mann fand es immer nur wunderbar. Sein Vetter war Karl, dem war alles egal; er trug seinen Schal auch im Sonnenschein. Als Robert mal lachte, da dachte der Karl: Das kann nicht für lange sein, bald wird ihm bange sein. Ist nicht normal. Er ist jeden Tag heiter, so geht das nicht weiter. Und während ich schwitze macht er seine Witze. Was kann denn da bloß nur im Gange sein? Der Robert ist weder ein Held noch sieht er gut aus noch hat er viel Geld. Ich krieg schon heraus, warum das Leben ihm gefällt. Zu dumm, dass eben mir das fehlt, das fröhliche Gesumme, weil ich nur brumme jeden Tag, weil ich das Leben nicht so mag. Ich tobe und ich rase! Da plötzlich befahl eine Stimme dem Karl: Nimm die Vase und wirf sie an die Wand mit Wut! Vielleicht ists danach wieder gut. So tat ers dann. In seinem Wahn zersprang das gute Stück Scherben bringen Glück! Doch wars noch nicht genug mit dem zerbrochnen Krug. Es wurde richtig derbe, denn Kalle, der nichts lernte, nahm die Scherbe der zerstörten Vase und entfernte sich damit die Nase. Das tat ziemlich weh, oh je, oh jemineh!Es wurde nicht gut, er verlor sehr viel Blut. Man brachte ihn ins Hospital der arme Vetter Karl! Als Robert es in der Zeitung las, erschrak er und wurde leichenblass. Da lag er, der Karl, das war kein Spaß. Sofort fuhr er los in die Klinik. Man merkte schon an seiner Mimik, dass er betroffen war. Der Vetter hatte offenbar ne schwere Phase. Er lag im Bett und war nicht nett und hatte keine Nase. Da sagte Karl: Nun höre mal! Ist es gerecht, dass von uns beiden nur der eine Leiden hat? Ist das nicht schlecht? Hier, sieh das Resultat und staune! Hast du jetzt trotzdem gute Laune? Robert kratzte seinen Bart. Na, so ein Ding! Ich ring um Fassung. Lass uns nicht argumentieren und den Kopf dabei verlieren! Einigermaßen grienig verließ er dann die Klinik und fühlte sich gefesselt, sogar im Ohrensessel. Aus der Gerüchteküche drangen Gerüche wie Flüche zu ihm, wegen der Vase und der Nase, wegen des Vetters und all des Gezeters. Robert hatte viel Geduld, traf ihn doch wirklich keine Schuld. So sehr er auch überlegte, was den Karl bewegte, er fand nicht einen Grund. Das Grübeln macht nur übellaunig und ist ungesund. So blieb er eine Frohnatur rund um die Uhr. Er spielte Beatles-Platten und schlief auf Bambusmatten. Doch weil der Karl so traurig war, sagten die Leute: Siehste mal, dem Robert ist es ganz egal. Der ist bestimmt nicht ganz normal. Sie brachten Robert in Bedrängnis und schließlich sogar ins Gefängnis, wo es ziemlich eng ist. Bloß, wie auch immer das Wetter war, der Vetter fand es wunderbar. Selbst im Gefängnis kam er klar. Nur eins war Kalle wohl geglückt: Man hielt den Robert für verrückt und legte ihn für alle Fälle in eine Gummizelle. Dann nach zwei Jahren hat Karl erfahren, dass Robert noch immer nicht weiter war, dass, was man auch tat, er stets heiter war, und dass die Buddhisten ihn langsam vermissten. Sie standen vorm Tor mit nem Leiterwagen. Die würden sich sogar noch weiter wagen, um ihn zu befrein. Am Ende sah Karl es dann ein: Er machte ne Fratze und schnitt sich ne Glatze und seufzte: So muss es wohl sein!

Produktinformationen

Titel: Robert
Untertitel: und andere gereimte Geschichten, Satiren und Märchen
Autor: Anis Hamadeh
EAN: 9783942490092
ISBN: 978-3-942490-09-2
Format: Kartonierter Einband (Kt)
Herausgeber: Kinzelbach, Donata Verlag
Genre: Lyrik & Dramatik
Anzahl Seiten: 141
Gewicht: 171g
Größe: H211mm x B141mm x T15mm
Jahr: 2013
Auflage: 1. Aufl.

Filialverfügbarkeit

PLZ, Ort, Name Es wurde kein Treffer gefunden. Bitte geben Sie eine gültige PLZ oder einen gültigen Ort ein. Bitte geben Sie eine PLZ oder einen Ort ein. Dieses Produkt ist in NUMBER Filialen verfügbar Dieses Produkt ist momentan nur im Online-Shop verfügbar. NUMBER Stk. verfügbar Kein aktueller Lagerbestand verfügbar. Detailkarte Detailkarte in einem neuen Fenster anzeigen Route berechnen Route in einem neuen Fenster berechnen Adresse Telefon Öffnungszeiten NUMBER Stk. verfügbar Nicht an Lager Die nächste Filiale finden Es gibt keine Geschäfte in 20 Kilometer Reichweite
  • Geben Sie die Postleitzahl, den Ortsnamen oder den Namen einer Filiale in das Suchfeld ein
  • Klicken Sie auf den "Pfeil"-Button, rechts neben dem Eingabefeld
  • Wählen Sie eine Filiale in der Trefferliste aus

Die nächste Filiale auch mobil finden Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
Die nächste Filiale finden
  • Geben Sie die Postleitzahl, den Ortsnamen oder den Namen einer Filiale in das Suchfeld ein
  • Klicken Sie auf den "Pfeil"-Button, rechts neben dem Eingabefeld
  • Wählen Sie eine Filiale in der Trefferliste aus

Die nächste Filiale auch mobil finden
Zuletzt angesehen
Verlauf löschen