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Von "Irren" und "Blödsinnigen"

  • Kartonierter Einband
  • 208 Seiten
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1906 wurde der «Schwyzerische Irrenhilfsverein» gegründet. Sein Ziel war der Bau einer kantonalen Nervenklinik im Talkessel von Sc... Weiterlesen
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Beschreibung

1906 wurde der «Schwyzerische Irrenhilfsverein» gegründet. Sein Ziel war der Bau einer kantonalen Nervenklinik im Talkessel von Schwyz. Der Verein unterstützte auch finanziell schwache Familien von Psychiatriepatientinnen und -patienten, welche in verschiedenen ausserkantonalen Kliniken und im grenznahen Ausland untergebracht waren. Trotz mehrmaliger intensiver Planung konnte die Anstalt wegen mangelnder Finanzen nicht realisiert werden. Stattdessen baute der ­Verein eine ambulante Betreuung der Kranken auf, die das ganze Kantonsgebiet abdeckte. Die erste Fürsorgestelle wurde 1962 in Einsiedeln eröffnet und betreute mehrheitlich alkoholkranke Menschen. Bald darauf wurde diese Einrichtung zum Sozial-medizinischen Dienst mit einer zusätzlichen ärztlichen Beratung ausgebaut. Die grosse Nachfrage brachte den Verein in finanzielle Nöte, und so wurde eine Zusammenarbeit mit dem Kanton Schwyz angestrebt. Mit dem ersten Leistungsauftrag bekräftigte der Schwyzer Regierungsrat in den 1990er-Jahren die Notwendigkeit eines sozialpsychiatrischen und psychologischen Betreuungssystems im Kanton. Der Schwyzerische Verein für Sozialpsychiatrie ist heute Träger verschiedener Teilbereiche des Sozialpsychiatrischen Dienstes - von Lachen bis Einsiedeln, von Arth-Goldau bis Schwyz. Die Autorin beleuchtet den Weg des «Schwyzerischen Irrenhilfsvereins» vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute.

Autorentext
Angela Dettling Dr. phil., studierte Allgemeine Geschichte sowie Ur- und Frühgeschichte. Sie leitet seit 2006 die Museumspädagogik der Schlösser Lenzburg und Hallwyl. Angela Dettling schreibt und forscht in Schwyz. Im Chronos Verlag erschien die Edition ´Joseph Thomas Fassbind: Schwyzer Geschichte´.

Klappentext

Die Autorin untersucht die hundertjährige Geschichte des Sozialpsychiatrischen Vereins des Kantons Schwyz (SVS) und stellt sie in den Kontext der schweizweiten Entwicklung der Psychiatrie.

1916 wurde der «Irrenhilfsverein» zur Äufnung eines Fonds für den geplanten Bau einer eigenen Nervenklinik im Talkessel von Schwyz gegründet. Des weitern unterstützte der Verein finanziell schwache Psychiatriepatientinnen und -patienten, welche in verschiedensten ausserkantonalen Kliniken und sogar im grenz­nahen Ausland untergebracht waren. Trotz mehrmaligen intensiven Planungen und Konzeptionen entstand keine kantonale Klinik in Schwyz. Stattdessen wurde eine frühe ambulante Betreuung der Kranken durch den Verein eingeführt, die das ganze Kantonsgebiet abdeckte.
Mit dem ersten Leistungsauftrag bekräftigte der Schwyzer Regierungsrat in den 1980er Jahren die Notwendigkeit eines sozialpsychiatrischen und psychologischen Betreuungssystems im Kanton. Der Sozialpsychiatrische Verein ist heute Träger verschiedener Teilbereiche dieser Betreuung - von Lachen bis Einsiedeln, von Arth-Goldau bis Schwyz.
Dieses Buch versteht sich nicht nur als Vereinsgeschichte, sondern greift auch die schweizweite Entwicklung in der Psychiatrie auf. Neben den Lehren der Zürcher Psychiatrie beeinflusste die Psychiatrische Klinik in Oberwil/Zug Aufbau, Ausrichtung und Entwicklung des SVS.



Zusammenfassung
1906 wurde der ´Schwyzerische Irrenhilfsverein´ gegründet. Sein Ziel war der Bau einer kantonalen Nervenklinik im Talkessel von Schwyz. Der Verein unterstützte auch finanziell schwache Familien von Psychiatriepatientinnen und -patienten, welche in verschiedenen ausserkantonalen Kliniken und im grenznahen Ausland untergebracht waren. Trotz mehrmaliger intensiver Planung konnte die Anstalt wegen mangelnder Finanzen nicht realisiert werden. Stattdessen baute der Verein eine ambulante Betreuung der Kranken auf, die das ganze Kantonsgebiet abdeckte. Die erste Fürsorgestelle wurde 1962 in Einsiedeln eröffnet und betreute mehrheitlich alkoholkranke Menschen. Bald darauf wurde diese Einrichtung zum Sozial-medizinischen Dienst mit einer zusätzlichen ärztlichen Beratung ausgebaut. Die grosse Nachfrage brachte den Verein in finanzielle Nöte, und so wurde eine Zusammenarbeit mit dem Kanton Schwyz angestrebt. Mit dem ersten Leistungsauftrag bekräftigte der Schwyzer Regierungsrat in den 1990er-Jahren die Notwendigkeit eines sozialpsychiatrischen und psychologischen Betreuungssystems im Kanton. Der Schwyzerische Verein für Sozialpsychiatrie ist heute Träger verschiedener Teilbereiche des Sozialpsychiatrischen Dienstes von Lachen bis Einsiedeln, von Arth-Goldau bis Schwyz. Die Autorin beleuchtet den Weg des ´Schwyzerischen Irrenhilfsvereins´ vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute.

Inhalt

1. Die ersten politischen Furchen
Das Postulat . 158 Irre im Kanton Schwyz . 5000 Franken pro Bett . Mit Glarus keine dauernde Lösung . Vorteil für alle . Eine Million Franken . Ja schon, aber ... . «Schwyz hat wacker gearbeitet»
2. «Stetsfort ein Ehretag»
Die Gründung . Die Statuten . Die Finanzierung . Nichts Neues
3. Als Furchtbares normal war
Vom Tollhaus zur psychiatrischen Klinik . Wahnsinn im Kanton Schwyz
4. Gegen den Strom
«... mit alten Vorurteilen abfahren ...» . «Der Wein als Stärker der Kraft ...» . Irrenzählung . Zweiter Anlauf . Auf und Ab in der Kriegszeit

5. Regeln und helfen
«Wahre Nächstenliebe geht nicht den Weg des einseitigen Wohlgefallen ...» . Regulativ . Korrespondenten . Unterstützungsgesuche . Finanzierung
6. Bauprojekt 1923
Vorarbeiten
7. Kriegsjahre
1943: Mit dem Kopf durch die Wand?! . 1950: Ein weiterer Versuch
8. 1960er Jahre: Innere Reflexion - äusserer Wandel
1981: Konzept für die Drogenhilfe im Kanton Schwyz . Krise ... . ... und Blick nach vorn
9. Kantonale Verknüpfung
Leistungsaufträge . Neue Finanzierungs­formen

Produktinformationen

Titel: Von "Irren" und "Blödsinnigen"
Untertitel: Der Kanton Schwyz und die Psychiatrie im 20. Jahrhundert
Autor:
EAN: 9783034009065
ISBN: 978-3-0340-0906-5
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Chronos
Genre: Regional- und Ländergeschichte
Anzahl Seiten: 208
Gewicht: 455g
Größe: H231mm x B159mm x T22mm
Jahr: 2009
Auflage: 04.2009