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Wunschmaschine Wohnanlage

  • Kartonierter Einband
  • 240 Seiten
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"Wunschmaschine Wohnanlage" entwirft ein konkretes räumlich-soziales Prinzip zur funktionalen Nachverdichtung von 46 Gro... Weiterlesen
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Beschreibung

"Wunschmaschine Wohnanlage" entwirft ein konkretes räumlich-soziales Prinzip zur funktionalen Nachverdichtung von 46 Großwohnanlagen die sich im Eigentum der Stadt Wien befinden, jeweils mehr als 500 Wohneinheiten umfassen und im Wohlfahrtsstaat zwischen 1950 und 1980 errichtet wurden. Die Hypothese der Studie ist, dass wenn die Arbeit verschwindet, auch die Urbanität verloren geht. Die untersuchten Wohnanlagen sind gebaute Bilder der Vorstellung von Reproduktion in der Wohlfahrtsgesellschaft vis-à-vis der Industrie, der Produktion, der Administration und dem Handel. Sie explizieren das sozial-liberale Paradigma des Wohlfahrtstaates, das wesentlich auf Wachstumsökonomie und Automatisierung basierte, Wohnungsraum für alle bereitstellen wollte und die Freizeitgesellschaft in Aussicht stellte. Die städtebauliche Doktrin folgte der funktionalen Trennung von Produktion und Reproduktion wie sie in der Charta von Athen (1943) formuliert war. Eine Evaluierung und Revision durch ein Weiterbauen der Großwohnanlagen, wie sie in "Wunschmaschine Wohnanlage" vorgestellt wird, muss gerade an der funktionalen Trennung von Produktion und Reproduktion ansetzen. Der Titel "Wunschmaschine" nimmt direkt Bezug auf die Gesellschaftskritik wie sie von Gilles Deleuze und Felix Guattari im Rekurs auf das psychoanalytische Konzept des Unbewussten formuliert wurde. Die Bücher "Anti-Oedipus" (1974) und Tausend "Plateaus" (1980) wandten sich gegen die Formalisierung der Welt, wie sie sich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs insbesondere durch das Gedankenmodell der Kybernetik verbreitet. Das kybernetisch-liberale Axiom der Zählung endet schlussendlich in der totalen Quantifizierung und Ökonomisierung aller Lebensbereiche, das sich heute am Besten in der zunehmenden Verwendung von Algorithmen darstellen lässt. In der Studie wird die Wunschmaschine als ein Zukunftsmodell des verdichteten, dynamischen Wohnens und Arbeitens konzipiert, um die ganze unkontrollierbare Wunschproduktion der Bewohner/innen zu aktivieren, sich also von der Formalisierung der Welt und ihrer Regierungsformen, die sich gerade im Wohnungsbau spiegelt, zumindest ein Stück weit zu lösen.

Autorentext
Rumpfhuber, Andreas Andreas Rumpfhuber ist Architekt und Designforscher mit Büro in Wien. Weiterführende Information: www.expandeddesign.net Publikationen u.a.: Architektur immaterieller Arbeit (Wien 2013)

Produktinformationen

Titel: Wunschmaschine Wohnanlage
Untertitel: Eine Studie zur funktionalen Nachverdichtung von 46 Großwohnanlagen der Stadt Wien
Autor:
EAN: 9783854494645
Format: Kartonierter Einband
Genre: Bildende Kunst
Anzahl Seiten: 240
Gewicht: 801g
Größe: H22mm x B285mm x T194mm
Veröffentlichung: 13.09.2016
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