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Anschauungsraum bei Cèzanne

  • Kartonierter Einband
  • 165 Seiten
In Angela Breidbachs Studie liest sich das Spätwerk des Künstlers wie ein malerisches Lehrbuch physiologischer Sehräume. Was Cézan... Weiterlesen
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Beschreibung

In Angela Breidbachs Studie liest sich das Spätwerk des Künstlers wie ein malerisches Lehrbuch physiologischer Sehräume. Was Cézanne aus dem Theoriegefüge seiner Zeit bildnerisch erarbeitete war durchaus neu, ging jedoch kurze Zeit später wieder verloren. Erst der Kubismus und der Film entwickeln diese raumzeitlichen Dynamiken des Sehens weiter, arbeiten aber, wie gezeigt wird, mit anderen Parametern. Breidbach stellt Cézanne in den Zusammenhang der Sehtheorie des 19. Jahrhunderts, dazu gehören maßgeblich Hermann von Helmholtz´ Handbuch der Physiologischen Optik und Charles Wheatstones Erfindung des Spiegelstereoskopes. Sie beschreibt anhand einzelner Bildanalysen, wie Cézanne für die Sehformen malerisch visuelle Modelle baut und wie er sein Werk nach ihren Gesetzen vorantreibt. Wie ordnet der Künstler ein panoramatisches Sehen, dessen Peripherie sich um das Zentrum des Sehenden krümmt, in die Bildfläche? Wie gelingt es dieser Malerei, ein stereoskopisches Modell, dessen Zentrum der Gegenstand und dessen bewegliche Peripherie der Sehende ist, in seinem mehrfachen Anklang der Bilder umzusetzen? Die Modelle durchdringen einander und verbinden sich zu Architekturen hoher Komplexität. Dabei ergeben sich Regeln simultaner wie sukzessiver Mehrfachbilder, das stereoskopische Sehen erweist sich als kognitives Sehen, in dem sich ein erster Erinnerungsbegriff findet. Anschauung, schon von Helmholtz als Verbindung von Wahrnehmung und Vorstellung benannt, findet sich bei Cézanne in der Transparenz ineinandergesetzter Projektionen verschiedener Zeitstufen, die bildnerische Räume auffalten.

Klappentext

In Angela Breidbachs Studie liest sich das Spätwerk des Künstlers wie ein malerisches Lehrbuch physiologischer Sehräume. Was Cézanne aus dem Theoriegefüge seiner Zeit bildnerisch erarbeitete war durchaus neu, ging jedoch kurze Zeit später wieder verloren. Erst der Kubismus und der Film entwickeln diese raumzeitlichen Dynamiken des Sehens weiter, arbeiten aber, wie gezeigt wird, mit anderen Parametern. Breidbach stellt Cézanne in den Zusammenhang der Sehtheorie des 19. Jahrhunderts, dazu gehören maßgeblich Hermann von Helmholtz' Handbuch der Physiologischen Optik und Charles Wheatstones Erfindung des Spiegelstereoskopes. Sie beschreibt anhand einzelner Bildanalysen, wie Cézanne für die Sehformen malerisch visuelle Modelle baut und wie er sein Werk nach ihren Gesetzen vorantreibt. Wie ordnet der Künstler ein panoramatisches Sehen, dessen Peripherie sich um das Zentrum des Sehenden krümmt, in die Bildfläche? Wie gelingt es dieser Malerei, ein stereoskopisches Modell, dessen Zentrum der Gegenstand und dessen bewegliche Peripherie der Sehende ist, in seinem mehrfachen Anklang der Bilder umzusetzen? Die Modelle durchdringen einander und verbinden sich zu Architekturen hoher Komplexität. Dabei ergeben sich Regeln simultaner wie sukzessiver Mehrfachbilder, das stereoskopische Sehen erweist sich als kognitives Sehen, in dem sich ein erster Erinnerungsbegriff findet. Anschauung, schon von Helmholtz als Verbindung von Wahrnehmung und Vorstellung benannt, findet sich bei Cézanne in der Transparenz ineinandergesetzter Projektionen verschiedener Zeitstufen, die bildnerische Räume auffalten.

Produktinformationen

Titel: Anschauungsraum bei Cèzanne
Untertitel: Cézanne und Helmholtz
Autor:
EAN: 9783770538102
ISBN: 978-3-7705-3810-2
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Fink Wilhelm GmbH + Co.KG
Genre: Kunst
Anzahl Seiten: 165
Gewicht: 307g
Größe: H236mm x B159mm x T17mm
Veröffentlichung: 01.10.2003
Jahr: 2003
Auflage: 1. Aufl. 10.2003
Land: DE

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