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Bettelorden in Stadt und Land

  • Kartonierter Einband
  • 517 Seiten
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Das spätmittelalterliche Straßburg beherbergte allein sechs Klöster der Bettelorden in seinen Mauern: Franziskaner und Dominikaner... Weiterlesen
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Beschreibung

Das spätmittelalterliche Straßburg beherbergte allein sechs Klöster der Bettelorden in seinen Mauern: Franziskaner und Dominikaner ließen sich im ersten Viertel des dreizehnten Jahrhunderts nieder, Augustiner-Eremiten, Karmeliter und Sackbrüder siedelten sich in der zweiten Jahrhunderthälfte an, und bis zur Jahrhundertwende wurden die Wilhelmiten in der oberrheinischen Metropole ansässig. Die bettelnden Brüder waren aber nicht nur in der Freien Reichsstadt vertreten, sie erschlossen auch das in sog. Termineibezirke eingeteilte Elsaß durch ein Netz von Außenstationen und Absteigequartieren. Mit der Ausbildung dieses Terminierwesens entstand während des vierzehnten und fünfzehnten Jahrhunderts im unterelsässischen Territorium ein regionaler Wirkungsbereich für die Ordenshäuser: In zunehmendem Maße verließen die Religiosen den unmittelbaren Stadtraum und durchwanderten die umliegenden Gebiete, predigten an besonderen Stellen zu bestimmten Zeiten, gewannen Anhänger und Nachwuchs, sammelten Almosen und Schenkungen. Die konstante Vergabung von Getreide- und Geldrenten vor allem an Prediger und Barfüßer, aber auch an Einsiedel- und Frauenbrüder durch Bauern und Landbewohner verdeutlicht die Kontinuität einer ländlichen Existenz der Bettelmönche. Durch die Ortsbestimmung dieser Zuwendungen war es möglich, Verdichtungen der Liegenschaften zu erkennen, das seelsorgerliche Ausgreifen in die agrarische Umgebung zu verfolgen und eine Einbettung in das Sozialgefüge der Landbevölkerung festzustellen. Waren die Fratres anfangs mit ihrer Lebensweise an die städtischen Zentren gebunden, so entwickelte sich das Landgebiet mit zeitlicher Verzögerung zu einer Zone, in der ein mendikantisches Dasein ebenso möglich werden konnte. Zwar blieb die urbane Lebenswelt der nächstgelegene Bewegungsraum der bettelnden Brüder, doch das rurale Umland wurde schon durch die mit Bettel und Predigt verbundene Mobilität zum gleichgewichtigen Tätigkeitsfeld der Konvente.

Klappentext

Das spätmittelalterliche Straßburg beherbergte allein sechs Klöster der Bettelorden in seinen Mauern: Franziskaner und Dominikaner ließen sich im ersten Viertel des dreizehnten Jahrhunderts nieder, Augustiner-Eremiten, Karmeliter und Sackbrüder siedelten sich in der zweiten Jahrhunderthälfte an, und bis zur Jahrhundertwende wurden die Wilhelmiten in der oberrheinischen Metropole ansässig. Die bettelnden Brüder waren aber nicht nur in der Freien Reichsstadt vertreten, sie erschlossen auch das in sog. Termineibezirke eingeteilte Elsaß durch ein Netz von Außenstationen und Absteigequartieren. Mit der Ausbildung dieses Terminierwesens entstand während des vierzehnten und fünfzehnten Jahrhunderts im unterelsässischen Territorium ein regionaler Wirkungsbereich für die Ordenshäuser: In zunehmendem Maße verließen die Religiosen den unmittelbaren Stadtraum und durchwanderten die umliegenden Gebiete, predigten an besonderen Stellen zu bestimmten Zeiten, gewannen Anhänger und Nachwuchs, sammelten Almosen und Schenkungen. Die konstante Vergabung von Getreide- und Geldrenten vor allem an Prediger und Barfüßer, aber auch an Einsiedel- und Frauenbrüder durch Bauern und Landbewohner verdeutlicht die Kontinuität einer ländlichen Existenz der Bettelmönche. Durch die Ortsbestimmung dieser Zuwendungen war es möglich, Verdichtungen der Liegenschaften zu erkennen, das seelsorgerliche Ausgreifen in die agrarische Umgebung zu verfolgen und eine Einbettung in das Sozialgefüge der Landbevölkerung festzustellen. Waren die Fratres anfangs mit ihrer Lebensweise an die städtischen Zentren gebunden, so entwickelte sich das Landgebiet mit zeitlicher Verzögerung zu einer Zone, in der ein mendikantisches Dasein ebenso möglich werden konnte. Zwar blieb die urbane Lebenswelt der nächstgelegene Bewegungsraum der bettelnden Brüder, doch das rurale Umland wurde schon durch die mit Bettel und Predigt verbundene Mobilität zum gleichgewichtigen Tätigkeitsfeld der Konvente.



Inhalt

Inhaltsübersicht: Einleitung: A. Die Entstehung im dreizehnten Jahrhundert: Die Grundlagen mendikantischer Seelsorge und allgemeine Entwicklung - Die Anfänge der Bettelorden in der Stadt Straßburg - Die Erschließung der Umgebung durch die Straßburger Mendikanten - B. Der Aufbau bis zum fünfzehnten Jahrhundert: Zur Prosopographie der Konvente und ihrer Förderer - Tätigkeiten im Ordensverband und in der Diözese - Die ökonomische Situation der Klöster - C. Die lokale Bedeutung der Ordenshäuser: Die Rolle im politischen Umfeld - Das Verhältnis zur Geistlichkeit - Die Beteiligung an der Frauenseelsorge - Die Auswirkungen der Reformbestrebungen - Schlussbetrachtung - Quellennachweis - Literaturverzeichnis - Anhang - Register

Produktinformationen

Titel: Bettelorden in Stadt und Land
Untertitel: Die Straßburger Mendikantenkonvente und das Elsaß im Spätmittelalter. (Ordensstudien XI)
Autor:
EAN: 9783428092352
ISBN: 978-3-428-09235-2
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Zeigeschichte (1946 bis 1989)
Anzahl Seiten: 517
Gewicht: 690g
Größe: H231mm x B158mm x T25mm
Jahr: 1997

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