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Fin de Siècle in Weimar

  • Fester Einband
  • 400 Seiten
Auch Weimar erlebte sein Fin de siècle: Im Jahr 1885 setzte hier nicht nur die Arbeit an Goethes Nachlass, sondern auch eine inten... Weiterlesen
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Beschreibung

Auch Weimar erlebte sein Fin de siècle: Im Jahr 1885 setzte hier nicht nur die Arbeit an Goethes Nachlass, sondern auch eine intensive Rezeption der Moderne ein jedoch nicht unabhängig voneinander, sondern in eindringlichem Austausch. Mit der vorliegenden Darstellung des literarisch-kulturellen Weimars in der krisenhaften und zugleich faszinierenden Epoche bis 1918, wird ein breites kulturgeschichtliches Panorama der Stadt entworfen. Darin finden die lokalen Anfänge der Frauenbewegung ebenso Beachtung wie die Rolle der Monarchie und ihrer Akteure. Zudem wird die reiche Festkultur, von den Salons über Vereine und Gelehrtenkreise bis zu den Jubiläumsfeiern erkundet. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Literatur um 1900. Neuklassik und Heimatdichtung, die beiden literarischen Richtungen, die in Weimar einen besonderen Symbol- und Wirkungsort fanden, werden untersucht, ihre Vertreter und Charakteristika vorgestellt. Die Betrachtung von Theater- und Tanzkonzeptionen, früher Kinounternehmungen, aber auch von Varieté und Boulevard runden das kulturgeschichtliche Bild Weimars dieser Zeit ab.

Autorentext
Angelika Pöthe ist Privatdozentin am Institut für Germanistische Literaturwissenschaft der Universität Jena.

Inhalt

I Vorrede II Weimar um 1900 - Möglichkeiten kulturgeschichtlicherForschung III "die Weiber begännen zu denken" - Frauenbewegung, Autorinnen und Weimar 1. Traditionsbezogener "Vorort" der Frauenbewegung 1.1 Frauen zwischen Wohlfahrtspflege und Bildungsstreben 1.2 Bildung und Arbeit - Hedwig Kettler und ihre Zeitschrift "Frauenberuf" 1.3 "Alle Güte fängt beim Denken an" - Natalie von Milde 1.4 Die Geselligkeit des Vereins "Frauenbildung-Frauenstudium 2. Weibliches Schreiben in Weimar 2.1 " du geheimnisvolle Goethestadt, ob man deiner je vergessen kann" - Helene Böhlau zwischen Naturalismus und Heimatkunst 2.2 Literarisierung Weimarer Emanzipationsgeschichten - Gabriele Reuter 2.3 Klassisches Humanitätsideal und Sozialismus - Lily Braun 3. Weimarer Salonièren auf dem Weg ins 20. Jahrhundert 3.1 Salonkultur in Kontinuität und Wandel der Zeit 3.2 Adelheid von Schorn 3.3 Mathilde von Freytag-Loringhoven - die konservative Kulturvermittlerin 3.4 Erika von Watzdorf?Bachoff - Lyrikerin und liberale Salonière 3.5 " solche Feste wären wohl immer ... in den Gärten von Weimar" - Geselligkeit um Nostitz, Kessler und van de Velde IV Weimars Archive als kulturelle Stimuli und gesellige Orte 1. Literatur und Debatte im Umkreis des Goethe? und Schiller-Archivs 1.1 Goethe?Arbeit und Moderne 1.2 Gegenwart leben in Neu-Vineta 1.3 Eduard von der Hellen und die "Richtung auf das Soziale" 1.4 Rudolf Steiner in Weimar 2. "Heiliger Hügel" - das Nietzsche-Archiv als Ort der Geselligkeit 2.1 Elisabeth Förster-Nietzsche und ihr Gästekreis 2.2 Vorträge, Lesungen und Konzerte 2.3 Neues Weimar - Heimatkunst. Das Nietzsche?Archiv in der kulturpolitischen Auseinandersetzung 2.4 Krieg und Geselligkeit V Verein und Fest 1. Weimarer Geselligkeits- und Vereinskultur - eine Einführung 2. Bildung 3. Dichtung und Buch 4. Volk, Glaube und Heimat 5. Natur, All und freie Ethik 6. Fidelitas - die Vereinsgesellschaft zu Weimar 7. Tradition - die Stahl? und Armbrust-Schützen-Gesellschaft 8. Künstlerfeste 9. Kulturstammtische: Weltfremdheit, Gelehrtentum und Kampf gegen die Moderne 10. Feiertags Stumpfsinn? Jubiläumsfeiern zwischen Sinnsuche und Ritual VI Musenhofs Ende - höfische Kulturförderung und Geselligkeit zwischen 1885 und erstem Weltkrieg 1. Carl Alexanders Sohn und das kulturell?gesellige Leben des späten 19. Jahrhunderts- 2. "Verständniß für die Zeitideen" - Erbgroßherzogin Pauline 2.1 Leben der "Gebundenen" 2.2 Frauenbewegung - Kunstgewerbe - neue Literatur - Pauline als Förderin der Moderne 2.3 Ende eines Kapitels - Paulines Tod in Italien 3. Spannungsreiche Kunstförderung im 20. Jahrhundert - Caroline und Wilhelm Ernst 3.1 Die "kleine Großherzogin" an der Seite van de Veldes und Kesslers 3.2 Schwieriger Mäzen in schwieriger Zeit 3.2.1 Schwarzweißbilder taugen nicht 3.2.2 Kindheit und Jugend am Ende der "Silbernen Zeit" 3.2.3 Wilhelm Ernsts Amtsantritt zwischen überkommenem Mäzenatentum und Traditionsbruch 3.2.4 Rodin-Skandal 3.2.5 Kunstförderung am Ende der Monarchie 3.2.6 "Landesmutter" und "tapferer Krieger" - Anspruch und Problematik fürstlicher Ideale 3.2.7 Epilog VII Literarisches Weimar 1. Einleitung 2. Das Klassische und das Nationale - Motive in Harry Graf Kesslers Essayistik 3. Wege in die Stille - Friedrich Lienhards Essays in der zeitgenössischen Debatte 4. Völkische Kulturbilanz und -programmatik 4.1 Literatur als Refugium des Stammestums - Adolf Bartels' Romane "Die Dithmarscher" und "Dietrich Sebrandt" 4.2 Ernst Wachlers Weg zu völkischem Bildungsroman 5. Bauen an der Einung und Erneuerung der Welt - das literarische Weimar entdeckt die Mystik 5.1 Grundlinien eines kulturellen Diskurses 5.2 Sprüche des "guten Meisters" - Bruno Heinrich Eelbo 5.3 Solid-sorgfältiger Bau in die Ewigkeit - Paul Quensel 5.4 Der Turm als Symbol mystischen Weltgefühls - Friede H. Kraze 5.5 Heiliger Wedding - Franz Herwig 5.6 Literarische Wege zur "deutschen Mystik"

Produktinformationen

Titel: Fin de Siècle in Weimar
Untertitel: Moderne und Antimoderne 1885 bis 1918
Autor:
EAN: 9783412201821
ISBN: 978-3-412-20182-1
Format: Fester Einband
Herausgeber: Böhlau, Köln
Genre: Sonstiges
Anzahl Seiten: 400
Gewicht: g
Größe: H240mm x B170mm
Veröffentlichung: 01.10.2011
Jahr: 2008